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  1. #81
    Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    AW: Alleinerziehende: Stellen Sie Ihre Fragen an Ursula von der Leyen!

    Zitat Zitat von BrigitteTeam
    Liebe Userinnen,

    nach der großen Resonanz auf den BRIGITTE-Artikel zum Thema Alleinerziehende in Form von Leserbriefen, Kommentaren und Forenbeiträgen hat BRIGITTE Kontakt mit der Familienministerin aufgenommen und sie gebeten, darauf zu reagieren.

    Was wünschen Sie sich als alleinerziehende Mütter von der Politik? Sie können Ihre Fragen an die Ministerin bis zum 3. März hier im Strang stellen.
    Wir werden einige Beiträge davon auswählen und Frau von der Leyen vorlegen. Bis Mitte März wird die CDU-Politikerin dann ihre Antworten in das Forum stellen.

    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Ursula von der Leyen aus zeitlichen Gründen nicht alle Fragen beantworten und auch nicht mit Ihnen diskutieren kann.

    Freundliche Grüße
    das BRIGITTE.de-Team
    Liebe Userinnen,

    wir möchten uns bei Ihnen für die vielen Fragen bedanken.
    Wie angekündigt schließen wir den Strang bis zur nächsten Woche.

    Viele Grüße
    das BRIGITTE.de-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  2. #82
    Avatar von U_von_der_Leyen
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    AW: Alleinerziehende: Stellen Sie Ihre Fragen an Ursula von der Leyen!

    Warum ist ein Alleinverdiener mit nicht berufstätiger Ehefrau eine Familie und ich als Alleinerziehende mit Kindern nicht? Wir warten sehnsüchtig auf die Abschaffung des Ehegattensplittings zu Gunsten eines Familiensplittings.

    Natürlich sind Sie eine Familie und dies wird auch steuerlich berücksichtigt. Sie erhalten den steuerlichen Freibetrag pro Kind oder das Kindergeld. Als allein stehende Alleinerziehende erhalten Sie darüber hinaus einen steuerlichen Entlastungsbetrag in Höhe von 1308 € im Jahr. Das ist eine steuerliche Entlastung, die nur den Alleinerziehenden zusteht.
    Das Ehegattensplitting dagegen betrachtet nur die Steuergerechtigkeit zwischen Paaren. Das Verfassungsgericht hat gefordert, dass ein Paar, wenn es heiratet, nicht höher besteuert werden darf als vorher. Heirat darf steuerlich nicht zum Nachteil werden. Daraus ist das Ehegattensplitting entstanden. Ihr Wunsch nach einem Familiensplitting entspricht auch meinen Vorstellungen – es sollte klarer werden: Wer ein Kinder hat, wird deutlich weniger hoch besteuert. Das geht vor allem über eine starke Kinderkomponente.

  3. #83
    Avatar von U_von_der_Leyen
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    AW: Alleinerziehende: Stellen Sie Ihre Fragen an Ursula von der Leyen!

    Warum gibt es keine spezielle Steuerklasse für Alleinerziehende?

    Diese Frage wird mir häufiger gestellt, weil sich Alleinerziehende mehr steuerliche Entlastung wünschen. Für allein stehende Alleinerziehende gibt es eine spezielle Steuerklasse, nämlich die Lohnsteuerklasse II. Das heißt, die Mutter kann neben ihrem Steuerfreibetrag und dem des Kindes zusätzlich den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende in Höhe von 1308 € pro Jahr geltend machen. Einen zweiten Erwachsenen-Freibetrag wie bei einem Ehepaar kann eine Alleinerziehende nicht anbringen - es gibt eben nur einen Erwachsenen. Ich kann den Wunsch nach mehr Entlastung verstehen, doch ich halte es dennoch für wichtiger, das begrenzt zur Verfügung stehende Geld des Bundes jetzt erst einmal in den Ausbau der Kinderbetreuung zu investieren. Denn vom Steuerfreibetrag profitieren nur die Familien, die so viel verdienen, dass sie überhaupt Steuern zahlen. Wenn die Kinderbetreuung flexibel und vor Ort wirklich vorhanden ist, haben viel mehr Frauen die Chance, auf eigenen Füßen zu stehen und den Lebensunterhalt für sich und ihr Kind zu verdienen- das ist mein vordringlichstes Ziel.

