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  1. #31
    Avatar von donnamobile
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von Galaxy54 Beitrag anzeigen
    Das Zitat war übrigens nicht von mir, sondern von Raratonga, aber ich kann ihren Beitrag zu 100 % unterstreichen.

    Wenn eine Affäre beginnt, ist doch meistens der Verstand ausgeschaltet. Zumindest zeigt sich dann, ob der Gebundene eine Trennung überhaupt in Erwägung zieht oder nicht. Falls ja, nimmt er das Risiko in Kauf und lässt die Zeit für sich arbeiten.
    Sorry mit dem Zitat, da ist etwas schiefgelaufen

    Aber du machst es dir zu einfach. Bei einem ONS ist der Verstand vielleicht ausgeschaltet, aber wer wissentlich und willentlich eine Affäre eingeht, der kann sich nicht mehr darauf berufen. Er setzt seine Familie aufs Spiel. Ich will jetzt gar nicht moralisch werden, aber es passt einfach nicht. Sobald jemand eine Affäre lebt, nimmt er in Kauf, dass seine Kinder und Ehefrau verletzt werden.

    Was wäre denn gewesen, wenn die Ehefrau deines Ex-Geliebten ihren Mann vor die Tür gesetzt hätte? Das Risiko ist er doch eingegangen. Glaubst du wirklich, dass seine Tochter, die jetzt Abitur macht, aus der Bahn geworfen worden wäre? Nicht wirklich, oder?

    Zitat Zitat von amras Beitrag anzeigen
    (...)
    2. Darüber, wie es denn wohl würde, wenn er sich von seiner Frau trennen würde, habe ich viel nachgedacht..Es ist ja auch so, dass es in solchen Situationen wirklich schwer ist, noch klar darüber nachzudenken, was man selbst eigentlich will. Ich habe ihn übrigens nie von mir aus zur Trennung aufgefordert. Es wäre ja illusorisch zu glauben, man könne so genau wissen, ob und wie man dann zusammen leben will. Dazu fehlt einem ja einfach der gemeinsam gelebte Erfahrungshintergrund. Wenn ich versuche, mir darüber klar zu werden...ja, ich glaube, ich würde es versuchen wollen, auch ohne dass das aus einem blinden Anhimmeln resultieren würde. Das Blöde ist halt, dass alles, was in einer "normalen" Beziehung natürlich wachsen könnte und würde (oder eben auch nicht), hier sogleich die Alles-oder-Nichts Frage aufwirft. Einfach der Wunsch mehr Gemeinsamkeit läuft dann eben schon auf diese Familientrennungsfrage hinaus. Und das Leiden unter der einstweiligen Unmöglichkeit von mehr Gemeinsamkeit führt dann dazu, dass sich die Zielstellung Trennung dann eben irgendwie verselbständigt...hm, weiss selbst nicht, ob das jetzt so Sinn macht, was ich da schreibe. Vielleicht - nimmt aber alles nicht weg, dass ich mir schon sehr wünsche, er würde sich trennen und sehr unter dieser Zwischensituation leide...
    (...)
    Sehr gute und sehr richtige Gedanken, liebe Amras. Eine Beziehung auf einer vorherigen Trennung aufzubauen, ist kompliziert. Ein "normales" Kennenlernen ist nicht möglich. Da geht von vornherein alles auf Alles oder Nichts. Ich habe mich ja von meinem 1. Mann getrennt, um mit meinem jetzigen Mann zu leben. Ich oder wir haben verdammt viel Glück gehabt, dass die Beziehung gehalten hat. Jetzt im Nachhinein denke ich mir manchmal, woher ich damals die Zuversicht nahm. So ein Start macht vieles so viel schwerer, nochmals würde ich das nicht machen, glaube ich.

