+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 14
  1. #1

    Registriert seit
    15.01.2012
    Beiträge
    4

    Freund depressiv, fordert immer mehr- ich kann nicht mehr

    Hallo,

    Bin bei meiner Internetsuche hier gelandet und hoffe eigentlich nur auf ein paar Erfahrungen.
    Kurze Zusammenfassung: Ich war 1 1/2 Jahre mit meinem Freund zusammen, mit dem ich bereits vorher viele Jahre sehr gut befreundet war. Als wir zusammenkamen, wurde kurz zuvor bei seinem Vater Krebs festgestellt. Ich habe ihn in der Zeit begleitet, musste oft meine eigenen Bedürfnisse zurückstellen. er hat mich nicht selten versetzt, wofür ich immer Verständnis hatte, haben kaum Zeit zusammen verbracht. Mein Gedanke war immer der, dass es irgendwann auch wieder besser werden würde und dass ich in dieser Zeit nur da sein konnte. Als der Vater im August stab, nach 6 Wochen extremem Leiden, waren Mutter und auch beide Kinder an seinem Bett, es sind keine Fragen offen geblieben. Wir haben uns in der Zeit nicht gesehen. Ich hatte immer ein Ohr, hab immer versucht, für ihn da zu sein. Geweint hat es nie. Ganz selbstverständlich hatte ich mir für die Beerdigung frei genommen, da das für mich selbstverständlich ist. Das war von meinem Freund nicht gewollt, und so fing es dann an und wurde immer schlimmer. Die Aufmerksamkeit, die vorher der Vater bekam, wurde nun auf die Mutter projiziert. Morgens vor der Arbeit hin, abends auch. Er hat sich in der ganzen Zeit erst für seinen Vater, jetzt für seine Mutter unverzichtbar gemacht. Es scheint so, als würde er den Vater ersetzen wollen. Die Mutter hatte sich schnell gefangen, er zieht sich weiterhin zurück. An Freunden ist niemand mehr übrig geblieben. Haben wir uns anfangs noch ein- bis zweimal gesehen, war es zuletzt mal ein Kaffee nach der Arbeit. Auf der Arbeit (wir sind in der gleichen Firma) macht er auf cool, sobald er raus ist, ist da nur noch ein tiefes Loch. ist er bei mir, schläft er ein. An Sex ist gar nicht zu denken. Mir geht es seit November von Tag zu Tag schlechter, ich denke nach, was ich noch machen soll. Ich akzeptiere, dass er Zeit für sich braucht, nehme es hin, wenn er mir immer wieder absagt, mir sagt, er kann zur Zeit nicht mehr geben. Ich beschwere mich nichtmal mehr, rufe auch nicht mehr an, da er eh nur dran geht, wenn er Lust hat. Letzte Woche wollte er dann, dass wir es etwas Piano angehen lassen- noch mehr. Er versteht mittlerweile, dass er ein Problem hat. Aber ich kann mich nicht noch mehr zurück nehmen und hab ihm gesagt, dass ich das nicht kann. Mir geht es mittlerweile selbst extrem schlecht und ich bekomme von ihm keinerlei Aussicht, die mich hoffen läßt. Er will einfach keine Hilfe von mir. Und jetzt ist niemand von den Freunden mehr da. Ich bin durch diese weitere Forderung, die er ganz selbstverständlich äußert, so verletzt und enttäuscht, dass ich es beendet hab. Kann mir zur Zeit auch nach fast 9 Jahren keine Freundschaft mehr vorstellen. ich bin einfach durch und will nicht immer Wieder vor den Kopf gestoßen und ausgegrenzt und weggestoßen werden, auch wenn ich ihn liebe. Vielleicht sieht er das ja irgendwann, falls er sich Hilfe holt. Ich schaff es einfach nicht mehr. Was hätte ich tun können und was hab ich falsch gemacht?

  2. #2
    Avatar von brighid
    Registriert seit
    16.12.2007
    Beiträge
    41.439

    AW: Freund depressiv, fordert immer mehr- ich kann nicht mehr

    grenze dich ab.

    huub buijssen: depression, helfen und sich nicht verlieren. ein ratgeber für freunde und familie. beltz-verlag.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

  3. #3
    gesperrt
    Registriert seit
    22.11.2011
    Beiträge
    1.088

    AW: Freund depressiv, fordert immer mehr- ich kann nicht mehr

    Das Einzige, was du falsch gemacht haben könntest war, dich nicht rechtzeitig abzugrenzen, auf deine Bedürfnisse zu achten, dich zu sehr aufgeopfert hast.

