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  1. #21

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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    Klar sind da noch Tretminen. Und ich bin mir auch bewußt das da noch einige schwere Situationen zu meistern sind.
    Ich mein wie soll denn auch alles gleich funktionieren, wir machen das ja erst seit einem Jahr. Und es ist für uns auch nicht einfach und nicht immer alles super und reibungslos. Was auch nicht verwunderlich ist, ich bin die erste feste Freundin nach der Trennung, somit ist es für die KM das erste Mal das sie sich mit dieser Situation auseinander setzen muß. Aber genauso für meinen Partner und mich ist es das erste Mal das wir in so einer Situation sind.
    Und ja vielleicht schieß ich in manchen Situationen übers Ziel hinaus.... doch deswegen bin ich ja hier, um mir Tipps zu holen und mal zu hören wie andere das so machen und damit klar kommen.
    Und es ist schwer seinen Platz zu definieren, da brauch ich wohl noch Zeit. Weil da ist die Mutter und der Vater und eben auch ich und der Partner an der Seite der KM.

  2. #22
    Avatar von brighid
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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    was mir nach dem lesen deines letzten postings spontan durch den kopf schiesst:

    schiess dich nicht so sehr auf die km ein. was das kind betrifft- sind erstmal dein freund und die kindsmutter gefragt. klar könnte sie, in eurer wahrnehmung, sich so verhalten, dass es euch besser in den kram passt. aber: sie ist eine eigenständige person.

    im idealfall könntet ihr euch absprechen. bzw. kindsvater und kindsmutter sollten das eh tun.

    aber wie gesagt: die beiden miteinander.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

    es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist. nelson mandela

    auf grosser kaperfahrt für kleine piraten

  3. #23
    Avatar von Signora
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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    beenie,

    du liest dich, als fühltest du dich angegriffen. Mein Beitrag war kein Angriff.

    Klar machst du nicht alles "richtig". Macht man sowieso nie.

    Von meiner Seite kann ich ohnehin nur sagen: Ich hab sehr viel Verständnis für deine diffusen Gefühle in dieser neuen Situation.

    Ich lebe selbst seit 10 Jahren Patchwork. Meine, seine und gemeinsames Kind. Viele Köche, die da im Brei rumgerührt haben.

    Aber gerade deshalb und auch, weil ich viele Fehler gemacht habe, die im Endeffekt in erster Linie mir selbst nicht gut getan haben, kann ich dir wirklich den sehr warmen Rat geben, dich zurück zu nehmen. Erst mal mehr in die Beobachterrolle zu gehen.

    Ich bin ein Mensch, der die Dinge gerne angeht, Klarheit schafft durch aktives Handeln. Hört sich erst mal gut an, ich weiß. Es birgt aber das Risiko, dass man andere dabei mal übersieht.

    In meiner Lebenskonstellation habe ich gelernt, innerlich auch mal ein paar Schritte zurück zu treten und mich selbst nicht so wichtig zu nehmen. Manche Dinge regulieren sich tatsächlich wie von selbst, wenn man ihnen ihren "natürlichen Lauf" lässt und nicht eingreift. Auch du selbst wirst auf diese Weise viel leichter deine Rolle/deinen Platz in dem Gefüge finden, als wenn du dich krampfhaft bemühst, weil du irgendwelchen (Stiefmutter-)Bildern entsprechen möchtest. (und wie gesagt, glaub mir, ich kenne genau diese Tretminen...)

    Und ja, auch mein Rat: Lass der KM ihr Leben. Ich z.B. kann sehr gut nachvollziehen, dass sie Vollzeit arbeiten möchte, auch wenn sie es "nicht nötig" hat. Und vielleicht hat sie gute Gründe für sich, dass sie ausgerechnet diese Stelle mit diesen Arbeitszeiten angenommen hat. Diese Gründe muss sie ihrem Ex aber nicht darlegen. Es ist, wie es ist.

    Sie wird noch öfter Entscheidungen treffen, die du/ihr nicht nachvollziehen könnt. Sei gewiss, auch du/ihr werdet Entscheidungen treffen, die andere nicht nachvollziehen können und darüber vielleicht den Kopf schütteln. Jeder muss SEIN EIGENES Leben leben.

    Du hast eine grundlegend positive Einstellung, das finde ich total gut und hilfreich. Jetzt noch etwas weniger "Bemühen" und mehr "Lassen" und ihr werdet euren Weg gehen...
    Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
    ----------------------------------------------------
    Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt (...geklaut...)