    Meine Affäre ging damals übrigens nur 4 Monate, ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich mich nach vier Jahren auch zu einem solchen Schritt entschlossen hätte. Das geht nur im Überschwang der Gefühle, denke ich.
    bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb

    Liebe ist nicht Schicksal, Liebe ist Wachstum




  2. #32
    Avatar von Horus
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    "alle glücklichen [Beziehungen] ähneln einander, jede unglückliche aber ist auf ihre eigene Art unglücklich"
    Das ist nur die eine Sicht der Dinge. Der Satz stimmt nämlich andersrum genauso: Jede glückliche Beziehung ist auf ihre ganz beondere eigene Art glücklich und alle unglücklichen Beziehungen ähneln sich. Jedenfalls alle Geliebte-eines-gebundenen-Mannes-Beziehung.

    Was ist an deiner so anders als an all den anderen, die hier geschildert werden? Lass mich mal das Schema skizzieren, mit eher drastischen Worten:
    Verheirateter Mann macht sich an ungebundene Frau heran, ihr schmeichelt das, obwohl der Verstand nein sagt, er kriegt sie ins Bett, der Sex ist gut genug, damit er den immer wieder mal haben möchte, aber ohne Beziehung, denn das hat er ja schon und denkt nicht daran, das zu ändern. Bei ihr wachsen die Gefühle, sie hofft auf mehr, drängt ihn, die Beziehung aufzugeben und mit ihr eine neue anzufangen, er findet tausend Gründe, weshalb das nicht geht (inklusive natürlich das Argument mit den Kindern - was für ein Quatsch. Ich bin selber Scheidungskind, aber weder mein Bruder noch ich sind davon traumatisiert), schwört aber, die Geliebte wirklich zu lieben, sie lässt sich immer wieder einlullen, kauft ihm seine Nicht-Trennungsgründe ab, hofft, dass sich das mal ändert, irgendwann erhöht sie den Druck sosehr, dass er sie ruhig stellt mit der Behauptung, er habe mit seiner Frau geredet und sie sei einverstanden (eine Aussage, die sie natürlich nicht verifizieren kann), sie hofft und leidet, er geniesst den Sex mit der einen und die stabilen Verhältnisse mit der anderen Frau ...

    Was, bitte, ist daran so einmalig?

    Wie so was endet, ist auch klar: entweder, sie spielt das Spiel jahrelang mit, hofft, liebt und leidet und verliert immer mehr von ihrer inneren und äusseren Freiheit - oder sie zieht einen Strich und beendet es, was er bedauert aber nicht wirklich tief betrauert, denn er hat ja seine Beziehung immer noch und Frauen, die sich von seiner Aufmerksamkeit geschmeichelt fühlen, gibt es genug.

    So läuft das. Ich kenne einen einzigen Fall, in dem es anders gelaufen ist. Aber da hat es 14 Jahre gedauert, bis der Mann die Trennung wirklich durchgezogen und sich für die Geliebte entscheiden hat. Heute sind sie verheiratet und glücklich.
    Es KANN glücklich enden. Aber in 99% der Fälle tut es das nicht.

    Deine Entscheidung, was du willst.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  3. #33

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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    ...
    Geändert von amras (20.10.2012 um 17:19 Uhr)

  4. #34
    Avatar von Raratonga
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Das mit dem Scheidungstrauma ist auch sehr individuell und es kommt extrem auf die Umstände und Art der Trennung an und ob noch "offene Versprechen" den Kindern gegenüber im Raum standen.
    Bei uns war es so, dass mein Ex-Mann durch seine berufliche Selbstständigkeit zeitlich extremst belastet war und die Kinder, besonders die jüngere Tochter, immer auf später vertröstet hat (Zeit für sie, gemeinsame Unternehmungen). Und dann war er plötzlich weg, 400 km, für eine Internet-Bekanntschaft. (Allerdings, das muss ich gestehen, habe ich ihn dann hochkant rausgeworfen, so dass eine Rückkehr undenkbar war. Sonst wäre er vielleicht zurückgekommen.) Das Ganze war ein Schock, den sie nicht verkraftet hat.

    Was den Zeitrahmen eines inneren Ultimatums betrifft, so halte ich 6 Monate für realistisch.
    Trennungs- und Trauerprozesse laufen zwar nicht immer gleich ab, aber nach 6 Monaten sollte schon eine gewisse Ablösung da sein. Wenn dann nicht, dann kommt sie wohl auch nicht mehr.