  4. #84
    Avatar von U_von_der_Leyen
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    AW: Alleinerziehende: Stellen Sie Ihre Fragen an Ursula von der Leyen!

    Warum gibt es so wenig Anreize für Arbeitgeber, mehr flexible Teilzeitarbeitsplätze zu schaffen? Oder überhaupt kinderfreundliche Arbeitsplätze? Zum Beispiel mit Kinderbetreuung, Gleitzeit, Teilzeit, Arbeitszeitkonten, Home Office, Job Sharing…

    Es ist richtig, unsere Arbeitswelt muss familienfreundlicher werden! Derzeit findet in den Köpfen der Personalverantwortlichen aber endlich ein Umdenken statt. Die wachen Unternehmen verstehen - wer eine familienfreundliche Arbeitsstruktur entwickelt, für den zahlt sich das aus: es gibt weniger Fehlzeiten, weniger Kündigungen mit kostspieligen neuen Einarbeitungszeiten, Eltern kommen früher aus der Elternzeit wieder, der Arbeitgeber ist attraktiver für Fachkräfte, wenn Beruf, Karriere und Familie vereinbar sind…. Aber es müssen noch deutlich mehr Unternehmen werden! Wir unterstützen diesen Prozess aus zwei Richtungen. Erstens mit unserem Unternehmensprogramm „Erfolgsfaktor Familie“. Das ist ein Netzwerk aus familienbewussten Unternehmen, die mit uns Bausteine, gute Erfahrungen austauschen und verbreiten, Fehler beseitigen und Hürden abbauen. Inzwischen sind 1.400 Unternehmen an Bord.

    Wir haben mal überprüft, was deutschlandweit passiert. Ein knappes Viertel aller Unternehmen setzt mindestens sieben bis neun familienfreundliche Maßnahmen um- das ist schon ein Schritt nach vorn. Denn 2003 waren es nur 9,4 %.Fast drei Viertel aller Unternehmen schätzen Familienfreundlichkeit für das eigene Unternehmen als sehr wichtig oder wichtig ein – vor drei Jahren war dies nur knapp die Hälfte (46%). Es tut sich also was in den Köpfen und in der Wirklichkeit.

    Unsere zweite Säule ist die Förderung von Betriebskitas. Seit Februar fördern wir kleine und mittlere Unternehmen (weniger als 1.000 Beschäftigte), die eine Betriebskita einrichten oder ausbauen mit einer Anschubfinanzierung für zwei Jahre. 50 Millionen Euro stehen bis 2011 dafür zur Verfügung, das sind bis zu 12.000 € pro neu geschaffenem Platz. Infos gibt es im Internet oder bei der Servicestelle unter der Telefonnummer 080/00000945. Wir können den Unternehmen vorrechnen, dass sie eine höhere Produktivität haben, wenn es ihnen heute gelingt, Fachkräfte zu binden. Denn das sind häufig junge Väter und Mütter. 80 Prozent der jüngeren Arbeitnehmer sagen, sie würden den Arbeitgeber wechseln, wenn die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht mehr stimmt. Jeder vierte hat dies schon getan. Mir sagte neulich ein renommiertes Unternehmen in Hamburg, wenn Headhunter bei uns anrufen, dann sagen unsere Väter und Mütter, wir bleiben hier, auch wenn das Angebot finanziell attraktiv ist. Denn hier haben wir eine gute, flexible Kinderbetreuung.

  5. #85
    Avatar von U_von_der_Leyen
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    AW: Alleinerziehende: Stellen Sie Ihre Fragen an Ursula von der Leyen!

    Und warum sind nicht alle Kosten im Hinblick auf Kindererziehung, Nachhilfe und Haushaltshilfe steuerlich absetzbar und warum werden ältere Kinder (auch die ab 12 Jahre) nicht mehr unterstützt? Gerade Schulbücher, Kleidung etc. schlagen ins Geld.

