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  1. #111
    Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    AW: Leserbriefe an BRIGITTE woman

    Liebe sibylle49,
    wir haben Ihren Leserbrief weitergegeben und heute die Antwort erhalten:

    Liebe Sibylle,

    vielen Dank für den Leserinnenbrief. Es freut mich, dass Sie die Geldseite in BRIGITTE WOMAN gern lesen.

    Mit meiner Antwort in Nr. 11 sind Sie allerdings, wie Sie schreiben, ganz und gar nicht einverstanden.

    Ich möchte gern folgendes dazu sagen:
    Was Sie zur Berufstätigkeit von Frauen schreiben, kann ich voll und ganz unterstreichen. Dass Sie meine Antwort in BRIGITTE WOMAN anachronistisch und mittelalterlich finden, finde ich allerdings weniger gut.

    Wenn Sie das Buch "Ein Mann ist keine Altersvorsorge" kennen, dann wissen Sie, dass ich seit Jahrzehnten immer und überall, in Texten, in Büchern und in vielen Vorträgen vehement meine Meinung vertrete, dass Frauen finanziell unabhängig sein und bleiben sollten, dass sie ihre Berufstätigkeit wegen eines Kindes nur kurz unterbrechen sollten usw.

    Aber:
    Ich berate seit fast 30 Jahren Frauen in ganz unterschiedlichen Lebenssituation zu Fragen der Vermögensbildung und Altersversorgung. Tausende sind es mittlerweile. Dazu halte ich Vorträge – jetzt zum Beispiel zu dem oben genannten Buch in ganz Deutschland.
    Und ich bekomme täglich Zuschriften von BRIGITTE- und BRIGITTE WOMAN-Leserinnen.

    Deshalb kenne ich die Lebenswirklichkeit von Frauen so gut wie kaum jemand sonst. Und deshalb weiß ich, dass diese – Ihre und meine – Ansicht nicht alle Frauen teilen, ganz im Gegenteil. So hat zwar die Erwerbstätigkeit von Frauen zugenommen, aber nur die Teilzeittätigkeit und Minijobs. Und diese Frauen haben nicht die Absicht, wieder voll erwerbstätig zu werden.
    Es ist – ebenfalls durch Umfragen – bekannt, dass auch heute noch viele Frauen nicht wissen was ihr Mann verdient.

    Und es ist eine Tatsache, bestätigt durch den Gleichstellungsbericht „Neue Wege – gleiche Chancen“, den eine Expertinnenkommission im Auftrag der Bundesregierung erstellt hat, dass immer noch sehr viele Paare sich dafür entscheiden, dass SIE zu Hause bleibt und nicht ER und zwar nicht nur ein, zwei Jahre. Und dass besonders Männer dies sehr gut finden und nicht die Absicht haben daran etwas zu ändern!

    Wenn sich eine Frau, wie diejenige, der ich in BRIGITTE WOMAN geantwortet habe, derartig in Abhängigkeit von ihrem Mann begibt, dann – das ist meine Meinung – , hilft ihr der Rat, doch selbst Geld zu verdienen, erst einmal nicht weiter. Offensichtlich scheut sie ja die Konfrontation mit ihrem Mann. Aber sie muss sich dann wenigstens juristisch absichern. Wobei meine Erfahrung ist, dass dieser Wunsch nach juristischer Absicherung häufig zu heftigen und manchmal sogar fruchtbaren Diskussionen führt.

    Es ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll, in so einem Fall quasi schulmeisterlich aufzutreten und ihr zu sagen, was sie alles falsch macht und wie es „richtig“ wäre.

    Wie gesagt, Sie haben vom Grundsatz her natürlich recht. Aber leider sind die Verhältnisse nicht immer so wie wir sie gern hätten.

    Gerade im Bereich „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ sind besonders in Deutschland die Widerstände sehr groß, hier fundamental etwas zu verändern.
    Deshalb ist es meiner Meinung nach wichtig, auch auf die Frauen einzugehen, die nun mal ein traditionelles Ehemodell gewählt haben.

    Ich nehme aber sehr gern Ihre Zuschrift als Anregung und greife sie gerne auf, wenn sich die Gelegenheit ergibt.

    Alles Gute für Sie und viele Grüße
    Helma Sick
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  2. #112
    Avatar von alentejo49
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    1

    Dann tun mir die Männer leid...

    -> zuerst: alentejo49 und sibylle49 sind identisch!

