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  1. #41
    Avatar von Yumi79
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    AW: Bri-Cercle de lecture - "La tête en friche" de Marie-Sabine Roger

    Hallo,

    Saleya, danke für Deine Ausführungen zu den Texten. Genauso hatte ich mir das gedacht. „La Peste“ sagte mir auch etwas (ohne, dass ich es gelesen hätte), aber von dem anderen Buch hatte ich noch nie gehört und wusste nun nicht, ob ich verpasst hatte, dass das in Frankreich ein Bestseller ist, oder ob es eben „nur“ der Autorin passte.

    Off topic: Dass Du bei „L’élégance du hérisson“ aufgegeben hast, beruhigt mich. Ich kämpfe mich da durch und bin derzeit auf Seite 150, ohne allerdings alles verstanden zu haben. Mehrere Vokabelfragen an mein persönliches, lebendes Wörterbuch wurden mit der typisch französischen Geste der hochgezogenen Schultern bei gleichzeitigem Vorschieben der Unterlippe („pffffffft“ ) beantwortet, also scheint der Text auch für Muttersprachler nicht ganz leicht zu sein.

    Wenn ich mich bei Suzies Frage nach dem „typisch französischen“ Buch mal einmischen darf: Vielleicht ist das einfach eine Frage der Übersetzung. Empfindest Du eventuell auch im Original auf Englisch verfasste Bücher als ähnlich? Dann könnte es ja sein, dass Übersetzer einen bestimmten Stil verwenden, auch wenn der im Original gar nicht so vorhanden ist…

    Ich habe noch eine Frage an alle zu „La tête en friche“: Wie habt Ihr denn Germains „religiöse“ Äußerungen interpretiert? Ich habe die Formulierungen gerade nicht im Kopf (und das Buch nicht in Reichweite), aber er benutzt immer wieder Ausdrücke, in denen Gott bzw. der Herr vorkommt. Ich konnte das nicht richtig einordnen: Ist er nun sehr religiös (wohl eher nicht), meint er das blasphemisch, oder redet er einfach nur so daher (so wie viele Leute „Gott sei Dank!“ sagen, ohne das wörtlich zu meinen)? Oder ist es nichts von alledem und dient dazu, die vorgebliche Einfachheit seiner Gedanken zu unterstreichen? Ich fand das etwas gewöhnungsbedürftig und kenne auch im richtigen Leben niemanden, der diese Ausdrücke verwendet (wohingegen mir viele der anderen umgangssprachlichen bzw. vulgären Ausdrücke durchaus geläufig waren ). Wie habt Ihr das gelesen?

    Einen schönen Sonntag,

    Yumi

  2. #42
    Moderation Avatar von Suzie Wong
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    AW: Bri-Cercle de lecture - "La tête en friche" de Marie-Sabine Roger

    Zitat Zitat von Yumi79 Beitrag anzeigen
    (...)
    Wenn ich mich bei Suzies Frage nach dem „typisch französischen“ Buch mal einmischen darf: Vielleicht ist das einfach eine Frage der Übersetzung. Empfindest Du eventuell auch im Original auf Englisch verfasste Bücher als ähnlich? Dann könnte es ja sein, dass Übersetzer einen bestimmten Stil verwenden, auch wenn der im Original gar nicht so vorhanden ist…
    hallo Yumi, gerne.
    Ich bin eigentlich eine passionierte Krimileserin, und da gibt es natürlich den typisch britischen Krimi. Ich finde, es gibt auch einige typisch amerikanische Autoren, Richard Powers, Richard Price, Jonathan Franzen. Und bei diesem Buch dachte ich, es ist ähnlich wie viele andere, die ich von frz Autoren gelesen habe. Es schwingt eine gewisse Leichtigkeit mit. Aber vielleicht ist es rein subjektiv.

    suzie





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  3. #43
    Avatar von saleya
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    AW: Bri-Cercle de lecture - "La tête en friche" de Marie-Sabine Roger

    Yumi,
    ja "die Eleganz des Igels" ist kein einfaches Buch zu lesen, mir war nach 50 Seiten irgendwie noch nicht klar, was die Autorin mitteilen wollte Ich war auch enttäuscht weil das Buch so viele gute Rezensionen hatte aber als ich in meinem Freundeskreis nachgefragt habe, was sie von dem Buch halten, gab es nur ein Freund der es mochte. Die anderen waren alle enttäuscht.

    Was German betrifft, seine Ausdrücke haben meiner Meinung nach nicht damit zu tun, dass er religiös wäre. Ich denke, er redet nur so daher. Da es mir nicht besonders aufgefallen ist, kann es sein dass in Frankreich solche Ausdrücke öfter benutzt werden

    saleya
    "Mein Leben geschieht, ob ich mir nun Sorgen mache oder nicht."

  4. #44
    Avatar von saleya
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    AW: Bri-Cercle de lecture - "La tête en friche" de Marie-Sabine Roger

    Zitat Zitat von Suzie Wong Beitrag anzeigen
    hallo Yumi, gerne.
    Ich bin eigentlich eine passionierte Krimileserin, und da gibt es natürlich den typisch britischen Krimi. Ich finde, es gibt auch einige typisch amerikanische Autoren, Richard Powers, Richard Price, Jonathan Franzen. Und bei diesem Buch dachte ich, es ist ähnlich wie viele andere, die ich von frz Autoren gelesen habe. Es schwingt eine gewisse Leichtigkeit mit. Aber vielleicht ist es rein subjektiv.

    suzie
    Hallo Suzie,
    das kann schon sein dass viele französische Bücher eine ähnliche Art haben. Da ich damit aufgewachsen bin merke ich es vielleicht nicht
    saleya
    "Mein Leben geschieht, ob ich mir nun Sorgen mache oder nicht."

  5. #45

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    AW: Bri-Cercle de lecture - "La tête en friche" de Marie-Sabine Roger

    Zitat Zitat von Yumi79 Beitrag anzeigen

    Ich habe noch eine Frage an alle zu „La tête en friche“: Wie habt Ihr denn Germains „religiöse“ Äußerungen interpretiert? Ich habe die Formulierungen gerade nicht im Kopf (und das Buch nicht in Reichweite), aber er benutzt immer wieder Ausdrücke, in denen Gott bzw. der Herr vorkommt. Ich konnte das nicht richtig einordnen: Ist er nun sehr religiös (wohl eher nicht), meint er das blasphemisch, oder redet er einfach nur so daher (so wie viele Leute „Gott sei Dank!“ sagen, ohne das wörtlich zu meinen)? Oder ist es nichts von alledem und dient dazu, die vorgebliche Einfachheit seiner Gedanken zu unterstreichen? Ich fand das etwas gewöhnungsbedürftig und kenne auch im richtigen Leben niemanden, der diese Ausdrücke verwendet (wohingegen mir viele der anderen umgangssprachlichen bzw. vulgären Ausdrücke durchaus geläufig waren ). Wie habt Ihr das gelesen?
    In meiner Reclam-Ausgabe Seite 154 zitiert er einerseits einen Apostel "Bien mal, à qui ne profite jamais!" was mit "Unrecht Gut gedeiht nicht übersetzt wird. Im nächsten Absatz "gesteht" er, dass er vom Opfergeld geklaut hat.
    Das klingt nicht besonders religiös für mich und auch nicht blasphemisch. Er glaubt einfach nicht und das ganz im Stillen. Daher verstehe ich seine Erwähnungen, die mir beim ersten Lesen nicht einmal besonders aufgefallen sind, einfach als gedankenlos dahergeredet.

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