    Sie haben vollkommen Recht! Eltern investieren, sehr viel Liebe, Kraft und Geld in ihre Kinder - und die gesamte Gesellschaft profitiert am Ende davon. Deshalb fördert der Staat bestimmte Leistungen über die Steuer. Wir haben dies deutlich aufgestockt. Die Bundesregierung hat die steuerliche Berücksichtigung von Kinderbetreuungskosten in den vergangenen zwei Jahren stark verbessert. In der Regel werden die Kosten zu 2/3, bis zu 4000 € pro Kind im Jahr berücksichtigt. Und auch für die Haushaltshilfe gibt es eine Steuerermäßigung und zwar

    - 10 Prozent, höchstens 510 € bei geringfügiger Beschäftigung
    - 12 Prozent, höchstens 2400 € wenn Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung gezahlt werden und keine geringfügige Beschäftigung vorliegt
    - 20 Prozent , höchstens 600 € für haushaltsnahe Dienstleistungen, die im Haushalt erbracht werden.

    Außerdem wird die Betreuung, Erziehung oder Ausbildung eines Kindes wird über Kindergeld oder über den Freibetrag für Betreuung, Erziehung oder Ausbildung in Höhe von 2160 € berücksichtigt.

    Diese Steuererleichterungen sind wunderbar, haben aber einen kleinen Haken. Man muss überhaupt Steuern zahlen, um davon zu profitieren. Mein Ansatzpunkt, um Familien zu helfen, ist ein gestaffeltes Kindergeld. Davon haben vor allem Eltern mit mehreren Kindern etwas. Die brauchen es besonders. Sie brauchen ein größeres Auto, eine größere Wohnung und auch die Waschmaschine dreht so machen Runde mehr als in kleinen Familien. Wenn wir im Herbst darüber reden, wie das Kindergeld erhöht werden soll, werde ich vorschlagen, die Erhöhung gestaffelt vorzunehmen. Für das zweite Kind gibt es mehr als für erste, für dritte mehr als für das zweite und so weiter. Auch wenn es vielleicht nur ein paar Euro Monat mehr sind und das wenig zu sein scheint- für eine Familie mit schulpflichtigen Kindern ist das aufs Jahr bezogen viel Geld. Davon kann man einige Schulhefte oder Tuschkästen oder einen Ranzen kaufen.

  6. #86
    Avatar von U_von_der_Leyen
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    AW: Alleinerziehende: Stellen Sie Ihre Fragen an Ursula von der Leyen!

    Was tut der Staat gegen nicht zahlungswillige Väter, die sich jeglicher Verantwortung entziehen?

    Nach der Studie über Unterhaltszahlungen für minderjährige Kinder in Deutschland, die 2002 im Auftrag unseres Ministeriums durchgeführt wurde, erfüllen 69 % der Unterhaltspflichtigen regelmäßig und in voller Höhe den Kindesunterhaltsanspruch.

    Aber klar: Da bleiben immer noch rund ein Drittel aller Väter, die sich ihrer Unterhaltspflicht entziehen. Das ist bitter und manchmal packt einen deshalb die kalte Wut! Es ist immerhin SEIN Kind!

    Wenn der Vater nicht zahlt, springt der Staat erst einmal mit dem Unterhaltsvorschuss ein, der an die alleinerziehende Mutter gezahlt wird. Der Staat „kämpf“ ebenso mit den säumigen Vätern. Wir versuchen ja, den gewährten Unterhaltsvorschuss wieder einzutreiben, aber das gelingt nur in rund 20% der Fälle. Und: Unterhaltsentziehung ist ein Straftatbestand. Die Verletzung der Unterhaltspflicht wird strafrechtlich mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet. Das zeigt: Hierbei haben wir weniger das Problem einer vermeintlichen Untätigkeit des Staates, als vielmehr das Problem der Rücksichtslosigkeit und Verantwortungslosigkeit dieser Väter.

  7. #87
    Avatar von U_von_der_Leyen
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    AW: Alleinerziehende: Stellen Sie Ihre Fragen an Ursula von der Leyen!