    Ich selber werde aber nie verstehen, dass man sich auf einen Mann einlassen kann, der abends zu seiner Frau ins Bett steigt und auch alle Urlaube und Feiertage fröhlich mit seiner Familie feiert.
    Auch wenn die Paarbeziehung etwas mau geworden ist, man gehört doch als Familie, zu viert oder hier sogar zu fünft, irgendwie ganz eng zusammen. Die ganzen gemeinsamen Erinnerungen, Geschichten, Feste, Urlaube, Dramen, Krankheiten, Familienfeiern ... das sind doch ganz tiefe innere Bindungen... und die zu lösen nach 30 Jahren, geht das überhaupt ohne tiefe Narben zu hinterlassen?!

    Irgendwie, liebe Amras, wünsche ich Dir, dass Du bald mit einem anderen Mann glücklich wirst - ohne diesen schwierigen Start und ohne diese Altlasten...

    Was ist denn in der Ehe überhaupt Negatives vorgefallen?
    Geändert von Raratonga (13.10.2012 um 21:37 Uhr)

  5. #35
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Amras, was hat sich konkret für dich seit drei Monaten geändert?

  6. #36
    Avatar von schafwolle
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von amras Beitrag anzeigen
    Nun ja, er sprach schlussendlich mit seiner Frau, nicht ohne erbetene "reviews" meinerseits seiner Entwürfe für einleitende sms-Botschaften an sie..).
    Verstehe ich das richtig, dass Du ihn quasi gecoacht hast betreffend seine
    Trennungsgespräche mit seiner Frau?

    Wenn es tatsächlich so war, dann bereitet mir dieser Gedanke - trotz Deiner reflektierten
    Beiträge - wahrlich Übelkeit. Sorry.

  7. #37
    Avatar von mckenzie
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von silberklar Beitrag anzeigen


    was pepps wohl dazu sagen würde? .....

    Pepps benutze mal die selben Worte in ihren Strang
    von amras Ach, wisst Ihr was - mir geht's einfach und ausgesprochen scheisse...



    Ich vermute mal, genau das, was du amras in deinem Einleitungspost so klug formuliert hast: Es gibt ein bestimmtes Schema, das aus Paaren glückliche Paare macht, bei unglücklichen Geschichten ist jede individuell und gaaaaanz anders.


    Amras, wieso liebst du einen Mann der so viel schmarrn mit dir macht? Wäre es nicht an der Zeit mal einen Blick darauf zu werfen, was er da in die auslöst und warum du dorthin rennen mußt wo dich Dunkelheit erwartet?

    Vielleicht kannst du diesen Weg dann anders gehen oder ihn sogar aufgeben. Mach dich an die Arbeit amras. Ich glaube DU bist bereit dazu. Pepps noch nicht, die hat noch eine lange Durststrecke vor sich, nämlich Teil 2 und die folgenden.

    Die geringste Vorraussetzung für einen guten Austausch in einem Forum ist, dass man eine eigene Meinung haben darf.