  4. #24

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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    Hallo beenie,
    Danke danke danke für deinen Beitrag. Ich hab erstmal gedacht, dass ich selber diesen Beitrag geschrieben hab. Du sprichst mir aus der Seele. Es geht mir ganz genau so!
    Nur sind wir erst drei Monate zusammen und er hat zwei Kinder, die ständig bei ihm leben.
    Ich weiß auch oft nicht, wie ich mich verhalten soll und was richtig ist! wir haben nur den Mittwoch und den Samstag, wo die km die Kinder nimmt. Mit dem Problem, dass diese nicht wirklich an ihren Kids interessiert ist und die beiden es nicht mögen zu ihr und ihrem Freund zu gehen. Das erschwert die Situation zusätzlich. Paarzeit ist kostbar, gerade in dieser frühen Phase. Und oft hab ich das Gefühl nur für mich. Klar, er freut sich, wenn er alle seine lieben beisammen hat. Und nach dem ersten hormonhoch hören jetzt auch die zärtlichen Gesten und sinnlosen, aber schönen kurzmitteilungen und diese Dinge auf. Das belastet mich sehr.
    Es ist doch toll, wenn ihr noch Paarzeit habt!! Unsere verabschiedet sich irgendwie gerade.. und dann fühlt man sich so undankbar und wie ein schlechter Mensch, weil man sich selbst wichtiger nimmt als die Kinder!
    Also Respekt, dass du schon ein Jahr durchhältst und sogar zu ihm gezogen bist.
    Und danke allen für die antworten! ihr habt meine Nacht gerettet.
    Mila

  5. #25

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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    Mila, ich war in einer sehr ähnlichen Situation wie Du. Mein inzwischen Ex-Freund hat zwei Kinder, alleinerziehend. Als wir uns kennen gelernt hatten, waren die Kinder alle 2 Wochen am WE bei der Mutter, wir hatten also gerade mal 4 Tage Paarzeit von Anfang an. Diese Tage waren mir immer heilig. Wenn dann mal die KM abgesagt hat, wurde auch nicht getauscht, und dann fiel auch mal einer dieser Tage weg. Dann gab es auch Veranstaltungen, die die Kinder unbedingt mit dem Vater besuchen wollten, auch wenn Mama-WE war, also wieder ein "heiliger Tag" weg. Er konnte da meine Enttäuschung nie verstehen. Ich wurde da auch immer vor vollendete Tatsachen gestellt.

    Ich habe selbst keine Kinder und davor auch keine Erfahrungen mit Kindern gehabt. Ich fand es immer EXTREM anstrengend und hab mich selbst völlig dabei verloren. Ich kam letztendlich immer zu kurz, mußte sehen, wie ich mich da einfüge, hab mich verbogen und erschöpft.

    Zu Beginn hat er sehr um mich geworben. Das volle Programm, wie im Pilcher-Film. Rosen nach Hause geschickt, Blumen ins Büro... Und als er mich "klargemacht" hatte, ließ das alles nach. Ich hatte dann nur noch zu funktionieren. Wenn ich dann mal überfordert war, oder sogar nur mal andeutungsweise geäußert hatte, dass es "anstrengend" war wegen der Kinder, wurde ich nur verständnislos angefahren "Jetzt fängst Du auch noch an" oder es wurde sofort als Vorwurf aufgefaßt "Soll das heißen, ich hätte meine Kinder nicht im Griff?".

    Es gab dann mehrere Trennungen - quasi eine On-/Off-Geschichte. Und letztendlich wurde alles nur noch schlimmer. Die Kinder - speziell die Tochter - hatten Narrenfreiheit, ich durfte nie zickig, beleidigt, kritisch etc. sein - dann hat er gleich Schluß gemacht. Die Tochter hat immer mehr gegen mich geschossen, es ging zuletzt sogar so weit, dass sie ihm - in meiner Anwesenheit - eine andere Frau gezeigt hat (als Partnervorschlag). Und er steht nur da und macht nichts. Das war unglaublich demütigend. Inzwischen ist die Tochter auch IMMER bei ihm, es wurde vor Gericht entschieden, dass sie nicht mehr zur Mutter muß. Die Tochter ist 11 und der Vater liebt sie abgöttisch. Und da ist für eine "andere Frau" jetzt überhaupt kein Raum mehr. Wenn ihr etwas nicht paßt, dann weint sie. Und Papa tröstet dann. Dieser Mechanismus hat sich ständig wiederholt. Er schlägt ihr z. B. auch vor, ihm ins Ohr zu flüstern, was los wäre (während ich daneben sitze). Ich fühle mich so verletzt davon.

