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  1. #11
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von amras Beitrag anzeigen
    Gibt es Eurer Ansicht nach denn irgendetwas, was ich tun könnte, um besser zu verstehen, ob ich mir/er mir etwas vormacht oder nicht???
    Ja, schau dir das an, was der Mann seit Jahren tut:
    Er hat seit Jahren immer eine Nebenbeziehung, ich würde mich fragen, ob er sich überhaupt nur auf 1 Beziehung einlassen kann, die er gut gestalten will. Interessant finde ich in dem Zusammenhang auch, dass er jetzt von "schäbig" spricht, wenn es um seine Trennung geht, dass er aber weit weg davon ist, sein jahrelanges Doppelleben auch so zu bezeichnen. Sprich: das Doppelleben ist normaler für ihn als eine Trennung und eine klares Bekenntnis zu einer Frau - entweder zu seiner oder zu einer nächsten.

    Ich gehe davon aus, dass er vor allem sich selbst etwas vormacht und er noch nicht mal merken würde, wenn ihn seine Frau rausschmeißt. Hat sie ja auch - er soll sich eine eigene Wohnung suchen. Er wird weiterhin sagen, er will sie nicht schäbig verlassen. Frag ihn mal, was er mit schäbig genau meint.

    Lest zusammen das oben genannte Buch von Hans Jellouscheck: Die Rolle der Geliebten in der Dreiecksbeziehung. Das hat Kronleuchterqualitäten. Auch was dich selbst und die zugehörige Ehefrau angeht. Danach weißt du, in welche Richtung für dich dein Leben in Sachen Beziehung weitergehen soll.

    Du musst außerdem davon ausgehen, dass eure Beziehung sich genau deshalb an einigen Stellen sehr intensiv und an anderen Stellen so unangenehm für dich entwickelt hat, gerade WEIL ihr diese Beziehung zu dritt habt. Falls es zu zweit funktionieren sollte - was ich für unwahrscheinlich halte bei seiner Historie, falls er nicht selber auf den Trichter kommt, sich sehr intensiv mit sich und seiner bisherigen Beziehungsgestaltung auseinandersetzen zu müssen - kannst du damit rechnen, dass es sich zu zweit ganz anders entwickelt als es bisher war, du wirst nicht viel von dem, was bisher war, fortschreiben können. Packt er die Veränderung wirklich (auf was im Moment nichts hindeutet, sonst würde er den Schubs seiner Frau anders nutzen), wird er sich auch verändern weil es eine massive Lebensveränderung für ihn darstellt. Ob es dann noch passt, wäre die nächste Frage, die die Zeit zeigt.

    Außerdem gäbe es für dich selbst einiges an eigener Veränderung. Du kannst nicht davon ausgehen, dass es dir selbst holperfrei gelingt.
    Geändert von kubus (13.10.2012 um 13:24 Uhr)

  2. #12

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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Eigentlich hast du ja schon den Beweis, dass es ihm vornehmlich darum geht, wie er vor dem jüngsten Kind da steht, wenn er die Familie verläßt und sich eine Wohnung nimmt. Er hat die "Freigabe" der Ehefrau, um sich über seine Gefühle klar zu werden, aber er handelt nicht danach. Ich denke, er will das seinem Kind (noch) nicht antun.
    Alles, was zu besitzen sich lohnt, lohnt auch, dass man darauf wartet.

    Marylin Monroe, US-Schauspielerin (1926-1962)

  3. #13
    Avatar von Letstalk
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von kubus Beitrag anzeigen
    Lest zusammen das oben genannte Buch von Hans Jellouscheck: Die Rolle der Geliebten in der Dreiecksbeziehung.
    Das hat Kronleuchterqualitäten.
    Ja: "Kronleuchterqualitäten" ist das treffende Wort für das, was einem da alles aufgeht

  4. #14
    Avatar von Raratonga
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    @ Kubus:

    Das ist sehr bedenkenswert, was Du schreibst, Kubus! So wird es sein.
    Damit die TE aber nicht das Gefühl hat, sie hätte eine Chance vergeben, indem sie vorschnell - am Anfang einer potentiellen Entwicklung - aufgibt, halte ich die Idee eines Zeitlimits für gut.

