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  1. #1091
    Avatar von marylin
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    AW: Rueckschritt marsch fuer die Frauenbewegung

    Zitat Zitat von 1Cheriemignonne Beitrag anzeigen
    hmm, das wäre sicher nicht so ihr Ding, meines übrigens auch nicht, da müsste ich schon in sehr arger Not sein, wenn alle Stricke bei einer Jobsuche reißen sollten.
    Naja, aber davon reden doch hier die Meisten - dass die Frauen in finanzielle Not/Armut fallen - und das ist keine Grund, auch einen Job anzunehmen, der nicht "so sein Ding" ist? Hm, dann sollte man aber auch nicht meckern, wenn man von H4 leben muss.
    Bevor man anfängt zu reden, könnte man sich überlegen:
    Ist es wichtig?
    Ist es wahr?
    Und ist es besser, als die Stille?


  2. #1092
    Avatar von 1Cheriemignonne
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    AW: Rueckschritt marsch fuer die Frauenbewegung

    Naja, es ist ja auch nicht so, dass Frau zwangsläufig nach einer Trennung in die Armut fällt und da nie wieder raus kommt........Aber sie ist eben auch nicht so anspruchsvoll was die Jobwahl angeht - es stört sie auch nicht, Hotelzimmer zu putzen...
    Mit Putzen, Hotelzimmer putzen wird sie bestimmt nicht wieder aus der Armut rauskommen. Und als Akademikerin, in diesem Fall Betriebswirtin, wäre das schon ein ziemlich tiefer Fall nach einer Scheidung...
    Strenge Dich nicht so an,
    denn die besten Dinge passieren,
    wenn Du sie am wenigsten erwartest.

  3. #1093
    Avatar von Caramon
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    AW: Rueckschritt marsch fuer die Frauenbewegung

    Zitat Zitat von 1Cheriemignonne Beitrag anzeigen
    Mit Putzen, Hotelzimmer putzen wird sie bestimmt nicht wieder aus der Armut rauskommen. Und als Akademikerin, in diesem Fall Betriebswirtin, wäre das schon ein ziemlich tiefer Fall nach einer Scheidung...
    Es ging glaube ich bloß darum das sie heraus kommen kann....
    .......nicht das sie heraus kommen wird.....
    Finde es aber etwas komisch: wenn sie Betriebswirtin ist dann Hotelzimmer putzen müßte. Weshalb kann sie nicht als Betriebswirtin arbeiten?

    Den Begriff "finanzielle Not" finde ich interessant. Fällt darunter nur das man weniger Geld als vorher verdient oder zählt auch beispielsweise ein Existenzminimum das durch Sanktionen weiter minimiert werden kann dazu?

  4. #1094

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    AW: Rueckschritt marsch fuer die Frauenbewegung

    Zitat Zitat von Caramon Beitrag anzeigen
    Finde es aber etwas komisch: wenn sie Betriebswirtin ist dann Hotelzimmer putzen müßte. Weshalb kann sie nicht als Betriebswirtin arbeiten?
    Weil sie keine Stelle findet, nehm ich mal an.

    Den Begriff "finanzielle Not" finde ich interessant. Fällt darunter nur das man weniger Geld als vorher verdient oder zählt auch beispielsweise ein Existenzminimum das durch Sanktionen weiter minimiert werden kann dazu?
    Finanzielle Not hat man dann, wenn die Ausgaben grösser sind als die Einnahmen und keine Reserven mehr vorhanden, um die Differenz zu überbrücken.

    gruss, barbara
    «Bae» heisst auf Koreanisch «Bauch». Allgemein bedeutet es «mutig, kühn, waghalsig, nervenstark, frech» oder «durchsetzungsstark».

  5. #1095

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    AW: Rueckschritt marsch fuer die Frauenbewegung

    Zitat Zitat von 1Cheriemignonne Beitrag anzeigen
    Und als Akademikerin, in diesem Fall Betriebswirtin, wäre das schon ein ziemlich tiefer Fall nach einer Scheidung...
    Wenn man nichts findet, weil man zu lang aus dem Beruf raus ist (und um die 50), kann man sich auf seinem Betriebswirt ein Ei backen.

  6. #1096
    Avatar von jofi2
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    AW: Rueckschritt marsch fuer die Frauenbewegung

    Zitat Zitat von molto1 Beitrag anzeigen
    Wenn man nichts findet, weil man zu lang aus dem Beruf raus ist (und um die 50), kann man sich auf seinem Betriebswirt ein Ei backen.
    Ja, und das ist durchaus vorhersehbar.
    Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewissheit ist eine absurde.
    (Voltaire)

  7. #1097
    Hutliebhaberin
    gelöscht

    AW: Rueckschritt marsch fuer die Frauenbewegung

    Zitat Zitat von jofi2 Beitrag anzeigen
    Ja, und das ist durchaus vorhersehbar.
    das weiß man hinter her....

