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  1. #11
    Avatar von dala
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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie


    Ja. Das ist ein schoenes Beispiel.

    Da Du selber fuer Zweisamkeit gesorgt hast - brauchte er auch nicht zu fragen. Und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Maenner da fuer recht unsensibel halte. Da muss die Frau dann halt mal was vorschlagen.

    Mein LG und ich haben die Kinder zu sehr in den Mittelpunkt gestellt - und unsere Zweisamkeit vernachlaessigt. Aber mal zwei Tage raus und nur zu zweit sein - das haette uns auch gut getan.

    Den Ausdruck "Beutekinder" habe ich geklaut - ich find den sehr schoen.

    Und da ich leider keine eigenen bekommen konnte, waren mir die Beutekinder eine recht willkommene Beute
    Geändert von dala (04.01.2013 um 10:29 Uhr)

  2. #12

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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    Erstmal vielen lieben Dank für die Antworten

    Ich denke ihr habt völlig Recht, ich muß es mehr so sehen, das die Mutter und der Vater die Verantwortung haben und ich die Beiden unterstützen kann. Auf jeden Fall muß ich für mich selber da den Druck raus nehmen.

    Aber warum macht man sich selber da soviel Druck, normal bin ich eher der Mensch der viel aus dem Bauch entscheidet, nur in der Beziehung gelingt es mir selten.
    Zum großen Teil ist es sicher weil ich Angst davor habe, mein Beutekind ( die Beschreibung ist wirklich klasse ) könnte mir irgendwann mal vorwerfen er hätte wegen mir keine schöne Kindheit gehabt oder ich hätte ihm nix zu sagen ich wär ja nicht seine Mutter oder so was in der Richtung.....

    Naja ich mein ich bin zwar nicht seine Mutter, aber ich bin Diejenige die ihn getröstet hat, wenn er es mal nicht zur Toilette schafft und ihn aus seinem "Pippiesee" befreit hat und mit mir hat er seine ersten Weihnachtsplätzchen gebacken und ich bin die die ihm gezeigt hat wie man super Sonnen malt...
    Ich bin nicht seine Mama aber ich hoffe das er mich als einen wichtigen Teil in seinem Leben betrachtet.

    Obwohl wir letztens eine Situation hatten, nach der ich etwas ins grübeln gekommen bin.
    Wir waren gerade bei den Abendbrotvorbereitungen, als er aus heiterem Himmel zu meinem Freund sagte .. " du bist der Papa" und dann zu mir " du bist die ....... ( ich hab meinen Namen mal ausgelassen ), du bist auch meine Mama..." Ich war da etwas überrumpelt und meinte nur, " ja irgendwie schon..."
    Jetzt meine Frage, soll ich ihm in solch einer Situation den Gedanken lassen oder ihm lieber erklären das ich seine Stiefmama bin, was meint ihr?

    Ich für mich habe immer gesagt, der Kleine entscheidet was ich für ihn bin und würde es selbst nicht als schlimm empfinden wenn er sich irgendwann entscheidet Mama zu mir sagen zu wollen.

    @dala: Wurde es einfacher, als das Kind ganz bei euch gelebt hat?
    Ich mein bei einer 50:50 Regelung ist es ja immer ein riesen Hin und Her und auch schon eine Organisationsaufwand. Und ich stell es mir für das Kind auch anstrengend vor.
    Ich merk das an manchen Tagen sehr stark an unserem Kleinen, da braucht er manchmal etwas länger um sich zu orientieren, hab ich zumindest das Gefühl.
    Hast du da ähnliche Erfahrungen? Hat sich da was verändert nachdem ihr die Vollzeitbetreuung hattet?
    Bitte entschuldige falls die Fragen zu direkt sind, aber das sind so Fragen die ich mir stelle

  3. #13
    Avatar von dala
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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    Es wurde deutlich einfacher, als die KM nur noch zu Besuchs-WE ins Spiel kam. Was aber auch sehr daran liegt, dass KM extrem gegen uns arbeitet und das Wohl der Kinder eher uninteressant fuer sie ist. Das ist bei Dir ja nicht der Fall.

