Hallo liebe BriCom!
Kurz vor dem Fest der Liebe bin ich gerade mächtig genervt und gestresst und hoffe, dass ihr hier mein richtiges Ventil seid. Wenn ich hier falsch sein sollte, gebt mir bitte Bescheid!
Darf ich mich kurz ausko***?
Mein Mann und ich haben neben zwei Vollzeitjobs zwei kleine sehr lebendige Kinder und seine erwachsene Tochter aus erster Ehe. Diese lebt, nachdem sie zunächst bei uns gelebt hat, nun an ihrem Studienort in einer WG. Unser Verhältnis war noch nie besonders leicht, da wir nach einem völlig unterschiedlichen Wertesystem zu leben scheinen.
Mein aktueller Hilferuf an euch beinhaltet folgendes Problem:
Wir hatten bei dem letzten Besuch der Stieftochter vor zwei Wochen vereinbart, dass sie am Samstag vor Weihnachten heim kommt und uns bei den Weihnachtsvorbereitungen bzw. der Kinderbetreuung unterstützt. Außerdem wollten mein Mann und ich das erste Mal seit drei Jahren gemeinsam auf eine Geburtstagsfeier eines Freundes gehen. Die Stieftochter hatte (gegen Bezahlung) zugesagt an dem Abend die Kinder zu hüten.
Nachdem mein Mann sie anrief um zu fragen, wann sie denn jetzt genau käme, gab sie zur Antwort, dass sie erst zum Heiligabend heim kommen wollte, da sich an ihrem Studienort noch irgendwelche Partys aufgetan haben. Auf den Hinweis, dass sie versprochen hatte zu helfen und babyzusitten, sagte sie nur, dass sie nichts versprochen habe. Sie habe nur ev. zugesagt und es sich jetzt halt anders überlegt...
Ich bin natürlich total sauer, da ich dieses Verhalten wenig sozial finde und in meiner Ursprungsfamilie dieses Verhalten nicht denkbar wäre.
Jetzt bin ich nur völlig planlos, wie ich mit meinem Ärger und meiner Wut umgehen soll ohne das komplette Weihnachtsfest (wir bekommen 12 Gäste) mit meiner schlechten Laune zu ruinieren.
Wie soll ich mich der Stieftochter gegenüber, die ich am liebsten gar nicht mehr dabei haben möchte, verhalten??
Der Gedanke, dass sie sich an den gedeckten Festtags-Tisch setzt und dabei noch furchtbar leiden wird, weil wir solch unmögliche Dinge von ihr fordern, widerstrebt mir und ich habe einfach keine Lust mehr, noch mehr zu investieren. (Ist das gewünschte Vorgehen meines Mannes).
Er meint aus der Perspektive eines Vaters zurecht, dass man, egal wie sich die eigenen Kinder verhalten, immer seine Tür für sie offen hält.
Nur ist sie eben nicht MEIN Kind!
Nachdem ich mich bereits tausende Male zurückgenommen habe, immer und immer wieder investiert habe, möchte ich das jetzt nicht mehr. Ich habe aber auch keine Lust, sie darauf anzusprechen, da sie dann in Tränen ausbrechen wird und mich mal wieder als die böse Stiefmutter vor der Familie hinstellen wird.
Irgendwelche grandiosen, wahnwitzigen, neuen Ideen wie ich mich morgen verhalten kann??
Ich wäre euch unglaublich dankbar!
L.-M.











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aber ohne *Vorwarnung*

Dass sie rumeiert, sie hätte nur "vielleicht" zugesagt - Schwamm drüber. Es fiel ihr schwer zu sagen "Ja, stimmt, aber ich möchte eben nicht mehr!". Dazu sind ja die meisten Erwachsenen auch nicht fähig, und erfinden lieber eine Notlüge. Man darf sich Dinge anders überlegen. Doch. Finde ich schon. 