    Dieser Mann ist psychisch krank und du kannst ihm nicht helfen. ER muss einsehen, daß er Hilfe braucht. Die kannst du ihm aber nicht geben, sondern das kann nur ein Fachmann tun.

    Es war ganz richtig, daß du diese Beziehung beendet hast, weil du erkannt hast, daß du daran kaputt gehst. Tu was für dich und grenz dich von Dingen ab, die du nicht ändern kannst.

  4. #4

    Registriert seit
    15.01.2012
    Beiträge
    4

    AW: Freund depressiv, fordert immer mehr- ich kann nicht mehr

    erstmal danke! Es ist halt wahnsinnig schwer, einzusehen, dass man nichts erreicht, obwohl man es sich doch für den anderen wünscht. Und vor allem, wenn immer noch Gefühle da sind. Die Ratgeber hab ich angelesen, aber für mich wird es jetzt wohl erstmal besser sein, mich um meine Probleme bez. Der Situation zu kümmern. Sonst stehe ich bald an der gleichen Stelle, und das will ich nicht. Aber um die Freundschaft tut es mir leid. Tröstlich ist eigentlich nur, dass ich fest überzeugt bin, dass die Beziehung nicht die Freundschaft zerstört hat, sondern es sonst eben viel frrüher damit vorbei gewesen wäre. Vielleicht erkennt er ja irgendwann auch, dass es im jetzt viele Dinge gibt, für die es sich zu leben lohnt. Aber trotz allem Vielleicht- es tut verdammt weh

  5. #5
    Avatar von maryquitecontrary
    Registriert seit
    03.04.2003
    Beiträge
    701

    AW: Freund depressiv, fordert immer mehr- ich kann nicht mehr

    Ich hab zeitlich nicht genau verstanden, wann dein Freund seinen Vater verloren hat. In der ersten Zeit der Trauer haben viele Menschen ausgesprochen depressive Symptome, das ist einfach so, und es handelt sich dabei um einen normalen Prozess, nicht um eine Depression.


    Dass es nicht immer leicht ist als Aussenstehende, oder besser "Nebenstehende", damit umzugehen, ist verständlich. Nicht alle Trauernden sind offen für Trost, da geht jeder unterschiedlich mit sich und den Gefühlen um. Ich würde das vielleicht erst mal nicht so persönlich nehmen.

    Falls der Verlust nun schon länger her ist - dann könnte die Trauer in eine Depression übergegangen sein. Da wäre wohl die Frage, ob dein Freund sich aus diesem Zustand aufmachen möchte - wenn nicht, dann kann ich verstehen, wenn du dich allmählich zurückziehst.
    that was the river - this is the sea

  6. #6
    Avatar von mosh
    Registriert seit
    17.01.2007
    Beiträge
    255

