Ich glaube ihm nicht, dass er was erzählt hat.
Bzw. hat sich was für dich verändert?
Ich glaube ihm nicht, dass er was erzählt hat.
Bzw. hat sich was für dich verändert?
Das ist aber leider eine Fehleinschätzung der Realität. Die Geliebte ist in der Verantwortung gegenüber der Familie des Geliebten, auch wenn sie persönlich es nicht so sieht oder sehen möchte.
Und in meinem Umfeld habe ich es noch kein einziges Mal beobachtet, dass bei einer Trennung in der Pubertät (besonders wenn eine dritte Person der Auslöser war - ich sage bewusst nicht "der Grund") das Verhältnis zum Jugendlichen unbelastet blieb - vom Umgang mit dem neuen Partner mal ganz abgesehen.
Der Mann, den du beschreibst, hat seit 30 Jahren eine Hauptbeziehung und immer wieder lange dauernde Nebenbeziehungen.
Die Familie war bisher für ihn nicht antastbar, war vermutlich für ihn Hafen oder Fixpunkt im Leben.
Menschen die so leben, haben (meistens) Angst vor wirklich tiefer Bindung - aus verschiedenen Gründen. Sie regulieren diese Angst, in dem sie Zweitbeziehungen unterhalten. Sie halten damit beide Frauen in einer gewissen Distanz.
Die Hauptfrau - selbst wenn sie nichts von den Nebenfrauen weiß - kann jederzeit abgelöst werden, sollte sie ihm das Gefühl vermitteln, dass er emotional zu stark von ihr abhängig ist. Die Nebenfrau wird ja durch das Wesen der Affäre auf Distanz gehalten.
Nun scheint der Mann seinen Schwerpunkt verlagern zu wollen. Möglich, dass das gelingt. Wenn er aber seine zugrunde liegenden Muster nicht erkennt UND bearbeitet, wird er nach einer Weile der trauten Zweisamkeit mit dir wohl wieder unruhig werden und diese Unruhe in bewährter Manier "heilen", nämlich mit einer dritten Person.
Du hast den Vorteil gegenüber seiner Ehefrau, dass du ja die Dreierkonstellation bereits kennst und geraume Zeit geduldig mitmachst.
Es stellt sich hier deshalb NUR die Frage: ist es das, was DU willst. Ist das das Leben, das du leben willst?
Ihn kannst du analysieren bis der Arzt kommt - er wird sich ändern oder auch nicht, ganz so, wie es seinen inneren Bedürfnissen entspricht, die ihm bewusst sein können, aber nicht müssen!
Also im Großen und Ganzen isser ja schon ne treue Seele und kein Beziehungs-Hopper - das muss man ihm ja lassen.
Es klang bei dir ja die Thematik an: soll ich nicht zu früh aufgeben, wo ich doch schon so viel investiert habe an Warten, Verständnis und auch Leiden. Das ist die Denke, die die Frauen in der Geliebtenfalle hält! Sie überlegen nicht, wie will ICH leben und wer passt dazu. Sie wählen einen Mann und setzen alles daran, IHN passend zu machen. Mit einer Riesenportion Leidensfähigkeit....
Der Idealfall, ganz sicher. Aber nicht immer ist der gegeben. Und wenn mir als Eltern es so wichtig ist, dass meine pubertierenden Kinder keinen Schaden erleiden, dann gehe ich auch keine Affäre ein mit dem Risiko, dass es auf eine Trennung hinausläuft. So etwas nenne ich dann Konsequenz. Aber eine Affäre haben und gleichzeitig auf treusorgender Vater machen, der seinen Kindern nicht schaden will, nenne ich scheinheilig. Nichts anderes.
Und eine klare Trennung, wo hinterher der Vater dennoch präsent ist, ist für Kinder m.M.n. besser als eine Lügengespinst, das vielleicht oder wahrscheinlich eh eines Tages auffliegt. Bei ganz kleinen Kindern ist es sicher anders, nur frage ich mich, warum dann jemand in so einer Phase überhaupt fremdgeht. Aber sobald Kinder größer sind, selbst entscheiden können, vielleicht sogar mit dem Vater mitgehen können, selbst Zug fahren können etc.pp, glaube ich nicht, dass eine Trennung irrreversible Schäden hervorruft.
Und eine Therapie zum Verarbeiten gewisser Lebensumstände brauchen/bräuchten viele, nicht nur Menschen, deren Eltern sich in der Pubertät getrennt haben. Ehrlichkeit und Offenheit sind die besten Begleiter für Kinder, auch wenn es schmerzhaft sein sollte manchmal.