    Ich finde und fand immer so zu leben wie es meinen Wertvorstellungen entspricht.
    Und die wurden mir im Leben buchstäblich vor die Füße geknallt.

    Man könnte es auch Naivität nennen.
    Nie im Leben dachte ich meine Kinder eben nicht ganztags betreuen lassen zu wollen.
    Und der Preis dafür war mir auch nicht bewusst.

    Ich glaube das geht irgendwie allen Frauen so.

    Letztens bei hart - aber - fair waren ja Frauen zu Gast die sich sehr spät für ein Kind entschieden hatten.
    Der Wunsch hatte sie förmlich überrollt.
    Und im Laufe der Diskussion stellte sich dann raus.

    Frauen wollen eigentlich jung Kinder bekommen - aber sie haben da noch nicht die Basis für ihr Leben.
    Die Karriere läuft noch nicht rund und keine Frau will eben das Risiko der Hausfrauenehe eingehen.

    Mich hat überrascht wie überwältigend dann doch noch ein Kinderwunsch durchbrechen kann.

    Frauenbewegung sollte sich immer auch am Frausein orientieren.

    Was mich betrifft: meine Entscheidung für die Familie fiel mir damals schwer, weil ich eben voller Ängste gewesen bin.
    Aber, für mich zählt: es hätte mich viel mehr getroffen wenn eines meiner Kinder unter die Räder gekommen wäre.

    So gesehen ist meine Rechnung eben aufgegangen - und das ist das Wichtigste.

  8. #1098

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    AW: Rueckschritt marsch fuer die Frauenbewegung

    Ich bin bei meinen Kindern erst einmal zu Hause geblieben, aber unterschiedlich lange. Anders hätte ich es gar nicht gekonnt. Meine süßen, entzückenden Babys alleine lassen? Die Tränen, wenn man geht? Nicht aushaltbar für mich.

    Ich habe kurz vor und einige Jahre nach 30 Kinder bekommen. Beim letzten Kind bin ich schon wieder sehr früh eingestiegen, was mir heute noch ein wenig leid tut.
    Aber es saß drin, weil meine Eltern ganz intensiv meine Kinder mitbetreut haben und ich wusste, dass es den Kids fast noch besser ging als mit mir.

    Wenn ich mir was für uns Frauen wünschen könnte, wäre es, dass jede ganz ihren Gefühlen entsprechend leben kann, ohne als Hausmütterchen oder Gegenteiliges bezeichnet zu werden.
    Jede sollte Kinder und Beruf oder nur das eine oder nur das andere oder gemischt und nach Bedarf haben und machen können, ohne dass das Lebensmodell be- oder verurteilt wird.

  9. #1099
    Avatar von Amelie63
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    AW: Rueckschritt marsch fuer die Frauenbewegung

    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    das weiß man hinter her....

    Ich finde und fand immer so zu leben wie es meinen Wertvorstellungen entspricht.
    Und die wurden mir im Leben buchstäblich vor die Füße geknallt.
    das ist das berühmte was-wäre-wenn-gewesen-Spiel, völlig unbefriedigend. Denn du wirst nie wissen, ob dir eine andere Lebensart bzw andere Werte nicht mindestens genauso vor die Füße geknallt wäre..

    Man könnte es auch Naivität nennen.
    Nie im Leben dachte ich meine Kinder eben nicht ganztags betreuen lassen zu wollen.
    Und der Preis dafür war mir auch nicht bewusst.

    Ich glaube das geht irgendwie allen Frauen so.
    glaube ich auch. Letztlich bezahlen "wir" immer einen Preis. Es ist nur die Frage, ob er uns das wert ist, was wir dafür kriegen.

    Ich vermute, dass dieser Konflikt in den allermeisten Männerbiografien keine oder nicht so eine starke Rolle spielt. Ich gebe zu, das ist das einzige, was ich Männern neide (neben dem leichteren Muskelaufbau... )


    Mich hat überrascht wie überwältigend dann doch noch ein Kinderwunsch durchbrechen kann.