    AW: Freund depressiv, fordert immer mehr- ich kann nicht mehr

    Hallo,

    ich selber bin in Therapie aufgrund von Depressionen. Mittlerweile geht die Therapie dem Ende zu und ich habe wieder Lust am Leben. Und ich muss sagen, dass ich das nicht geschafft hätte, wenn mein Freund mich aufgegeben hätte. Ich möchte dir kein schlechtes Gewissen einreden!!! Ich möchte dir nur kurz von mir berichten.
    Ich wurde jahrelang auf der Arbeit gemobbt und habe mehrere Fehlgeburten erlebt, dazu kam noch erheblicher Stress aus der Familie (meine Großeltern ignorierten mich seit ich ihnen von der frohen Botschaft einer Schwangerschaft berichtet habe). Das alles führte dazu, dass ich mich verändert habe. Ich war oft zurückgezogen, habe Kontakte abgebrochen, war launisch, aggressiv und und und. Eigentlich wollte ich mit niemanden mehr etwas zu tun haben. Das ging ein ganzes Jahr so. In diesem Jahr habe ich mich mehrmals von meinem Freund trennen wollen, ja ich habe ihn beschimpft, ihn runtergemacht, ihn links liegen gelassen und und und. Aber alles nur, weil ich mit mir und dem was mir passiert ist, nicht klar kam. Mein Freund wollte das irgendwann nicht mehr mitmachen aber er wollte unsere Beziehung auch nicht aufgeben. Er hat mir schon gesagt, dass er bei dem nächsten Ausfall von mir sich trennen wird. Dann war er neugierig, eben weil ich so anders geworden bin und hat im Internet recherchiert und festgestellt, dass es sich bei mir vielleicht um eine Depression handeln könnte. Ich selber wollte mir das nicht eingestehen bzw wusste ich nichts mit dem Krankheitsbild Depression was anzufangen. Ha, wieso sollte ich auch krank sein?!! Er hat mich zum Hausarzt geschleppt, im Wahrsten Sinne des Wortes, denn alleine wäre ich niemals dahin gegangen. Bei der Ärztin hatte ich dann sowas wie einen Zusammenfall, ich konnte nicht reden weil mir bewusst wurde, dass ich ein Problem hatte. Mein Freund war mit im Behandlungszimmer und hat der Ärztin alles in Kurzform geschildert und sie sagt nur: erst einmal geht sie nicht mehr zu der Arbeitsstelle und dann suchen wir einen Psychologen für sie.
    Zack! In mir ist eine Welt zusammen gebrochen. Ich habe dann einen Psychologen besucht und schon beim Vorgespräch (ein Gespräch, bei dem man schaut ob man sich "grün" ist) hat er mir ins Gesicht gesagt: Sie sind psychisch krank. Ich brauchte eine Weile um damit klar zu kommen aber bei jeder weiteren Therapiesitzung ging es mir besser und besser.
    Und jetzt bin ich einfach nur froh darüber meinen Lebensmut wiedergefunden zu haben. Und das habe ich meinem Freund zu verdanken, der mich nicht aufgegeben hat sondern mich gezwungen hat, etwas zu unternehmen. Ich hatte mich dann auch während der Therapie bei meinen anderen Freunden gemeldet, ihnen erklärt, dass ich krank sei und dass ich mich entschuldige für das, was ich ihnen angetan habe. Einige haben es angenommen und unsere Freundschaft wurde dadurch noch enger, andere sind gegangen. Aber auch das war gut so.
    Ja, ähm jetzt habe ich soviel geschrieben. Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig vermitteln, das, wenn man psychisch krank ist, nicht mehr unterscheidet was gut oder schlecht ist. Man tut Menschen weh, ist sich dessen auch bewusst aber es juckt einen nicht weil man den Blick für das soziale irgendwie verloren hat.
    Ich möchte nicht sagen, dass es falsch war, sich von ihm abzugrenzen. Ich habe ebenfalls in der Therapie gelernt: jeder ist sich selbst am nächsten. Und wenn es dir so schlimm ergangen ist, dann ist es sicher gut für dich gewesen.

    Dich scheint die Sache aber auch jetzt noch, wo du dich von ihm entfernt hast, zu beschäftigen. Falls du mit deiner Entscheidung nicht klar kommst, solltest du vielleicht mit jemanden darüber reden. Auch dafür sind Psychologen oder Beratungsstellen da. Klingt komisch aber es hilft wirklich.

    Ganz liebe Grüße und einen schönen Tag Euch!