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Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein
Voltaire
Es gibt zwei Theorien, wie man mit Frauen diskutieren kann - keine von beiden funktioniert.
unbekannt
Das Zitat war übrigens nicht von mir, sondern von Raratonga, aber ich kann ihren Beitrag zu 100 % unterstreichen.
Wenn eine Affäre beginnt, ist doch meistens der Verstand ausgeschaltet. Zumindest zeigt sich dann, ob der Gebundene eine Trennung überhaupt in Erwägung zieht oder nicht. Falls ja, nimmt er das Risiko in Kauf und lässt die Zeit für sich arbeiten.
Alles, was zu besitzen sich lohnt, lohnt auch, dass man darauf wartet.
Marylin Monroe, US-Schauspielerin (1926-1962)
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Geändert von amras (20.10.2012 um 17:19 Uhr)
Möglicherweise hat er tatsächlich mit ihr gesprochen, aber was da jetzt genau los ist (will heißen: besprochen wurde und noch wird), weißt du ja letztendlich auch nur von ihm...und das muss eben nicht zwangsläufig der Wahrheit entsprechen - was du ja anscheinend auch vermutest.
Wann soll das Gespräch mit seiner Frau (siehe oben) denn stattgefunden haben? Und was genau hat sich seitdem -für dich- geändert/verbessert?Ich muss "Verständnis" aufbringen. Zunächst, weil die Situation so frisch war, dann, weil mehr als ein einmal wöchentliches Zusammensein eben einfach noch nicht zumutbar sei, die Wochenenden wegen der Ahnungslosigkeit der Kinder ohenhin nach wie vor tabu seien etc etc.
Naja. Du weißt -wie gesagt- nicht, was da abläuft. Ich halte es für ziemlich wahrscheinlich, dass er sie hinhält. Genauso, wie er es mit dir ja auch macht. Oder sie hat nun die Schnauze voll, will sich trennen...und er sucht das zu verhindern, indem er sie vertröstet. Kommt für dich aber im Grunde genommen aufs Selbe raus.Mittlerweile sei das Thema "Trennung" zwar auf dem Tisch, aber er möge und könne die andere Seite nicht auf schäbige Weise fallen lassen..
Verständlich...Unterdessen leide ich undendlich und weiss nicht mehr, was ich glauben soll und was nicht.
Hinhaltetaktik, meiner Meinung nach. Und vermutlich auch dem Zweck dienend, dass du nicht hinterfragst & in Zweifel stellst. Das ist für ihn doch sehr viel bequemer.Er sagt, dass mein Vertrauen ihm undendlich wichtig sei und dass er ohne das keinen Sinn im Weiterverfolgen unserer Zukunft sehe.
In beiden Fällen wärst du unglücklich, im Fall der Trennung von diesem Mann würde sich deine Leidenszeit aber mit Sicherheit deutlich verkürzen.Ich bin sehr unglücklich, aber ihn zu verlieren, würde mich auch sehr unglücklich machen...
Theorie ist, wenn man weiß wie es geht und nichts funktioniert - Praxis ist, wenn alles klappt und keiner weiß warum.
Geändert von Sandra71 (13.10.2012 um 18:25 Uhr)
Theorie ist, wenn man weiß wie es geht und nichts funktioniert - Praxis ist, wenn alles klappt und keiner weiß warum.
Ich denke, @achwoher meint keine Beziehungsunsicherheit; denn dass dein OdB eine Beziehung führen kann, beweist sein Lebenslauf ja. Sie spricht von bindungsphobischen Mustern. Das ist ein ganz anderes Feld - und keines, das sich im zwarten Alter von 50 Jahren noch irgendwie ändern wird.
Da hast du den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich will ja jetzt nicht wieder von der guten alten Forumsmähr des Narzissten im Allgemeinen und Besonderen daherkommen, aber raten würde ich dir dennoch, deine eigenen Gefühle mal ganz gepflegt ernst zu nehmen.
Und schau doch auch einmal - bei dieser Gelegenheit - was so mit deinen eigenen Bedürfnissen ist. Deine alte Beziehung verlief voller Streit und Auseinandersetzung, auch die Trennung lief eher in Unfrieden ab. Hast du selbst vielleicht auch so einen kleinen Hang zum Abstandhalten?
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Ich glaube, dass man dem Leben die Bedeutung andauernder Geburt und beständiger Entwicklung zuschreiben kann.
(Erich Fromm)