    Welche Maßnahmen sind konkret von der Bundesregierung geplant, um den Wiedereinstieg von alleinerziehenden Müttern in den Beruf speziell zu fördern oder auch nebenberufliche
    Weiterbildung (Qualifizierungen) mit vergünstigten Konditionen anzubieten?


    Über diese Frage freue ich mich besonders, denn erst in der vergangenen Woche habe ich gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit ein neues Programm für Wiedereinsteigerinnen aufgelegt.

    Das Hauptproblem: Diese Frauen gehen nicht zur Bundesagentur für Arbeit. 92 Prozent sind dort gar nicht erfasst. Sie sehen sich nicht als arbeitslos an, sondern suchen ganz diffus. Deshalb schaffen wir ein Informations-Internet-Portal, wo wir all die Angebote, die es bei der Bundesagentur für Arbeit oder in den verschiedenen Bundesländern gibt, ordnen und bündeln – und zwar genau auf die Fragen hin, die die Frauen haben: Welchen Beruf suche ich? Wie alt sind die Kinder? Brauche ich ein Auto oder nicht? Welche Arbeitszeiten habe ich? Zweitens wollen wir mit der Wirtschaft konkrete Bausteine entwickeln, was diese Frauen zum Wiedereinstieg brauchen: Weiterbildung, schnell und spezifisch, flexible Arbeitszeiten und die Verankerung vor Ort.
    Konkret stellen wir uns folgende Säulen des Aktionsprogramms vor:

    1. Wir erstellen zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit ein gemeinsames Internetportal mit Lotsenfunktion.
    In den einzelnen Bundesländern gibt es sehr unterschiedliche Anlaufstellen, Programme und Maßnahmen, die sich auch an Wiedereinsteigerinnen richten, ohne dass dies immer sogleich erkennbar wäre. Mit dem Portal ist schnell zu erkennen, wer die Frauen in ihrer Region konkret womit unterstützt.

    2. Wir entwickeln mit Unternehmen Maßnahmen, die zeigen, wie der Einstieg nach einer langen Pause in den Beruf gut gelingen kann.
    Für 2008-2010 stehen uns hier für ESF-Mittel in Höhe von rund 14 Millionen € zur Verfügung.
    Es laufen dazu Gespräche mit Wirtschaftsverbänden, Frauenverbänden, Weiterbildungs- und Beratungseinrichtungen und verschiedenen Fachfrauen wie den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten.

    3. Auf Bundesebene müssen wir immer besonders daran arbeiten, dass unsere Projekte vor Ort auch wirklich ankommen und funktionieren. Dabei helfen uns mehr als 500 Mehrgenerationenhäuser und die 468 Lokalen Bündnisse für Familie. Sie machen den Frauen Weiterbildungsangebote und geben praktische Tipps.
    Auch unsere „Infobörsen für Frauen“, die wir seit 2007 fördern und die in zahlreichen Städten und Gemeinden aktiv sind, werden wir mit einspannen.

  8. #88
    Avatar von U_von_der_Leyen
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    AW: Alleinerziehende: Stellen Sie Ihre Fragen an Ursula von der Leyen!

    Meine Frage wäre, warum alleinerziehende Studierende so von der Politik hängengelassen werden. Es gibt für 14 Monate Elterngeld und danach muss man schlimmstenfalls mit dem Kindergeld über die Runden kommen, wo gerade Produkte rund ums Baby/Kind ziemlich teuer sind und es auch noch weiter
    werden. Bafög bekommt ja auch nicht jeder, und einen Nebenjob zu finden, der sich mit Studium und Kind vereinbaren lässt, ist auch sehr schwierig. Die Alternative wäre, dass ich die Regelstudienzeit noch weiter überschreite als ist das jetzt schon werde. Dabei wird man hier doch nicht müde zu betonen, dass Akademikerinnen unbedingt Kinder bekommen müssen.


    Es ist klasse, dass Sie ein Kind erziehen und studieren! Ich kenne die Schwierigkeiten, die Sie ansprechen und ich möchte Ihnen Mut machen. Denn Politik hat verstanden, dass sich in Deutschland einiges ändern muss, bis wir ein so familienfreundliches Land sind, wie wir, Sie und ich, uns das wünschen.