  7. #7

    Registriert seit
    15.01.2012
    Beiträge
    4

    AW: Freund depressiv, fordert immer mehr- ich kann nicht mehr

    Der Tod des Vaters ist 5 Monate her. Das es normal ist zu trauern ist mir klar. Mein Ex-Freund hat sich mittlerweile dazu durchgerungen, sich professionelle Hilfe zu holen. Ich bewältige die Situation, indem ich viel nachdenke und mir vor allem Rat bei meinen Freunden hole und komme damit mehr oder weniger gut klar.
    Ich habe ihm nach Weihnachten gesagt ( und da habe ich auch als Freund gesprochen ), dass ich mir sehr große Sorgen mache und ihm auch gesagt, dass ich ihm helfen will, das durchzustehen. Da er sich aber immer weiter auch von mir als seine Freundin entfernt hat und wir nicht zusammen wohnten, konnte ich ihn nicht zwingen, so gerne ich das gewollt hätte. Da wir in der gleichen Firma tätig sind, habe ich nicht die Möglichkeit, ihm ganz aus dem Weg zu gehen, und so sind wir uns natürlich über den Weg gelaufen und ich hab nachgefragt, was der Therapeut sagte. Er muss lernen, mit Strategien Möglichkeiten der Trauerbewältigung zu erlernen, soll nebenbei den Kopf mit Sport frei bekommen. Dieser komplette Rückzug stelle eine Flucht dar. Mein Problem ist heute, nach 12 Tagen, dass ich nicht mehr weiß, was das zwischen uns war. Ich wollte und würde ihm helfen, als Partner wie auch als Freund. Auf der Arbeit spielt er mit seiner coolen Art den Pausenclown, mir sagt er, wie schlecht es ihm geht (auch jetzt noch) und das ich wüßte, dass er mich liebt und das auch so bleiben würd, wodurch es mir nicht besser geht. Ich überlege auch, ob ich nochmal auf ihn zugehen soll, aber ich glaube, zur Zeit würde der Schuss nach hinten losgehen, da er immer noch nicht wirklich was zulassen will und allein sein möchte.
    Mir helfen eure persönlichen Erfahrungen zur Zeit sehr, da ich mich nicht in die Situation einfühle kann. Ich hatte zwar auch schonmal eine depressive Phase, die war aber nach zwei Wochen vorbei. Nur hat er mich mit dieser "Ablehnung" und dem Ausschluss aus seinem Leben verdammt verletzt. Aufgegeben hab ich ihn nicht, aber ch will mich nicht aufdrängen.

  8. #8

    Registriert seit
    03.02.2012
    Beiträge
    1

    AW: Freund depressiv - ich kann nicht mehr

    hi mädels, ich bin grade wirklich froh dass ich "leidensgenossinen" gefunden habe. kurz zu meiner situation....mein freund und ich sind schon 5 jahre zusammen, ich bin aus meiner heimat zu ihm gezogen, wir leben mittlerweile getrennt, sind aber noch zusammen. mein freund ist schon ne ganze weile sehr lustlos etc. hat eben die klassischen depressionsanzeichen, was auch mit einigen misserfolgen im studium etc zusammenhängt. vor gut 2 wochen ist er von sich aus zum arzt gegangen, weil er gemerkt hat, dass es so nicht weitergeht, seitdem nimmt er ein antidepressivum,hat ne überweisung zum psychater/neurologen. einen therapeuten hat er sich nach den 2 wochen noch nicht gesucht. es ist auch fast 2 wochen her, dass wir uns das letzte mal gesehen haben, er meinte er komme zur zeit alleine einfach besser klar, er will alleine sein und seine ruhe haben, trotzdem haben wir jeden tag kontakt, chatten oder schicken uns sms, nur sehen will er niemanden. ich vermisse ihn umheimlich, obwohl ich ja wirklich froh bin dass wir wenistens so noch kontakt haben, aber die ganze beziehung ist auf eis gelegt, und ich weiß nicht wie ich das alles aushalten soll.
    mensch, war doch n längerer text, naja.. ich hoffe wir können uns hier ein bisschen austauschen und gegenseitig stärken

  9. #9
    Sonni
    gelöscht

    AW: Freund depressiv, fordert immer mehr- ich kann nicht mehr

    Hallo zusammen,

    mein Freund ist ebenfalls depressiv, seit Sommer.'11 arbeitet er nicht mehr, Diagnose Burnout/Depression, jetzt ist eine Kur geplant aber er weiß noch nicht wohin bzw. wartet noch auf die offizielle Genehmigung. Aus seiner jetzigen Sicht, meint er, wäre er latent schon ein paar Jahre depressiv gewesen, hat aber im Job immer alles überspielt, bis der Zusammenbruch kam.

    Interessanterweise kam der kurz nachdem ich mit ihm Schluss gemacht hatte vor den Sommerferien. Ich war am Ende mit meiner Energie und fühlte mich schon sehr lange nicht mehr gesehen, sexuell lief auch schon lange nichts mehr und ich war seine häusliche Lethargie, seinen chronischen Frust leid...er schob es immer alles auf seinen stressigen Job, ackerte aber immer weiter, wie eine Maschine, obwohl ich den Zusammenbruch schon lange vorausgeahnt hatte, er wollte es jedoch nicht wahrhaben, dass es darauf hinauslaufen würde...