    Es ist fuer ein Kind unter Umstaenden sehr schwer, immer hin- und herzuschalten. Die beiden Haushalte sind unterschiedlich. Und die Regeln damit auch. Es koennte bei Euch sein, dass es fuer das Kind besser ist, nur Besuchs-WE bei einem Elternteil zu haben. Aber das ist wirklich individuell anzuschauen.
    Bei uns wollte der Junge das und es hat auch gut funktioniert.

    Was hilft ist ein festes Ritual, wenn das Kind kommt. Empfangen, Schuhe und Jacke aus und wegraeumen. Tasche im Kinderzimmer abstellen und eventuell gemeinsam auspacken. Dabei kommt man schon locker ins Gespraech.
    Und der Kleine kann in Ruhe in seinem Zimmer ankommen.
    Man kann sich natuerlich auch erst in der Kueche bei einem „Empfangskakao“ zusammensetzen – aber da ist es mit unter Umstaenden mit Gespraech bei einem 3-jährigen etwas schwierig.


    Auch hier einfach beim Kind sein und schauen, was da passt. Wichtig ist nur, dass es immer derselbe Ablauf ist. Das bringt dem Kind Verlaesslichkeit und ist schnell ein Anker fuers Umschalten aufs „Papa-zu-Hause“.


    Wieviel Zeit liegt denn zwischen dem zu Hause bei KM und dem bei KV, wenn das Kind gebracht / geholt wird?




    Tja, Mama hat mich mein Stiefsohn auch zeitweise immer mal wieder genannt. Ich habe da nichts gegen gesagt. Es waere wie ein Zurueckstoßen gewesen. Er suchte ja eine Mama.
    Aber ich bin auch nicht besonders drauf eingegangen.
    In der Oeffentlichkeit habe ich das stehen lassen und ihn nur angeschaut. Er wollte nicht, dass ich da widerspreche, wenn mich jemand als seine Mama bezeichnete.
    Als er aelter war, erzaehlte er, dass er nicht wollte, dass alle wissen, dass seine Eltern geschieden sind. Und er wollte eine ganze Familie – mit KV und mir.


    Und KV und ich haben mich nie als Mama bezeichnet. Kinder muessen auch erst eine Bezeichnung finden fuer sowas wie uns. Was sind wir denn? Gefuehlsmaessig verdammt nah an Mama, wenn das Kind bei uns lebt. Aber eben doch nicht. Dala …. nee, so weit weg bin ich auch nicht fuers Kind.


    Oft wird dann ein eigener Name gefunden fuer die Stiefmutter. Abgewandelt vom Vornamen oder von der Bezeichnung Mama.
    Eine Zeitlang nannte mich meiner „Krabbelmama“ , weil er es liebte, von mir gekrabbelt zu werden.
    Das hat sich aber auch gewandelt mit dem Alter. Also – nicht so sehr beachten, aber eben auch nicht verstaerken, wenn er „Mama“ sagt.
    Du koenntest dann zum Beipiel sagen, dass Du ihn auch sehr magst.




    Hoffe nicht darauf, dass Du jemals ein wichtiger Teil in seinem Leben wirst. Tue das, was Du tun willst, weil es Dir entspricht. Aber hoffe nicht auf einen Platz in seinem Leben.
    Ich habe 10 Jahre lang meinen Stiefsohn betreut und großgezogen – aber ich war immer irgendwie „draußen“, was seine Familie angeht (KM, Geschwister, Onkel …).
    Das ist so und das aendert sich auch nicht.
    Gib ihm, was Du zu geben hast – aber nur, weil es Dir entspricht, das so zu tun.
    Nicht, weil Du etwas von ihm erwartest.
    Dala