    Schließlich erkennt man letztlich die Gesinnung eines Menschen an dessen Taten und nicht an schönen Worten!

  5. #15
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Danke,

    was ich auf der Seite der Frauen - also auf Seite der Ehefrau und amras - interessant finde, ist die Einigkeit in Sachen "Harem". Genau deshalb wird das Buch passen, wie die Faust aufs Auge.
    Vordergründig ist es einfach, dem Mann das Wort abschätzig vor die Füße zu werfen und ihn aufzufordern, daran etwas zu ändern. Auf den zweiten Blick ist es aber ausgerechnet "das Harem", das die Verantwortung von sich weist, es selbst zu sein und genau diese Beziehung, so wie sie ist, mitzubilden.

  6. #16
    Avatar von donnamobile
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von Galaxy54 Beitrag anzeigen
    Eigentlich hast du ja schon den Beweis, dass es ihm vornehmlich darum geht, wie er vor dem jüngsten Kind da steht, wenn er die Familie verläßt und sich eine Wohnung nimmt. Er hat die "Freigabe" der Ehefrau, um sich über seine Gefühle klar zu werden, aber er handelt nicht danach. Ich denke, er will das seinem Kind (noch) nicht antun.
    Für was Kinder alles herhalten müssen. Dass jemand sich nicht trennen will, aus welchen Gründen auch immer, kann ich noch akzeptieren. Aber diese Kindernummer finde ich nur noch schäbig.

    Zum Harem:

    Ich machte vor kurzem Urlaub in einem islamischen Land und sah auch viele Residenzen, wo die damaligen Herrscher mit ihrem Harem gelebt haben. Das war vollkommen normal und neben Hauptfrau und Nebenfrauen gab es auch noch viele Konkubinen. Einem Mann vorzuwerfen, er würde sich einen Harem halten, ist kein Vorwurf, sondern doch eher Schmeichelei. Welcher Mann hätte nicht gern einen Harem? Wenn er sich es leisten kann und die Frauen zufrieden damit sind.

    Wenn du Amras als Nebenfrau zufrieden bist und die Ehefrau deines Geliebten dich als Nebenfrau duldet, kann das noch ewig so weitergehen. Ob er sich ganz zu dir bekennt und seine Ehefrau verlässt, bezweifle ich. Zu sehr und zu lange hat er sein bisheriges Muster gelebt, verheiratet zu sein und gleichzeitig immer eine Affäre nebenbei laufen zu haben. Warum sollte er das ändern?
    bbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbbb bbbb

    Liebe ist nicht Schicksal, Liebe ist Wachstum




  7. #17

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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von donnamobile Beitrag anzeigen
    Für was Kinder alles herhalten müssen. Dass jemand sich nicht trennen will, aus welchen Gründen auch immer, kann ich noch akzeptieren. Aber diese Kindernummer finde ich nur noch schäbig.
    Das lässt sich als Frau gut sagen, für die Mütter ändert sich doch in den meisten Fällen nichts bezüglich Alltag mit den Kindern. Das kann für Andere eine größere Rolle spielen als für dich, donnamobile.
    Alles, was zu besitzen sich lohnt, lohnt auch, dass man darauf wartet.

    Marylin Monroe, US-Schauspielerin (1926-1962)

  8. #18
    Avatar von Raratonga
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Mir ist noch was eingefallen:

    Die jüngste Tochter ist 15. Sie ist mitten in der Pubertät. Das ist in der Tat ein sehr ungünstiges Alter, die Familie zu verlassen. Mädchen in dem Alter trifft es ganz fürchterlich, das sehe ich bei meiner Tochter. Sie ist jetzt 21, und hat immer noch nicht verkraftet, dass der Vater gegangen ist. Sie braucht jetzt eine Therapie.
    Wenn die Kinder kleiner sind, ist es sogar noch besser und natürlich erst recht, wenn sie erwachsen sind.

    Vor diesem Hintergrund würde ich ihn keinesfalls mehr unter Druck setzen, auszuziehen, sondern mich entweder sofort trennen oder aber einen ganz langen Atem haben. Aber in Eurer Geschichte hängen einfach noch mehr Menschen mit drin, und zwar solche, die für ihre gesunde seelische Entwicklung und altersgemäße Ablösung ihn genau jetzt noch essentiell brauchen.

