Guten Tag,
ein Update: Bin jetzt erst mal wieder beim Neurologen in Behandlung, AU bis 15.06., wird verlängert. Soll jetzt Venlafaxin nehmen, er will auf 150 mg gehen, begeistert bin ich davon nicht. Ende des Monats habe ich einen weiteren Termin bei einer Tagesklinik.
Ich fühle mich minderwertig und voller Schuldgefühle. Kann das einer nachvollziehen? Wenn man nicht so funktioniert, wie die Gesellschaft es verlangt, wird man ja schon schief angesehen. Depressionen sind Scheisse. Hätte ich meinen Kopf unter dem Arm würden alle sagen, oh, Du Ärmste. Es ist zum Kotzen. Ich bin 38 und schleppe diesen Mist seit fast 10 Jahren mit mir herum. Richtig gut ging es mir eigentlich nie. Man rafft sich halt immer auf, schleppt sich durch den Beruf und ist einfach nur abgrundtief müde. Vor 3 Jahren machte ich eine Reha in einer psychosomatischen Klinik, wurde als arbeitsfähig entlassen, obwohl es mir mistig ging.
Es gibt sooo lange Wartezeiten bei den Therapeuten, aber keiner geht offen mit der Erkrankung um. Man hat das Stigma nicht belastbar, "verrückt" auf der Stirn und es ist so schwer, sich nicht minderwertig zu fühlen. Danke, dass ich mich Auskotzen durfte.
Für Tipps, Ratschläge und Aufmunterungen bin ich sehr dankbar.
Ich drücke alle, die mit dieser Erkrankung gebeutelt sind.












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