    Sie haben die Probleme allein erziehender Studierender angesprochen: erstens das Geld, zweitens die schwierige Vereinbarkeit von Studium und Kindererziehung – also von Kinderbetreuung an der Uni bis zu Prüfungen/ Studienangeboten, die Kinderzeiten mitdenken – und dann noch die Frage der Regelstudienzeit.

    Ein paar Stichpunkte zum Finanziellen. Das Elterngeld haben Sie angesprochen- es hilft in den ersten 14 Monaten, über die Runden zu kommen. Jetzt gibt es seit Jahresbeginn einen Kinderzuschlag im Bafög für alle studierenden Eltern mit einem Kind bis zum zehnten Lebensjahr. Der Zuschlag beträgt für das erste Kind monatlich 113,00 Euro und für jedes weitere Kind 85,00 Euro. Das betrifft zurzeit rund 28.000 junge Eltern. Auch die Hinzuverdienstmöglichkeiten sind verbessert worden. Wer Bafög bekommt, darf anrechnungsfrei statt bisher 350 jetzt 400 Euro hinzuverdienen. Darüber hinaus bekommen Studierende länger Bafög, auch über die Regelstudienzeit hinaus, wenn sie ein Kind erziehen. Wenn der Vater des Kindes keinen Unterhalt zahlt oder zahlen kann, springt der Staat ein- es scheint vielleicht im ersten Moment nicht so relevant zu sein, aber für den Bund sind das jedes Jahr rund 850 Millionen Euro, die er für die Väter auf den Tisch legt.

    Das alles hilft Alleinerziehenden schon ein gutes Stück, um den Alltag zu meistern, aber es ist auch mir nicht genug. Unsere Arbeitswelt in Wirtschaft und Wissenschaft - und dazu zähle ich die Universitäten aus Sicht der Studierenden eben auch schon, muss Kinder mitdenken. Die tapfersten Mütter verzweifeln, wenn sie zwischen Kindern und Studium aufgerieben werden, weil die Studienbedingungen Kinder ausblenden. Immer mehr Hochschulen fangen an, umzudenken. Es fängt bei den Studienangeboten an, die so aufgestellt werden, dass Eltern mit Kindern, eine Chance haben, die Kinder in die Vorlesung mitzubringen oder sie betreuen zu lassen. 60 Hochschulen haben sich als familienfreundlich zertifizieren lassen, bieten verbesserte Kinderbetreuungsangebote an und richten Teilzeitstudiengänge ein. Hier gilt das gleiche Prinzip wie bei den Unternehmen: Wer junge Menschen binden will, muss sich Gedanken darüber machen, wie sie Beruf und Familie im Unternehmen bzw. in der Hochschule vereinbaren können.

    Die Bundesregierung hilft hier mit, in dem sie den Ausbau der Kinderbetreuung massiv fördert- mit vier Milliarden Euro bis 2013. Bis dahin soll für jedes dritte Kind unter drei Jahren ein Platz in einer Kita oder bei einer Tagesmutter entstehen. Und es soll einen Rechtsanspruch auf diesen Platz geben. Wenn die Kinderbetreuung flexibel und in der Nähe der Uni oder des Arbeitsplatzes ist, haben vor allem Alleinerziehende eine Sorge weniger.

  9. #89
    Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    AW: Alleinerziehende: Stellen Sie Ihre Fragen an Ursula von der Leyen!

    Guten Morgen,

    wir danken Frau von der Leyen, dass sie sich die Zeit genommen hat, Fragen aus der BRIGITTE.de-Community exemplarisch zu beantworten.

    Ebenfalls danken wir unseren Userinnen dafür, dass so viele Fragen gestellt wurden und bitten um Verständnis, dass wir der Familienministerin aus zeitlichen Gründen nicht alle hier gestellten Fragen zur Beantwortung vorlegen konnten.

    Viele Grüße
    das BRIGITTE.de-Team
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.

  10. #90
    Natural
    gelöscht

    AW: Alleinerziehende: Stellen Sie Ihre Fragen an Ursula von der Leyen!

    Komisch, wieso haben die Antworten mich jetzt nicht wirklich überrascht?!

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