    Walk what you talk

  4. #14
    Avatar von Azurblau69
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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    Kinder sind oft sehr "konservativ" dh sie brauchen einen festen Rahmen und quetschen alles gerne in Schema F. Und Schema F ist eben in unserer Gesellschaf die Kernfamilie Mama Papa Kind. Das macht mein Sohn auch. Er sagt manchmal Papa zu meinem Partner. Allerdings macht er das mehr draussen und in der Schule. Er nennt ihn sonst direkt beim Namen. Wenn er mal Papa sagte, dann haben wir das zur Kenntnis genommen, ihm nicht verweigert aber eben auch nicht gefördert. Wenn die Kinder älter werden ist vieles einfacher zu erklären, die Welt wird facettenreicher.
    Ansonsten meine ich auch das du unbedingt verstehen musst: du kannst eine gute wichtige Freundin für den Kleinen werden. Aber niemals die Mama. Und bei allem Sonneschein, dir kann es passieren das er dir später mal Sachen an den Kopf wirft. Aber das kann uns allem passieren wenn es rund geht in der Pubertät.
    Und mach dir auch klar, solltet ihr euch trennen, so wirst du vermutlich den Kontakt zum dem Kind verlieren. Er wird niemals dein "Sohn".
    Alles was du machst musst du tun weil du es möchtest, und nicht weil du dafür Dankbarkeit und Lob erwartest (weder von deinem Partner noch vom Sohn). Ich würde den Ball einfach flach halten.
    Du machst das schon richtig....

  5. #15

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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    @dala: Also zwischen der KM und unserem Zuhause liegen nur ein paar Kilometer, so ca. 10 min Autofahrt.
    Das Gute ist auch das es in der Regel keine "Übergabe" zwischen ihr und uns gibt in dem Sinne.
    An unseren Tagen holen wir den Kleinen von der Tagesmutter ab und bringen ihn wieder zur Tagesmutter am nächsten Tag und an ihren Tagen in der Woche bringt und holt sie ihn ab. Es sind auch immer feste Tage in der Woche, abgesehen vom Wochenende das ja Wochenweise wechselt. Aber so haben wir die momentan größtmögliche Konstanz erwirkt.
    Und ich muß auch gestehen für meinen Partner und mich ist es einfacher nicht ständig auf sie zu treffen und für sie sicherlich auch.

    Wir haben auch gewisse Rituale die sich jedes Mal wiederholen, ich habe relativ schnell festgestellt, das er diese auch braucht. Zum Bsp. macht er immer das Licht an wenn wir ins Haus kommen, stellt seine Schuhe immer allein weg und hängt seine Jacke auf.... und unsere erste Aktion ist auch immer das Kaffee kochen. ( er liebt es den Filter zu falten und die Maschine an zu stellen).
    Ja und seit der Weihnachtsmann, eine Küche gebracht hat, kochen wir danach noch einen Kaffee in seiner Küche

    Naja ist schon richtig, es wäre sicher besser wenn der Kleine nicht auch unter der Woche hin und her muß. Nur die Option haben wir leider nicht.
    Leider hat die KM es sich in den Kopf gesetzt wieder Vollzeit arbeiten zu wollen, bei ihren Arbeitszeiten muß sie die Hälfte der Woche bis 19 Uhr arbeiten. Sie hat uns da vor vollendete Tatsachen gestellt in dem sie ihren alten Halbtagsjob kündigte und bei ihrem neuen Arbeitgeber unterschrieb. Und sich danach beschwerte das die Betreuungszeiten der Kindergärten ja so "unflexibel" sind
    Also ist der Kleene an den Tagen wo sie lang arbeiten muß bei uns. Natürlich hat mein Freund damals auch ins Spiel gebracht das der Lütte auch die ganze Woche über immer bei uns ist, nur da war bei ihr kein Durchkommen.
    Ich kann es ja auch verstehen, als Elternteil sein Kind die ganze Woche nicht zu sehen ist sicher sehr hart.
    Nur es hat sie ja keiner gezwungen den neuen Job anzunehmen, finanziell ging es ihr sehr gut.
    Nun ist es leider so das es bei dieser Regelung bleiben muß, aber ich denke auch das es für den Lütten ohne das Hin und Her einfacher wäre.