    Liebe Frau Sick, zuerst herzlichen Dank, dass Sie meinen Leserbrief so ausführlich beantwortet haben. Ich denke, Sie wissen, dass ich mit Ihrer Antwort nicht so ganz einverstanden bin/sein kann, gehöre ich doch zu den Frauen, die - sicher auch aus meiner 68-er Zeit heraus - hoch qualifiziert und eigenständig lebend ein ganz anderes Verständnis von Ehe bzw. Lebensgemeinschaft habe. Ich weiß aus meiner Tätigkeit an einem Gymnasium und an der Uni, dass viele jüngeren Menschen heute anders denken und leben wollen. Was ich fatal finde. Ich habe in meinem Unterrichten immer in den Vordergrund gestellt, dass es wichtig - überlebenswichtig? - ist, dass gut ausgebildete junge Frauen und Männer sich ihre eigene Altersvorsorge erarbeiten, um u.a. auch im Alter würdig leben zu können. Meinen männlichen Schülern und Studenten habe ich deutlich gemacht, was ihnen bleibt (noch nach dem alten Scheidungsrecht), wenn ihre Partnerin nicht eigenständig für ihren Lebensunterhalt sorgen kann, wieviel sie von Einkommen und Rente/Pension abgeben müssen. Das hat einige aufgeweckt.

    Ich sehe mich nicht "schulmeisterlich", sondern eher aufgeklärt argumentierend. Was nützt es diesen Frauen, wenn sie im Alter dem Staat - also uns allen - zur Last fallen, weil sie von ihren kleinen Renten nicht leben können. Weshalb haben sie sich gut qualifiziert, um dann diese Qualifikationen (Studium/Lehre...) liegen zu lassen. Die oft gehörte Argumentation "Ich möchte meine Kinder aufwachsen sehen..." ist meiner Meinung nach nicht akzeptabel, denn sie kann und muss dann von beiden Elternteilen gestellt werden können. Ich sehe junge Frauen, die diese "Entscheidung" für sich treffen, die automatisch davon ausgehen, dass der Mann dieses Bedürfnis nicht hat bzw. ihm dieses nicht zusteht. Diesen "Gebärendenbonus" mag ich gar nicht und er ist aus meinem Selbstverständnis heraus ein Rückschritt (Anachronismus).

    Ich denke schon auch, dass Menschen ihre Lebensweise selbst bestimmen müssen, nur müssen sie dann auch die Konsequenzen hierfür tragen und diese Frau sollte schon ein bisschen aktiviert werden, indem man ihr auch die Augen öffnet und nicht nur unterstützt, was sie vorhat, nämlich ihren Mann als Alterssicherung zu benutzen.

    Ich grüße Sie aus dem Alentejo (Portugal) und freue mich schon auf die neue "Brigitte Woman" und Ihre Seite natürlich (ich finde Ihre Tipps, Ratschläge etc. immer interessant, bis auf...)
    Ihre Sibylle Vater

  3. #113
    Avatar von Hair
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    668

    AW: Dann tun mir die Männer leid...

    In einer der letzten Brigitte Woman habe ich mich an einem Buchauszug festgelesen. Dort beschreibt ein Journalist und Single seine Erlebnisse auf dem Singlemarkt.
    Da ich auch an einer männlichen Sicht der Dinge interessiert bin, las ich diesen Artikel. Und war schockiert. Ich hoffe stark, daß die Meinung dieses beleidigten Herrn nicht die Meinung aller anderen Single Männer wiederspiegelt.
    Er hat den Eindruck, daß alle Damen nur auf den Beruf und den Verdienst eines Mannes achten und wenn beides nicht adäquat ist, wird er sofort abserviert.
    Nun, es mag Damen geben, die so denken. Dann sollte er seinen Umgang ändern. Über Piloten und Frauen allgemein herziehen macht ihn nicht gerade liebenswürdig.
    Er wirkt sehr verbittert, daran sollte er mal arbeiten. Dann klappt's auch mit den Frauen.
    Freundliche Grüße von Hair

  4. #114

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    AW: Dann tun mir die Männer leid...

    Zu Hairs Posting: Ich bin beruhigt, das zu lesen, ich habe mich nämlich schon gefragt, ob ich den Herrn in dem Artikel zu hart beurteilt habe. Ich fand das Thema nämlich ebenfalls interessant und hatte mich auf den Artikel gefreut. Dann war ich allerdings sehr enttäuscht. Der Autor trieft vor Selbstmitleid gepaart mit Vorurteilsbeladenheit. Es war so viel Boshaftes in dem Text und gleichzeitig soviel Jammerei über die bösen anderen Menschen, ich habe wirklich den Kopf geschüttelt.

