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  1. #21
    Avatar von Blueee
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    262

    AW: Wie mit depressiver Phase des Partners umgehen?

    Ich diskutiere momentan mit ihm nicht. Das zieht die Spirale ja nur weiter zu.

    Ja, diese Abweisungen sind nicht schön - das stimmt. Ich lass mich aber gerade nicht entmutigen, ihm trotzdem immer eine kleine Nettigkeit zukommen zu lassen. Winzige Kleinigkeiten. Vielleicht kommen sie ja irgendwann mal bei ihm an.

    Er hat mal erwähnt, dass er wieder zu seiner Therapeutin gehen will, aber ob er sich inzwischen drum gekümmert hat, weiß ich nicht. Werde das aber noch mal in einer guten Minute ansprechen.

    Immerhin gab es gestern einen Lichtblick, wo er mal so wie vorher war. Hoffe, das war, weil er es so empfunden hat - und nicht, weil die anderen sonst blöde Frage stellen.

    Alles nicht gerade einfach. Heute kann ich mir mein Buch "Wenn der Mensch, den man liebt, depressiv ist" holen.

  2. #22

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    11

    AW: Wie mit depressiver Phase des Partners umgehen?

    Bin vor ziemlich genau einem Jahr auch depressiv gewesen (und deswegen auch in ärztlicher Behandlung)
    Es ist für einen Partner waaaahnsinnig schwer damit umzugehen! Und man kann auch schlecht irgendwelche Tipps geben - da jeder Mensch anders ist/reagiert!
    Mein Freund hat mir sooooo viel geholfen - auch wenn ich das damals so nicht gesehen habe - dass ich einfach keine Worte finde.....
    Das wichtigste war aber - und das habe ich auch damals gespürt - dass er zu mir gehalten hat! Er war DA für mich! (auch wenn ich es in den schwierigen Zeiten gar nicht haben wollte, und nur allein sein wollte! weglaufen wollte!)
    Wenn er wirklich depressiv ist, bin ich der Meinung, dass er nur mit ärztlicher Hilfe es schafft. Wenn er auch noch dazu WEISS, dass du immer für ihn da bist, dann werdet ihr bestimmt diese Phase meistern.
    Auch wenn es ein langer und schwieriger Weg ist!!!

    Ich wünsche euch alles Gute!

  3. #23
    Avatar von Blueee
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    AW: Wie mit depressiver Phase des Partners umgehen?

    Liebe Mona-Lina,

    freut mich zu hören, dass Du es gewesen bist.

    Ja, ich bin für ihn da. Schwer ist es, ja. Weil da so gar keine Liebe von ihm zurück kommt (bis auf die Ausnahme gestern). Unter anderen Umständen würd ich ihn drauf ansprechen, so nicht.

    Da liegen so viel Dinge in seiner Vergangenheit, die er aufarbeiten muss. Ich bin mir auch sehr sicher, dass er das mit therapeutischer Unterstützung schafft, aber den Weg kann er leider nur selbst gehen.

    Und ich hoffe, dass mich meine Verlustangst nicht weiter knebelt.

  4. #24
    Avatar von Rezeptfrei
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    AW: Wie mit depressiver Phase des Partners umgehen?

    Blueee, warum stürzt du dich jetzt wieder in die Helferrolle und holst dir das Buch?
    Eure Beziehung steht von seiner Seite aus gerade stark auf der Kippe. Wenn du ihn jetzt mit Verständnis überschüttest, ihm „kleine Nettigkeiten“ zukommen lässt und ihn wieder auf die Therapie ansprichst, wirst du ihn (und da bin ich mir sehr sicher) in die Flucht schlagen. Du erdrückst ihn, zerrst an ihm und respektierst seine Wünsche nicht.
    Du bist nicht seine Mutter. Auch nicht seine Therapeutin.

    Du scheinst im Moment zwanghaft die Kontrolle über eine Situation behalten zu wollen, die nicht mehr in deiner Hand liegt. Anstatt deine eigene Selbstsicherheit zu stärken, stürzt du dich in blinden Aktionismus und Scheinsicherheit, die ich vor dem Hintergrund, dass er dich um Ruhe gebeten hat, für absolut kontraproduktiv halte.
    Dir fehlt Liebe und Bestätigung von seiner Seite. Weil du sie aufgrund seiner Krankheit nicht von ihm über den „normalen Beziehungsweg“ bekommen kannst, versuchst du dir das Gefühl, gebraucht zu werden, über einen anderen Weg zu holen.

    Ich will dich nicht angreifen und dich auch nicht verletzen. Allerdings bin ich mir sicher, dass er die Beziehung schneller beenden wird, als dir lieb ist, wenn du auf dieser Schiene weiterfährst. Hör auf ihn. Respektier seine Wünsche. Kümmere dich endlich mal um dich selbst. Und lass ihn, so schwer es dir fällt, einfach mal in Ruhe.