    ..Frauenbewegung sollte sich immer auch am Frausein orientieren.
    Ich halte das ehrlich gesagt für einseitig. Ich glaube eher, dass einen in der Mitte des Lebens grundsätzlich leicht mal das überrollen kann, was man bisher zu wenig gelebt hat, weil es nicht ging oder man es aus anderen Gründen unterdrückt hat. Bei mir stelle ich fest, dass ich, seit mein Kind erwachsen ist, total froh bin aus der Familienkiste raus zu sein und mein Leben, von den materiell-existenziellen Verpflichtungen mal abgesehen, recht unabhängig gestalten kann. Endlich auch beruflich durchstarten zu können (da hatte ich lange Orientierungsprobleme), das hat sozusagen mich überrollt. Und ich vermute, dass es das genauso oft geben wird wie dieser späte Kinderwunsch.
    Wie gesagt: in der Lebensmitte klopft oft und gern das andere an, das bisher zu wenig Raum hatte.

    Auch das gehört zum Frausein und darum finde ich nach wie vor, dass die Frauenbewegung die Rahmenbedingungen für sehr vielseitige und individuelle Biografien schaffen sollte. Nicht mehr und nicht weniger.


    Zitat Zitat von Hutliebhaberin Beitrag anzeigen
    So gesehen ist meine Rechnung eben aufgegangen - und das ist das Wichtigste.
    letztlich zählt die Fähigkeit, die eigene Biografie so zu bewerten, damit alles einen Sinn ergibt, zu unserer psychisch-sozialen Gesundheit.

    Das meine ich jetzt nicht auf dein Fazit bezogen, sondern durchaus selbstkritisch, auch wenn ich jetzt schon länger mit meiner eigenen Lebensschau im Reinen bin.
    Grüße
    A.

    Das Ziel der Entwicklung ist es nicht, sich aus der reinen Sensomotorik heraus zu entwickeln, das Ziel besteht darin, dem Geist im Körper eine Heimat zu bereiten

    Esther Thielen

  10. #1100
    Avatar von Amelie63
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    AW: Rueckschritt marsch fuer die Frauenbewegung

    Zitat Zitat von Cara123 Beitrag anzeigen

    Wenn ich mir was für uns Frauen wünschen könnte, wäre es, dass jede ganz ihren Gefühlen entsprechend leben kann, ohne als Hausmütterchen oder Gegenteiliges bezeichnet zu werden.
    Jede sollte Kinder und Beruf oder nur das eine oder nur das andere oder gemischt und nach Bedarf haben und machen können, ohne dass das Lebensmodell be- oder verurteilt wird.
    wäre auch mein Idealzustand.
    Und hier liegt, meiner Meinung nach eines der größten Mißverständnisse bezüglich dem Feminismus: Ich verstehe darunter keine Ideologie, die bestimmte Werte und die Inhalte, wie diese umzusetzen sind, vorschreibt, sondern eine Bewegung, die sich für die Schaffung von Strukturen (Rahmen)einsetzt. Natürlich sind da die Lebensbedingungen von Frauen im Fokus, aber ähnlich wie das auch für andere Gruppen gilt (Kinder, Tiere), ist es letztlich ein Teil von Menschenschutz, Menschenrechten und besseren Lebensbedingungen generell (darum hab ich auch den Tierschutz vorher erwähnt, der letztlich auch diese zur Folge hat.)

    Natürlich werden alle Bewegungen auch sehr unterschiedlich verstanden und gelebt, es treffen sich hier schließlich viele Menschen mit sehr unterschiedlichen Motivationen. Darum wird auch viel gestritten und es gibt viele unterschiedliche Ansätze, die teilweise recht ideologisch vermarktet werden. Das gehört halt nunmal zu einer Vielfalt dazu. Kein Grund den Feminismus an sich zu verteufeln. DEN Feminismus an sich gibt es eh nicht. Muss es auch nicht geben, denn sonst wäre er ja eine Ideologie im o.g. Sinne.

    Die generelle Verurteilung von Lebensmodellen scheint leider eine sehr menschliche Sache zu sein. Aber wie stark die in einer Gesellschaft verankert ist und vor allem wie geschlechtsspezifisch die ist, das hat sehr viel mit diesen Strukturen und politischen Signalen in dieser Gesellschaft zu tun. Vieles ist sicher traditionell gewachsen, aber deshalb noch lange nicht unveränderbar, braucht halt vielleicht etwas länger, kann durch z.B. politische Weichenstellung aber durchaus beschleunigt werden.

    Ob diese Verurteilerei eine typisch deutsche Sache ist, keine Ahnung. Manchmal kommts mir so vor. Die Verurteilerei von Frauen/Müttern bezüglich ihrer Lebensweise ist hier aber schon stärker als in vielen unserer Nachbarländer.
    Grüße
    A.

    Das Ziel der Entwicklung ist es nicht, sich aus der reinen Sensomotorik heraus zu entwickeln, das Ziel besteht darin, dem Geist im Körper eine Heimat zu bereiten

    Esther Thielen

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