    Als ich aus dem Urlaub zurück kam, eröffnete er mir, dass er beim Arzt war und eine Depression diagnostiziert bekommen hätte. Meine Gefühle waren sehr ambivalent. Ich war einerseits erleichtert, dass er endlich(!) eine Pause in seinem Mühlrad bei der Arbeit eingelegt hatte (zwangsläufig) andererseits machte ich mir auch Sorgen, wie es jetzt weitergehen würde. Mein vor dem Sommer bereits anvisierter Auszug wurde erstmal auf Eis gelegt, ich hatte das Gefühl ihm jetzt beistehen zu müssen/wollen...hatte gleichzeitig die Hoffnung, dass unsere Beziehung mit einer eventuellen Therapie auch wieder eine neue Chance bekommen würde.

    Nun ist das Ganze wiederum 6 Monate her und getan hat sich seit dem kaum etwas, er hockt zu Hause vor dem PC, das war's. Es dauerte ewig, bis er endlich zu einer Fachärztin überwiesen wurde, die sagte nur, er solle Psychopharmaka nehmen, von einer Therapie wurde gar nichts erwähnt. Mein Freund weigert sich jedoch Medikamente zu nehmen, möchte die Nebenwirkungen nicht in Kauf nehmen und glaubt es müsse auch einen anderen Weg geben. Das an und für sich kann ich zwar gut verstehen, nur macht er ja nun einmal eben auch keine Therapie derzeit und es ist die Frage, ob er langfristig eine machen wird...das Schlimmste ist für mich, dieses Hin- und Hergerissen sein, zwischen ihm beistehen wollen und endgültigen Trennungsgedanken. Prinzipiell schaffe ich es mich um mein eigenes Leben zu kümmern und mich auch abzugrenzen und trotz der Situation noch lebensfroh und fröhlich zu sein aber die Tage, an denen mir das nicht gelingt und ich selbst die Nerven verliere, werden immer häufiger. Immer wieder setzte ich mir neue Ziele, nun will ich abwarten, was die Kur ergibt und dann weiter sehen...ob wir noch eine Chance haben.

    Das Schlimme ist, es gibt noch viele liebevolle tiefe Gefühle zwischen uns, wir leben seit 7 Jahren zusammen und sind seit 9 Jahren ein Paar, sind schon durch dick und dünn miteinander gegangen und mein Sohn 13 hängt auch sehr an ihm, kann im Gegensatz zu mir mit seiner Depression recht gut umgehen und akzeptiert ihn so wie er ist, freut sich sogar, dass er jetzt jeden Tag zu Hause ist.

    Ich merke jedoch, dass ich immer unsicherer werde. Mach ich mir nur etwas vor? Sollte ich mich nicht doch endlich endgültig trennen? Oder haben wir noch eine Chance?? Das Thema Auszug kam schon mal zur Sprache aber da reagierte er immer sehr wütend, fühlt sich von mir im Stich gelassen und gibt mir das Gefühl ihn nicht wirklich zu lieben...ich komm mir dann immer "gemein" vor, ich weiß, dass ich mich abgrenzen muss aber wo genau ist die Grenze? Auszug, Schluss, Ende aus...oder mach ich damit noch alles schlimmer und bereue nicht noch mehr Geduld aufgebracht?

    Es erscheint mir alles so auswegslos zur Zeit, wie ich es auch dreh und wende, es scheint nur Nachteile zu geben und kein Licht am Ende des Tunnels.

    Danke für's Lesen, es tat gut, sich das mal von der Seele zu schreiben!

    Traurige Grüße
    an alle Leidensgenossinen
    Sonni

  10. #10

    Registriert seit
    15.01.2012
    Beiträge
    4

    AW: Freund depressiv, fordert immer mehr- ich kann nicht mehr

    Das ist wirklich eine Sch...krankheit... Ich glaube, ihr müßig beide erstmal den Kofp frei bekommen. Schlussendlich gibt es eigentlich, wie ich glaub, immer nur eine zweite Chance, wenn der Betroffene Hilfe auch wirklich annehmen will, was voraussetzt, dass er merkt, dass es so nicht weiter gehen kann. Und manchmal kann es hilfreich sein, wenn er das Gefühl hat, jemanden für ihn sehr wichtigen Menschen zu verlieren.

    Liebe Grüsse

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
Brigitte-Netzwerk
BRIGITTE-woman.de
Bfriends.de
Bym.de