    Gruß
    Rezeptfrei
    Einem Mann in den Arsch zu kriechen ist der schlechteste Weg, um sich in sein Herz zu schleichen.

    *
    Ich wasche meine Hände in Unfug

  5. #25
    Avatar von Blueee
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    AW: Wie mit depressiver Phase des Partners umgehen?

    Liebe Rezeptfrei,

    ich gehe den Empfehlungen von Betroffenen nach, die mir das Buch empfohlen haben.

    Wenn ich ihn erdrücken würde, wär er gestern nicht so zu mir gewesen.

    Ich respektiere seine Wünsche, weil ich ihn in Ruhe lasse, nicht weiter über das Thema spreche. Nicht nachfrage, wann wir uns sehen.

    Ich benötige definitiv nicht das Gefühl, gebraucht zu werden - aber ich sehe auch nicht, dass ich mich rechtfertigen muss.

    Mein Leben geht auch so weiter - ich hab an meinem Lebensstil gerade nichts geändert.

    Ich weiß nicht, welcher Weg falsch oder richtig ist - mir ist nur von mehreren Seiten zugetragen worden, dass ich einfach da sein soll und ihm immer mal Nettigkeiten zukommen, aber mit keiner Antwort rechnen soll.

    LG

  6. #26
    Seawasp
    gelöscht

    AW: Wie mit depressiver Phase des Partners umgehen?

    Bluee,

    ich kann mich Rezeptfrei nur anschliessen. Nutze die Chance, die Du hier bekommst: Dich mit Dir und Deinen (Verlust-)Ängsten auseinander zu setzen und aus Dir heraus ein Stück Autonomie zu gewinnen. Denn genau darum geht es bei vielen Ängsten - um einen Konflikt zwischen Autonomie und Abhängigkeit.

    Dein Freund muss lernen, mit seinen Depressionen zurecht zu kommen, das ist SEIN Weg. Er muss entscheiden, welche Hilfen er sich holt, ob er sich behandeln lässt, Medikamente einnimmt, eine Therapie macht. Du kannst ihm diesen Weg nicht abnehmen, sondern nur da sein - wenn und falls das dem entspricht, was Du empfindest.

    Du tust Deinem Freund, kranken Menschen insgesamt keinen Gefallen, wenn Du ihm/ihnen Dinge abnimmst und von der Partner- in eine Elternrolle schlüpfst. Damit sabottierst Du die Paarbeziehung und Dich selbst.

    Grüssle
    Seawasp

  7. #27
    Avatar von Blueee
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    AW: Wie mit depressiver Phase des Partners umgehen?

    Liebe Seawasp,

    ich weiß, dass ich ihm das nicht abnehmen kann und das hab ich auch nicht vor. Ich will ihm nur nicht das Gefühl geben, ihn allein zu lassen.

    LG

  8. #28
    Seawasp
    gelöscht

    AW: Wie mit depressiver Phase des Partners umgehen?

    Nachsatz:

    Auch einen depressiven Menschen muss man nicht in Watte packen. Es ist erlaubt und in Ordnung, wenn Du Deine Verletzungen artikulierst. Das ist ein Stück Fürsorge für Dich. Es kann schwierig sein, Grenzen zu ziehen und auseinander zu halten, wo es um fremde und wo um eigene Themen geht. Fürsorge, die wir anderen zukommen lassen, kann letztlich im Grunde Fürsorge sein, die wir uns für uns selbst wünschen.

    Es ist wichtig, da genau hinzuschauen.

    Grüssle
    Seawasp

  9. #29

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    AW: Wie mit depressiver Phase des Partners umgehen?

    Blueee, warum stürzt du dich jetzt wieder in die Helferrolle und holst dir das Buch?
    Ein Buch kann zum Verständnis sehr helfen. Ich habe mir als Betroffene auch verschiedene Literatur zugelegt, einen Vortrag besucht etc.
    Es muß ja nicht gleich deshalb sein, um dem anderen helfen zu wollen. Das steht auf einem anderen Blatt und ist auch nicht so möglich wie es immer gewünscht wird.
    Von außen ist das schwer zu verstehen.

  10. #30
    Avatar von Blueee
    Registriert seit
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    AW: Wie mit depressiver Phase des Partners umgehen?

    Zitat Zitat von Nadine75
    Ein Buch kann zum Verständnis sehr helfen. Ich habe mir als Betroffene auch verschiedene Literatur zugelegt, einen Vortrag besucht etc.
    Es muß ja nicht gleich deshalb sein, um dem anderen helfen zu wollen. Das steht auf einem anderen Blatt und ist auch nicht so möglich wie es immer gewünscht wird.
    Von außen ist das schwer zu verstehen.

    Ich kaufe das Buch nicht, um IHM zu helfen - sondern um zu versuchen zu verstehen.

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