    Mckenzie

  8. #38

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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von amras Beitrag anzeigen
    Ach, wisst Ihr was - mir geht's einfach und ausgesprochen scheisse...
    Ja, ich glaube ihm, dass er mit seiner Frau geredet hat. Nein, ich weiss nicht wie ernst es ihm mit seiner Bekundung ist, sich trennen zu wollen..weiss er wahrscheinlich selbst nicht.
    Mit dem mir selbst ein inneres Ultimatum setzen - scheint mir ein sinnvoller Angang. Was da ein vernünftiger Zeitrahmen ist - keine Ahnung. Wie gesagt, er hat vor drei Monaten mit seiner Frau geredet, begann dann vor ca vier Wochen, dann aber recht konsistent, zu sagen, dass er keine andere Möglichkeit sieht als die Trennung von seiner Frau anzugehen...keine Ahnung, wie lange ein solcher, auch innerer Prozess dauern kann, bei jemandem, für den das Ganze noch bis vor sechs Monaten ein absolutes Tabu-Thema war. Ist ja zweifelsohne auch so individuell, dass man das kaum wird beurteilen können.
    Neben der Zeitdauermeines inneren Ultimatums..weiss halt einfach nicht mehr, wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll. Bin nunmehr ihm gegenüber meist recht wenig nett,oft zynisch, manchmal verletzlich und verletzt...kann man mir, glaube ich, auch nicht übel nehmen, aber fühle mich halt einfach hundmiserabel, ist aber trotzdem vielleicht nicht besonders hilfreich...
    Sorry, bisschen aus der Stimmung heraus.
    Ich würde ihm gar kein Zeitlimit setzen, sondern den Kontakt abbrechen und mein Leben leben - kann das jetzt so cool sagen aber weiss, dass du im Moment wahrscheinlich nicht so cool damit umgehen kannst, hatte auch mal eine sehr ernste Affäre mit einem verheirateten Mann aber glaube eben gerade deswegen, meinen Senf dazugeben zu können Wenn er sich tatsächlich trennt und zu dir kommen möchte gut..., aber in der Zwischenzeit solltest du die Möglichkeit haben, auch andere Menschen kennen und vielleicht auch lieben zu lernen (ziemlich unwahrscheinlich in deiner jetzigen Stimmung ok, aber wer weiss, zumindest unter andere Leute kommen und vielleicht nette Bekanntschaften machen). Vielleicht beschliesst du sowieso irgendwann, dass du diesen Mann gar nicht mehr willst (haben ja auch schon einige meiner Vorschreiberinnen angedeutet)... Ist jetzt nicht sehr nett, aber ehrlich gestanden finde ich deinen Freund einfach nur erbärmlich: er hatte die letzten Jahre ständig Affären, wollte sich aber nie von seiner Frau trennen. Also das kann er seiner Frau nicht antun? Aber sie jahrelang betrügen kann er? Was ist der Grund für das Scheitern seiner Ehe? Frau versteht ihn nicht, sexuell war's eingeschlafen? Er liebt sie nicht mehr aber er hatte ihr damals das Eheversprechen gegeben und muss sich jetzt dran halten oder was? Und die Kinder sind für mich auch keine Ausrede. Ich glaube nicht, dass Kinder besser damit zurecht kommen, wenn sie erst später erfahren, das der Vater die Mutter jahrelang betrogen hat, im Gegenteil, der Vater steht als Lügner und Feigling da. Natürlich ist es für Kinder nicht einfach, wenn sich die Eltern trennen -aber so ein Lügengespinst denke ich ist schlimmer, gerade für einen Teenager.

    Ich wünsche dir alles Gute, pass auf dich auf - Calvin

  9. #39
    Avatar von mckenzie
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von schafwolle Beitrag anzeigen
    Verstehe ich das richtig, dass Du ihn quasi gecoacht hast betreffend seine
    Trennungsgespräche mit seiner Frau?

    Wenn es tatsächlich so war, dann bereitet mir dieser Gedanke - trotz Deiner reflektierten
    Beiträge - wahrlich Übelkeit. Sorry.
    Ekelhaft wirklich, aber im Gegenteil von amras glaube ich nicht, dass der Mann mit seiner Frau gesprochen hat.

    Die geringste Vorraussetzung für einen guten Austausch in einem Forum ist, dass man eine eigene Meinung haben darf.

    Mckenzie

  10. #40

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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von donnamobile Beitrag anzeigen
    Was wäre denn gewesen, wenn die Ehefrau deines Ex-Geliebten ihren Mann vor die Tür gesetzt hätte? Das Risiko ist er doch eingegangen. Glaubst du wirklich, dass seine Tochter, die jetzt Abitur macht, aus der Bahn geworfen worden wäre? Nicht wirklich, oder?
    Ich kann nicht sagen, welche Auswirkungen es auf sie gehabt hätte, dafür kenne ich sie zu wenig. Er wollte wegen der Kinder warten, und das habe ich akzeptiert. Auch die Ehefrau wollte ihm aus diesem Grund noch eine Chance geben.
    Alles, was zu besitzen sich lohnt, lohnt auch, dass man darauf wartet.

    Marylin Monroe, US-Schauspielerin (1926-1962)

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