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  1. #1

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    gemischte Gefühle nach Trennung

    Ich habe hier viele Beiträge gelesen, die mir richtig weitergeholfen haben und mir gezeigt haben, dass manche Muster sich bei den unterschiedlichsten Beziehungen wiederholen.

    Kurze Geschichte, wie ich sie hier mehrmals gelesen habe:
    Vor zweieinhalb Jahren traf ich einen alten Bekannten, geschieden, drei Kinder. Wir verstanden uns wunderbar, wußten, wir wollten den Rest des Lebens miteinander verbringen.....

    Nach drei Monaten gestand er mir in einem ernsten, von ihm erbetenen Gespräch, dass er vor drei Jahren noch einmal geheiratet habe. Es sei ein Fehler gewesen... Seine Frau hatte er seit anderthalb Jahren nicht mehr gesehen. Er wolle die Trennung einleiten usw.
    Zwischen seinem und dem Wohnort seiner Frau liegen 3000 km, also konnte ich diesen Teil glauben. Aber wenn ich die anderen Threads hier lese, ist das nicht eigentlich wichtig.

    Nach einem halben Jahr fuhr er dorthin mit dem Ziel einer Trennung und kam zurück als veränderter Mensch. Murmelte irgendwas von "klappt nicht so..." "dauert noch...." usw.

    Jetzt sind wir zwei Jahre weiter und bis heute hat sich an der Ehe nichts geändert und unsere Beziehung ist immer weiter den Bach runtergegangen. Letzter Stand: er ist einfach nicht mehr aufgetaucht.

    Ich stehe hier und mache mir einen Haufen Selbstvorwürfe und möchte Euch fragen, ob es Euch auch manchmal so ging, vor allem, warum erkennt man klare Zeichen nicht?

    Zunächst mache ich mir massive Vorwürfe, dass ich mich immer wieder habe hinhalten lassen, wie kann das sein?
    Jedes Mal wenn er zuletzt auftauchte, drehte er den Spieß um und sagte z.B. "warum rufst Du nie an", war aber selber nur erreichbar, wenn er Lust hatte.
    Fast immer, wenn ich versuchte, endlich zu erfahren, wie es weitergeht, kamen Sprüche wie " es ist fast geschafft..." "ich habe so einen Haufen Probleme im Moment, da mußt Du hier noch so einen Streß machen...."

    Ich habe hier viele Sachen gelesen, die mir weitergeholfen haben, wie: einer von zehn trennt sich wirklich oder warum sollte er sich trennen, wenn es doch auf diese Weise gut läuft. Dass man ihm ganz wunderbar in den Kram passt, weil man sich die Ohren vorjammern läßt.





    .
    Geändert von Brunhilde99 (23.06.2012 um 12:50 Uhr)

  2. #2

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    AW: gemischte Gefühle nach Trennung

    Zitat Zitat von Brunhilde99 Beitrag anzeigen
    Ich habe hier viele Sachen gelesen, die mir weitergeholfen haben, wie: einer von zehn trennt sich wirklich oder warum sollte er sich trennen, wenn es doch auf diese Weise gut läuft. Dass man ihm ganz wunderbar in den Kram passt, weil man sich die Ohren vorjammern läßt.
    Was genau möchtest Du denn von diesem Mann?
    Ihn heiraten?
    Er ist "nur" nicht geschieden, weil es offenbar nicht so ganz einfach ist, wenn man 3000 km auseinander wohnt.
    In welchem Land lebt seine Frau? Ist er Deutscher?

    Mir erschließt sich gerade nicht, was Du willst.
    Die Frau ist weit weg.

    Ihr unterhaltet Euch murmelnd? Verstehe ich nicht so ganz.
    Mir scheint, dass weder er noch Du darauf aus ist, Euch auf irgendwas einzulassen.
    Habe ich Recht?

    Wie stellst Du Dir die Zukunft mit diesem Mann vor? Einem nicht sprechenden? Einem murmelnden?

  3. #3
    Avatar von Chris13
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    AW: gemischte Gefühle nach Trennung

    Brunhilde, ich meine, deine Gedanken verstehen zu können, aber auf den Punkt gebracht hast du dein Problem nicht wirklich.

    Ist es, dass er die Scheidung hinauszögert, oder sind es andere Gründe? Weshalb ist eure Beziehung den Bach runter? Warum taucht er nicht mehr auf? Was habt ihr für Stress miteinander?