    Meine "Schuld" war, dass ich unbedingt wollte, dass es funktioniert - und mich dabei selbst verloren habe, nicht für mich eingestanden bin, nicht in der Lage war, meine Bedürfnisse, Ängste und Zweifel zu kommunizieren, weil ich das Gefühl hatte, dann gegen eine Wand zu laufen - oder ihn gar zu verlieren. Ich kämpfe immer noch damit, diesen Kontakt zu ihm endlich ganz abzubrechen. Es macht mich auf Dauer kaputt.

    Ich kann nur jedem in dieser Situation empfehlen, genau in sich reinzuhören. Sich zu fragen "Wie geht es mir damit?". "Will ich das?" - Habe ich Platz in dieser Familie? Setzt sich mein Partner nicht nur für die Kinder, sondern auch für mich ein? Setze ICH mich auch für MICH ein? - Es ist natürlich klar, dass es für den Partner sehr schwierig ist, allen gerecht zu werden. Er wird oft zwischen den Stühlen sitzen. Aber es kann nicht sein, dass die Partnerin dabei dann völlig untergeht.

    Es ist schwierig. Aber es kann sicher auch funktionieren. Aber dann müssen alle irgendwie daran arbeiten.

  6. #26
    Avatar von Signora
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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    colleen

    Wie lange wart ihr zusammen?

    Habt ihr zusammen gewohnt?
    Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
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  7. #27

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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    Das ganze hin und her geht jetzt seit vier Jahren so. Und wir waren glaube ich schon mindestens 5x getrennt.

    Zusammen gewohnt haben wir nicht. Das hätte ich nicht ausgehalten :-(. Ich war schon nach den Wochenenden immer total erschöpft. Zumal ich dort auch immer sehr schlecht geschlafen hab, weil er schnarcht. Und die Kinder sind auch beide sehr lebhaft und waren auch kaum mal auf ihrem Zimmer, sondern sprangen immer um uns herum ;-). Das hat jetzt bei dem Sohn (14) natürlich stark nachgelassen.

    Seit Silvester ist jetzt kein Kontakt mehr, und ich hoffe, ich halte das auch durch. Es führt nämlich zu nichts.

  8. #28

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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    Ich habe übrigens in der ganzen Zeit sehr oft hier in diesem Forum gelesen. Weil ich sehr an mir gezweifelt hatte, und war dann überrascht, in wie vielen Beiträgen ich mich hier wiederfinden konnte.

  9. #29

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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    @colleen: Bitte bleib stark. Wenn Du an deinem guten Entschluss Zweifel hast, dann lese Dir deinen langen Post durch. DAS braucht keine Frau. Da ist es wirklich schöner, selbstbestimmt und gelassen das Leben allein zu verbringen. (Meine Ansicht) Liebe sieht anders aus.
    Dein LG hat mit seiner Ex, der KM, eine für ihn schlechte Vergangenheit/Erfahrung, nun verlangt er von Dir alles besser zu können, wegzustecken etc.pp. DAS funktioniert aber in einer Beziehung nicht. Kinder brauchen Zuwendung und Liebe, aber auch Grenzen und Förderung zur Selbstständigkeit. Dein Ex-LG missversteht da was, glaube ich. Und darunter solltest Du nicht leiden müssen.

  10. #30

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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    @Signora: Nein ich fühle mich nicht angegriffen. Ich bin finde es gut Erfahrungen zu hören und auch andere Meinungen. Das hilft mir ja in meiner Situation weiter.

    Mila, es ist schön das dir mein Beitrag geholfen hat.
    Ich habe mich auch mittlerweile durch einige Beiträge gelesen und bin zu dem Schluß gekommen das wir drei ( KM,KV und ich) es miteinander schon gut getroffen haben.

    Colleen, wie hast du diese Situation so lange aushalten können.
    Ich finde auch du solltest stark bleiben und diese Beziehung endgültig beenden.
    Dadurch das er seiner Tochter quasi Narrenfreiheit dir gegenüber gibt, wird sie dich nie respektieren oder akzeptieren.
    Klar liebt dein Ex seine Tochter abgöttisch, das tut mein Freund auch. Aber er hat mal zu mir gesagt, als ich ein Tief hatte ob ich all dem gewachsen bin, ich soll das machen was sich für mich richtig anfühlt und selbst wenn nicht alles funktioniert, unsere Beziehung nicht davon abhängt.
    Das hat mir gezeigt das egal was ist, er hinter unser Beziehung steht und das empfinde ich als notwendig.
    Denn wie soll das Kind dich akzeptieren wenn es spürt das der KV nicht zu dir steht.
    Ich denke du hast alles richtig gemacht und es ist für dein Wohl besser wenn du jemanden findest der hinter dir und der Beziehung steht. Das hast du verdient.
    Ich wünsche dir viel Kraft das durchzuhalten,

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