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  1. #21
    Avatar von Candle
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    AW: Romane, in denen einzelne Charaktere eine Behinderung haben

    Ich hab vor einigen Jahren "Früh am Morgen beginnt die Nacht" von Wally Lamb gelesen. Hat mich sehr beeindruckt.
    Es geht um Zwillinge, von denen einer an Schizophrenie leidet. Besonderer Augenmerk in diesem Buch liegt auf den "gesunden" Bruder.
    Candle
    Geändert von Candle (06.05.2012 um 21:08 Uhr)

  2. #22
    Avatar von Ludivine
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    AW: Romane, in denen einzelne Charaktere eine Behinderung haben

    Vor kurzem sah ich in frauTV einen Beitrag ueber Maria Langstroff, der mich seitdem nicht losgelassen hat. Sie ist eine unheilbar kranke, junge Frau und geht auf bewunderungswuerdige Weise mit ihrem Schicksal um.

    Zitat: "Maria hat sich eines zur Lebensaufgabe gemacht: Sie will ihrer Nachwelt etwas hinterlassen. So hat sie mit ihrer rechten Hand auf einem Handy ein Buch geschrieben. Die Texte schickte sie ihrem Vater per sms, der ihre Texte in seinen Computer eingegeben hat. Maria möchte anderen Menschen mit ihrem Buch „Mundtot!?“ vermitteln, dass Behindertenfeindlichkeit immer noch ein großes Thema in Deutschland ist. Sie hat es am eigenen Leib erfahren. Sie will ein Zeichen setzen."

    Unglaublich, woher sie die Kraft dazu nimmt, kann man schon still davor werden.

  3. #23

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    AW: Romane, in denen einzelne Charaktere eine Behinderung haben

    "Trisomie so ich dir" ist ein Buch, welches sehr kritisch und auch provokant mit dem Thema umgeht. Sehr lesenswert.

    "Trisomie so ich dir", Dirk Bernemann
    Geändert von Jachris (31.05.2012 um 17:24 Uhr) Grund: kommerziellen Link entfernt

  4. #24
    Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Romane, in denen einzelne Charaktere eine Behinderung haben

    "Simpel" von Marie-Aude Murail, Roman. Geschichte zweier Brüder (17 und 22), von denen der Ältere auf der geistigen Stufe eines 3jährigen ist.

    Liegt noch auf meinem SUB.
    "It is not our differences that divide us. It is our inability to recognise, accept, and celebrate those differences." Audre Lorde

    Perhaps people ought to feel with more imagination.”
    Elliot Perlman, Seven Types of Ambiguity

    Moderatorin beim Gebrauchten Mann und Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  5. #25

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    AW: Romane, in denen einzelne Charaktere eine Behinderung haben

    "Der Rumpf" von Akif Pirincci (Der hat die Felidae-Romane geschrieben)
    Wundervoll schnodderige Krimiparodie, in der ein Junge ohne Arme und Beine geboren wird, und aus lauter Langeweile beschließt, den perfekten Mord zu begehen. (Nur WIE ist dann natürlich dir Frage! :D )

  6. #26
    Avatar von Ludivine
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    AW: Romane, in denen einzelne Charaktere eine Behinderung haben

    Ich habe auch noch eine Empfehlung: Clare Allen - Poppy Shakespeare

    Kurzbeschreibung: Poppy Shakespeare ist ganz normal. Zumindest war sie das bis zu jenem Tag, als sie sich auf eine neue Stelle beworben hat. Beim Vorstellungsgespräch eröffnet man ihr, dass sie an einer schweren Persönlichkeitsstörung leide; das hätte der Eignungstest ergeben. Und schon fährt der Krankenwagen vor, der Poppy in die Psychiatrie bringt.
    Herzlich Willkommen in der Dorothy Fish, einer Tagesklinik im Norden Londons. Poppy wird von N empfangen, einer Patientin, die schon seit dreizehn Jahren hier ist. Wie alle Bewohner der Dorothy Fish setzt N alles daran, diese beste aller Welten ja nicht verlassen zu müssen. Ihre Erleichterung ist groß, wenn beim alljährlichen Routinecheck-up festgestellt wird, dass sie noch immer verrückt genug ist. Doch dann kommt Poppy Shakespeare in ihrem schicken Kostümchen und den Stöckeln aus Schlangenleder in Ns Leben gerauscht – und plötzlich ist alles anders.
    Vier Wochen soll Poppy erst einmal zur Beobachtung bleiben. Aber diese Probezeit will sie auf keinen Fall bestehen. Sie bittet N um Hilfe – und so machen sich die beiden Frauen auf und stellen diese sonderbare Welt, die sehr viel normaler ist, als sie auf den ersten Blick scheint, komplett auf den Kopf.


    Clare Allen schreibt aus eigener Erfahrung in einer psychatrischen Klinik. Es ist aber kein Ego-Dokument, sondern ein humorvoller, quasi doppelt-verrueckter Roman, eine wirbelnde Satire ueber das Anstaltsleben. Die Autorin sieht die Geschichte auch als ein Loblied auf die Widerstandskraft und den Galgenhumor des Menschen. Sie sagt, dass Menschen oft unter den widrigsten Umstaenden am Geistreichsten sind und Humor eine starke Waffe der Schwachen ist.

  7. #27

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    AW: Romane, in denen einzelne Charaktere eine Behinderung haben

    Sten Nadolny "Die Entdeckung der Langsamkeit"

  8. #28

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    AW: Romane, in denen einzelne Charaktere eine Behinderung haben

    Spontan fallen mir nur Romane ein:

    Johanna Spyri: Heidis Freundin Klara sitzt doch im Rollstuhl, oder?
    In Flauberts Madame Bovary gibt es einen Mann mit Klumpfuss (Hippolyte), der dann operiert wird - leider aber dann nach der erforderlichen Amputation ein Holzbein benötigt.
    In Zolas Thérèse Raquin ist die Schwiegermutter am Ende gelähmt und taubstumm (müsste ich aber überprüfen).

    Sehr spannende Frage!
    Es geht immer vorwärts!

  9. #29

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    AW: Romane, in denen einzelne Charaktere eine Behinderung haben

    Manno: ich habe doch gestern noch in Schlinks Erzählungen (Liebesfluchten) die Erzählung gelesen (Titel ist mir entfallen), in der ein erfolgreicher Geschäftsmann mit drei Frau (d.h. drei Familien) nach einem Zugunfall gelähmt ist, und dann von den drei Frauen (eher autoritär) beherrscht wird...
    Es geht immer vorwärts!

  10. #30

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    AW: Romane, in denen einzelne Charaktere eine Behinderung haben

    In "Grüne Tomaten" gibt es den Jungen, der nach einem Zugunfall armamputiert ist. Seine Entwicklung ohne Arm wird, meine ich mich zu erinnern, recht detailliert beschrieben, z.B. die Szenen in der er seinen Arm beerdigt oder seine Unschuld verliert (einarmige Missionarsstellung).

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