    Ganz ehrlich, ich würde auf ihn nicht bauen. Was willst du mit Einem, der sich aus dem Staub macht?
    Chris

  4. #4

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    geschockt AW: gemischte Gefühle nach Trennung

    Ihr habt recht, Ihr beiden: was will ich?
    Das versuche ich gerade herauszufinden....

    Bevor ich hier manche Beiträge gelesen habe, habe ich gedacht, nur bei mir läuft es so und hab mir alles gefallen lassen. Erstaunlicherweise habe ich aus anderen Threads erfahren, dass manche Muster gleich ablaufen und was suche ich, vielleicht ein paar hilfreiche Gemeinplätze?

    Im Moment versuche ich den inneren Abstand zu finden, vielleicht tut es ganz gut, zu hören "was willst Du von Einem, der sich aus dem Staub macht", statt "jetzt bin ich endlich mal wieder hier und Du mußt gleich wieder Streß machen..." (da sollten einem eigentlich alle Alarmglocken angehen)-
    Die Geschichte hab ich erzählt, weil ich nach zweieinhalb Jahren einerseits die Hoffnung aufgegeben habe, mich ihm andererseits "verpflichtet" fühle, weil er ja einiges in die Wege geleitet hat. Und selbst dessen bin ich nicht mehr sicher, weil er vor sich "hinmurmelt", auf klare Fragen unklare Antworten gibt.

    Immer wieder höre ich bei meinen Freundinnen "aber der arme Kerl, man muß ihm doch helfen", wenn sie von ihren eigenen Männern sprechen. Vergessen wir alle, das auch sie erwachsen sind?

    Und der andere Strang ist: persönlich möchte man es keinem erzählen, weil man sich nur blöd und blauäugig vorkommt, da kann ich die Schläge hier - hoffentlich - besser vertragen.... Geht es anderen nicht auch so?

  5. #5
    Avatar von Chris13
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    AW: gemischte Gefühle nach Trennung

    Weshalb erwartest du hier denn ?

    Wie war denn eure Beziehung? Habt ihr zusammengewohntr?

    Und wann bzw. warum hat er sich vom Acker gemacht?
    Chris

  6. #6
    Avatar von schlaflos68
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    AW: gemischte Gefühle nach Trennung

    Ich verstehe nur Bahnhof
    Ich glaube, dass man dem Leben die Bedeutung andauernder Geburt und beständiger Entwicklung zuschreiben kann.

    (Erich Fromm)

  7. #7

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    AW: gemischte Gefühle nach Trennung

    Also, das war so:

    als wir uns vor zweieinhalb Jahren (wieder)getroffen haben, begann eine wunderschöne Zeit, das schönste halbe Jahr meines Lebens. Wir wußten, das wir den Rest des Lebens zusammenbleiben wollten. Wir konnten stundenlang reden, unternahmen viel zusammen, hockten aber nicht immer nur aufeinander und ließen dem anderen auch Freiraum. Das war auch notwendig, er hatte seine drei Kinder, die er alle 14 Tage sah, ich meine Tochter, die aber immer öfter eigener Wege ging. Beide arbeiten wir ganztags und haben etwas stressige Arbeitsstellen. Das Vertrauen zum anderen war da und - hmmmm - die großen Gefühle. Es stimmte einfach alles, war fast zu schön, um wahr zu sein.
    Dann fuhr er zu seiner Familie, in die Stadt, in der auch seine Frau wohnte, wollte die Trennung einleiten. Kam zurück und war völlig verändert. Plötzlich fand er ständig Dinge zu Meckern und hatte oft schlechte Laune.
    Auf die Frage, was passiert war, kamen keine klaren Antworten, nur dieses "es hat nicht so geklappt" usw. Erst mal zeichnete sich keine Lösung ab.

    Wir waren hier zusammen, sahen uns manchmal 2 Tage die Woche, manchmal nur alle 14 Tage.
    Ich wußte, ich hatte DEN Mann meines Lebens getroffen und hoffte auf bessere Zeiten.Wir machten so weiter wie bisher, aber die Beziehung hatte einen Knacks bekommen.
    Nach einem Jahr fuhr er wieder dorthin, kam zurück mit dem Kommentar "geht immer noch nicht".