    Außerdem ist es für Jugendliche und auch junge Erwachsene durchaus nicht egal, weshalb sich die Eltern trennen. Wenn es jahrelang Zoff und Unfrieden oder sogar Gewalt gab, ist es für sie nachvollziehbar - nicht jedoch, wenn einer vermeintlich was Besseres gefunden hat. Dann kann es sein, dass sie aus Solidarität mit dem verlassenen Elternteil den Kontakt zu dem anderen komplett abbrechen. Das habe ich schon mehrmals beobachtet. Für alle Beteiligten ist dieses Zerwürfnis auf Dauer sehr belastend. Für die jungen Leute ist es aber nicht mehr traumatisch wie in der Pubertät, sondern lediglich tragisch...

    P.S.: Jugendliche brauchen es, dass sie sich von den Eltern ablösen und nicht umgekehrt. Wenn die Eltern zuerst gehen, wird dieser Prozess unterbrochen - mit unabsehbaren Folgen.

  9. #19

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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    Mir ist noch was eingefallen:

    Die jüngste Tochter ist 15. Sie ist mitten in der Pubertät. Das ist in der Tat ein sehr ungünstiges Alter, die Familie zu verlassen. Mädchen in dem Alter trifft es ganz fürchterlich, das sehe ich bei meiner Tochter. Sie ist jetzt 21, und hat immer noch nicht verkraftet, dass der Vater gegangen ist. Sie braucht jetzt eine Therapie.
    Wenn die Kinder kleiner sind, ist es sogar noch besser und natürlich erst recht, wenn sie erwachsen sind.

    Vor diesem Hintergrund würde ich ihn keinesfalls mehr unter Druck setzen, auszuziehen, sondern mich entweder sofort trennen oder aber einen ganz langen Atem haben. Aber in Eurer Geschichte hängen einfach noch mehr Menschen mit drin, und zwar solche, die für ihre gesunde seelische Entwicklung und altersgemäße Ablösung ihn genau jetzt noch essentiell brauchen.

    Außerdem ist es für Jugendliche und auch junge Erwachsene durchaus nicht egal, weshalb sich die Eltern trennen. Wenn es jahrelang Zoff und Unfrieden oder sogar Gewalt gab, ist es für sie nachvollziehbar - nicht jedoch, wenn einer vermeintlich was Besseres gefunden hat. Dann kann es sein, dass sie aus Solidarität mit dem verlassenen Elternteil den Kontakt zu dem anderen komplett abbrechen. Das habe ich schon mehrmals beobachtet. Für alle Beteiligten ist dieses Zerwürfnis auf Dauer sehr belastend.

    P.S.: Jugendliche brauchen es, dass sie sich von den Eltern ablösen und nicht umgekehrt. Wenn die Eltern zuerst gehen, wird dieser Prozess unterbrochen - mit unabsehebaren Folgen.
    Alles, was zu besitzen sich lohnt, lohnt auch, dass man darauf wartet.

    Marylin Monroe, US-Schauspielerin (1926-1962)

  10. #20
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    AW: Noch so eine Geschichte - verheirateter Freund

    Zitat Zitat von Raratonga Beitrag anzeigen
    P.S.: Jugendliche brauchen es, dass sie sich von den Eltern ablösen und nicht umgekehrt. Wenn die Eltern zuerst gehen, wird dieser Prozess unterbrochen - mit unabsehbaren Folgen.
    Theoretisch mag das stimmen, praktisch im Einzelfall kommt es drauf an, was die Eltern bisher vorgelebt haben und wie die Einzelbeziehung zum Kind aussieht - und wie die jeweils bei einer Trennung der Eltern fortgeführt wird, nicht jede Trennung ist gleichbedeutend damit, dass das Eltern-Kind-Verhältnis plötzlich zerstörerisch kaputt geht. Ich finde, das ist auch nur dann Thema "einer Geliebten" wenn sie sich überhaupt in der Verantwortung gegenüber der Familie ihres Liebhabers sieht.
    Das scheint hier nicht so zu sein. Die Kiste läuft seit 3 Jahren.

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