Die erste Ehefrau meines Mannes ist eine Hansi Gauck.
Der einzige Unterschied: Mein Mann hat vor 15 Jahren die Scheidung eingereicht. Die beiden sind geschieden.
Wir sind seit neun jahren verheiratet.
Sie spricht im Familien- und Freundeskreis noch immer von "meinem Mann". In der Öffentlichkeit, wenn sie über ihn spricht, sowieso.
Sie trägt ihren Ehering. Sie "arbeitet" ausschließlich ehrenamtlich. Sie bindet ihn stark in den Kernfamilienkreis (sie, er, die vier erwachsenen Kinder, Schwiegerkinder, Enkel) ein.
Obwohl ich nicht der Trennungsgrund war (mich "gibt" es erst seit 10 Jahren), werde ich nicht akzeptiert und von allen Familienfeiern und -zusammenkünften ausgeschlossen.
Sie ist die Treue, die Gute, die Aufopferungsvolle. Ich bin die, die die Familie endgültig zerstört hat.











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. Ich renne seit Jahrzehnten jeden Morgen zur Maloche und muss selber schauen, dass ich für mich und mein Kind Moos im Karton habe (ok, der Kindsvater zahlt ein wenig Unterhalt). Für ehrenamtliche Arbeit, für die andere gelobt werden, habe ich keine Zeit und keine Kraft. Aber das nur am Rande. Ist alles richtig so wie es ist, ich kann es aufgrund meines Alters eh nicht mehr ändern. Wie andere Leute als Paar leben (in dem Fall Herr Gauck mit Frau Schadt), das ist deren alleinige Angelegehnheit. Ich habe mein Leben und sie ihres.