    Irgendwann fing es an, dass mir einerseits diese Unverbindlichkeit und die unklaren Aussagen total an die Nieren gingen. Ich hatte das Gefühl, meine Liebe bröckelt immer mehr. Mehrmals habe ich versucht, für mich einen Strich unter das Ganze zu ziehen.
    Wir trafen uns immer seltener, von mir selber zeigte ich keine Iniative mehr, weil ich das alles als hoffnungslos ansah. Und dann, wenn ich nach 3 oder 4 Wochen endlich meinen Seelenfrieden, den Abstand wiedergefunden hatte, tauchte er wieder auf und ich ließ mich immer wieder einwickeln. Dann kamen die Kommentare "nach all den Schwierigkeiten" und "es dauert doch nicht mehr lang". Und jedesmal dieses "die Situation würde ihn so runterziehen, dass er mich nicht reinziehen wollte und deshalb nicht gekommen ist."

    Wenn man das so nüchtern hinschreibt, kommt auch mir die Frage: was soll da noch kommen?

    Ich hab ein schlechtes Gewissen, weil ich all die "Schwierigkeiten", die er jetzt hat, verursacht habe und nicht mehr die Liebe und das Vertrauen aufbringen kann, dass das noch etwas wird. Männer reden nicht, ok, aber mit einer so unklaren Situation, in der sich gar nichts bewegt, geht das tiefste Gefühl verloren, oder nicht?

    Und im Moment versuche ich mich dafür zu wappnen, für den Tag, an dem er wieder vor mir steht...... Und da wünsch ich mir händeringend ein paar gute Ratschläge!

  8. #8

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    AW: gemischte Gefühle nach Trennung

    Zitat Zitat von Chris13 Beitrag anzeigen
    Weshalb erwartest du hier denn ?

    Wie war denn eure Beziehung? Habt ihr zusammengewohntr?

    Und wann bzw. warum hat er sich vom Acker gemacht?
    Wenn ich das so hinschreibe, warte ich schon auf den Aufschrei: Mensch, wie kann man nur soooo blöd sein!
    Und dann lese ich von anderen Frauen, die sich genauso einwickeln lassen und denken, der arme Mann!
    Da hab ich mich dann nicht mehr ganz so elend gefühlt.

  9. #9
    gesperrt
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    AW: gemischte Gefühle nach Trennung

    ich versteh auch nur bahnhof!

  10. #10

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    AW: gemischte Gefühle nach Trennung

    Zitat Zitat von Brunhilde99 Beitrag anzeigen
    Letzter Stand: er ist einfach nicht mehr aufgetaucht.

    Ich stehe hier und mache mir einen Haufen Selbstvorwürfe und möchte Euch fragen, ob es Euch auch manchmal so ging, vor allem, warum erkennt man klare Zeichen nicht?

    Fast immer, wenn ich versuchte, endlich zu erfahren, wie es weitergeht, kamen Sprüche wie " es ist fast geschafft..." "ich habe so einen Haufen Probleme im Moment, da mußt Du hier noch so einen Streß machen...."
    Gut er ist nicht mehr aufgetaucht, dann lass ihn doch in seiner Versenkung.

    Man erkennt manche Zeichen erst später, wenn die Sache aufgeflogen ist und Ungereimtheiten, welche einem aufgefallen sind, plötzlich hoch kommen und eingeordnet werden können und somit dann unter dem richtigen Oberbegriff hoffentlich abgelegt werden können und nicht zu ständigen weiteren Grübeleien führen.

    Er kann und will eben aufgrund seiner Persönlichkeit nichts ändern, fühlt sich ggf. verpflichtet, hat Ängste sein Umfeld, seine Familie zu verlieren und kann ggf. nicht mal wirklich selbst darüber sprechen, weil er so klar nicht ist. Und klar, wenn Du unbequeme Fragen stellst, dann stresst Du.

    Du warst ggf. ein schöner und bequeme Fluchtort für ihn und ihm nie nah genug, kanntest ja sein wirkliches Umfeld nicht, dass er sich Dir gegenüber anders vielleicht freier zeigen konnte und jetzt ist er zurück und sein altes Ich ist wieder da. Er steckt ggf. voller Widersprüche.

    Tu Dir das doch einfach nicht mehr an. Lenk Dich ab, tu Dir etwas gutes. Achte gut auf Dich!

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