    @Azurblau69: Nein, Dankbarkeit erwarte ich nicht. Das wäre auch ein falscher Ansatz, da hast du Recht.

  6. #16
    Avatar von brighid
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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    Zitat Zitat von beenie Beitrag anzeigen
    Leider hat die KM es sich in den Kopf gesetzt wieder Vollzeit arbeiten zu wollen, bei ihren Arbeitszeiten muß sie die Hälfte der Woche bis 19 Uhr arbeiten. Sie hat uns da vor vollendete Tatsachen gestellt in dem sie ihren alten Halbtagsjob kündigte und bei ihrem neuen Arbeitgeber unterschrieb. Und sich danach beschwerte das die Betreuungszeiten der Kindergärten ja so "unflexibel" sind
    Also ist der Kleene an den Tagen wo sie lang arbeiten muß bei uns. Natürlich hat mein Freund damals auch ins Spiel gebracht das der Lütte auch die ganze Woche über immer bei uns ist, nur da war bei ihr kein Durchkommen.
    Ich kann es ja auch verstehen, als Elternteil sein Kind die ganze Woche nicht zu sehen ist sicher sehr hart.
    Nur es hat sie ja keiner gezwungen den neuen Job anzunehmen, finanziell ging es ihr sehr gut.
    ich glaube nicht, dass der kindsvater ihr den ausgleich in ihre rente einbezahlen möchte, oder?
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

    es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist. nelson mandela

    auf grosser kaperfahrt für kleine piraten

  7. #17

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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    @brighid : Das ist ein gutes Argument
    Es ging mir dabei ja auch nicht darum das sie vollzeit arbeitet, das kam falsch rüber. Es war einfach die Art und Weise und ihre Hauruckaktion die zu Folge hatte das der kleine Mann jetzt quasi täglich hin und her wechseln muß.
    Denn ich bin überzeugt, sie hätte auch einen Job mit besseren Arbeitszeiten finden können.
    Sicher nicht sofort, das hätte noch gedauert, klar. Aber wie gesagt finanziell hat es erstmal nicht gebrannt.

    Für meinen Partner ist es um so schöner sein Kind eben nicht nur am Wochenende zu sehen, aber ob es für den Kleinen gut ist so viel rumgereicht zu werden, da bin ich mir eben nicht sicher.
    Und wie gesagt mein Partner kann flexibel arbeiten und ich auch viel von zuhause, wir hätten die Betreuung übernehmen können, nur das war dann auch für sie völlig ausgeschlossen.

  8. #18
    Avatar von brighid
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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    wie auch immer- sie ist finanziell von evtl unterhaltszahlungen nicht mehr so abhängig wie vorher.

    und viele mütter gehen wieder voll arbeiten wenn die kinder 3 jahre alt sind.

    manche auch früher.
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  9. #19
    Avatar von brighid
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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    du engagierst dich sehr- aber irgendwie habe ich das gefühl: vorsicht- da lauern auch noch tretminen in dem ganzen geflecht.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

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  10. #20
    Avatar von Signora
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    AW: Und auf einmal bin ich in einer völlig neuen Welt... jetzt hab ich eine Familie

    Zitat Zitat von brighid Beitrag anzeigen
    du engagierst dich sehr- aber irgendwie habe ich das gefühl: vorsicht- da lauern auch noch tretminen in dem ganzen geflecht.


    Dieses Gefühl teile ich.

    Vorsicht sage auch ich. Es ist ein sehr sensibles Geflecht, das sehr leicht ins Ungleichgewicht geraten kann. Ich weiß nicht, wies es sich in deinen Ohren anhört, aber es ist wichtig, jedem seinen Platz zu lassen und auch den eigenen zu kennen.


    PS: Ich gehöre zu denen, die sich anfangs zu sehr engagiert haben.
    Herr, gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Verleihe mir den Mut, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann und schenke mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden!
    ----------------------------------------------------
    Reife ist der Zustand kurz bevor die Verrottung einsetzt (...geklaut...)

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