    Ich glaube auch, dass es nicht die berufliche Situation ist, die die Frauen von ihm fernhält, sondern seine Art. Als die eine Dame bei der Singleparty sich nach seinem Beruf erkundigt und dann gefragt hat, ob man davon (also Journalismus) leben kann, da wurde das gleich als Zeichen für die Gier angesehen, dabei finde ich es eine nachvollziehbare Frage. Ich bin auch selbständig und werde von Menschen, die ganz sicher kein finanzielles Interesse an mir haben, auch gefragt, ob man davon leben kann - nicht herabwürdigend gefragt, sondern eben weil es ein ungewöhnlicher Beruf ist. Und Journalist ist ein Beruf, bei dem man weiss, dass es mit einem regelmässigen Einkommen nicht immer so klappt. Die Antwort, die der Autor der Dame gibt, ist "Na ja, ich weiss noch nicht, wie es in drei Monaten aussehen wird." (Ich glaube, es war sogar noch etwas negativer formuliert). Da klingt schon so viel Selbstmitleid und Negatives mit, da hätte ich auch das Weite gesucht.

    Es sind nicht immer die anderen schuld, wenn man keinen Partner findet, das ging aus dem Artikel sehr klar hervor.

  5. #115
    Avatar von Hair
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    AW: Dann tun mir die Männer leid...


  6. #116

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    AW: Dann tun mir die Männer leid...

    Brigitte Woman 05/2017 S.110 "Ich fahre Auto bis ins Grab!"

    Liebe Redaktion,
    dieser Artikel ist doch nicht Euer Ernst?
    Ich erwartete etwas informatives, wie man damit umgehen kann, Älteren Menschen beizubringen, daß sie leider zur Gefahr am Steuer werden. Tipps, es sich und ihnen leichter zu machen.
    Denn ich war schon bei meinem Großvater mit der Situation konfrontiert - und es war nicht einfach, und ja, er war traurig. Aber es gab keine Alternative... aus keiner Sicht.

    Und was ist es?
    Die seitenlange Lamentiererei einer offensichtlich 15Jährigen, wie sie sich windet, weil sie nicht sagen kann, was Sache ist! (Wieso eigentlich nicht?)
    Was soll mir das sagen?
    Daß wir mit 40+ vor unseren Eltern immer noch wie kleine Mädchen dastehen, und lieber nichts sagen, bevor es zum Krach kommt??
    Statt anderen Menschen Leben und Gesundheit zu retten?

    Frau Breyer, entschuldigen sie die drastische Beschreibung.
    Aber jetzt mal ersthaft, ihr Vater ist nicht mehr in der Lage, so überschauend Auto zu fahren, daß er sicher sein könnte, das spielende Kind rechtzeitig zu sehen.

    Wollen sie warten, bis er es überfahren und getötet, oder zum lebenslang Behinderten gemacht hat?
    Laut aktueller Statistik sind Senioren nach der Gruppe der jungen Fahrer diejenigen Autofahrer, die am meisten Unfälle verursachen. Jeder vierte Verkehrstote in Schleswig-Holstein starb 2013 bei einem durch Senioren verursachten Unfall...

    Das in diesem Artikel beschriebene Verhalten fast aller Beteiligten ist lächerlich und verantwortungslos.

    Das des Arztes übrigens nicht - der kennt die Fahrweise ihres Vater nicht. Also hat er auch keine Veranlassung, nach Absetzen des Medikaments das Autofahren zu verbieten!
    Allerdings hätten Sie durchaus ein paar Worte fallen lassen können, damit er weiß, was das Problem ist! Er hat keine direkte Handhabe, hätte aber in der Diskusdion mit ihrem Vater zum Absetzen mit dem Wunsch nach "wieder Autofahren" ganz anders agieren können... was vielleicht auch bei Ihrem Vater einen Denkprozess in die Wege geleitet hätte.

    Was soll dieser Artikel also ausdrücken? Daß wir fahruntüchtige Senioren also weiterfahren lassen, statt in unangenehme Diskussion mit dem Fahrer einzusteigen - und zwar dem Fahrenden selbst, nicht seinem Umfeld!
    Das ist verantwortungslos!

    Falls besagter sich uneinsichtig zeigt, können sie übrigens das ganze auf den Amtsweg verlagern.

    Dazu können Sie eine Meldung bei der Führerscheinstelle abgeben - am Besten mit Schilderung typischer Situationen, wie zum Beispiel der Ampelsituation. Die sind dann verpflichtet, der Sache nachzugehen - Befragung des Betroffenen ist der erste Schritt, es folgen entweder freiwillige Abgabe, oder Amtsärztliche Untersuchung - und dieser kann Entzug der Fahrerlaubnis, eine Fahrprüfung oder eine medizinisch-psychologische Untersuchung anordnen.

    Alles nicht sehr schön. Aber immer noch besser, als sich irgendwann mit dem Wissen herumschlagen zu müssen, den Tod eines Menschen nicht verhindert zu haben.

    Finden Sie nicht?
    Geändert von Sacrebleu (07.05.2017 um 07:30 Uhr)

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