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Ergebnis 71 bis 80 von 179
  1. #71

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    AW: Ab wann ist eine Beziehung gescheitert? Bin traurig

    punto, nochmal: und:
    Zitat Zitat von punto30 Beitrag anzeigen
    all das würde eines voraussetzen, selbsterkenntnis u. damit den wunsch so nicht mehr sein zu wollen.
    für depressive herrscht ja ein ungleichgewicht, aber leider nicht jenes dass ihr partner sieht u. fühlt, sondern im gegenteil eines auf ihrer seite. egal wieviel auch kommt, es ist nie genug u. nie so gut dass es reichen würde.
    selbsterkenntnis ist nur die halbe miete... die zweite voraussetzung wäre die bereitschaft, sich mal nicht um sich zu kümmern.
    sich mal zurückzunehmen und auf einen anderen menschen eingehen.
    nicht alles nur in bezug auf die eigenen bedürfnisse zu instrumentalisieren, z.b "ach, wie schön, du hattest einen schönen abend im kino - für mich ist das ja zur zeit nichts, mir geht es so schlecht", oder "oh, du warst im urlaub, ich wünschte, ich könnte das auch mal machen, aber ich habe da diese ängste..." oder eben, wie flowerpower es meiner meinung nach macht: "was du, bist genervt von mir. das tut mir leid. aber du magst mich doch, oder?'"
    immer dreht sich alles nur um sie... das laugt so aus.

    flowerpower, es geht hier nicht ums niedermachen... zumindest bei den menschen, mit denen ich zu tun habe, die so eine struktur habe, ist ja keine böse absicht dahinter. trotzdem entsteht für den anderen eine unerträgliche situation. vielleicht helfen dir unsere "ausbrüche", die andere seite - deinen freund - besser zu verstehen!

  2. #72
    Avatar von elli07
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    AW: Ab wann ist eine Beziehung gescheitert? Bin traurig

    Zitat Zitat von FlowerPower2012 Beitrag anzeigen
    .....Leute, ich hab kein gutes Gefühl mehr..... Es scheint echt so, als ob er (mich) nicht mehr wollte. Er sucht dann (meiner Meinung nach) nach Ausreden. Er will ja sonst eh immer, aber mit mir kann man ja nix anfangen, ich will ja sonst nicht..... Versteh ich ja alles, aber der Ton von ihm und diese Kälte lassen mich langsam verzweifeln.

    Habe ich das wirklich verdient ....
    Zuerst mal: in einer Beziehung geht es nicht ums "verdienen". Denn dann müsste sich das dein Freund auch fragen, oder ?

    FlowerPower,

    ich schrieb es ganz am Anfang des Stranges bereits: ich war mit einem Mann verheiratet, bei dem ähnliche "Eigenschaften" vorhanden waren wie bei dir..... Was ich sagen will: irgendwann geht es nimmer. Du hast dich im Urlaub am Riemen gerissen und dich bemüht. Das hat etwas verkrampftes und das kannst du auf Dauer nicht durchhalten, solange du dein Verhalten nicht von innen raus änderst sozusagen. Sofern du das für dich überhaupt möchtest und es nicht nur drum geht, den Mann zu halten um jeden Preis.

    Irgendwann ist die Kraft des anderen am Ende. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass es in einer Partnerschaft Dinge gibt, die einfach nicht passieren dürfen. Das lässt sich im Nachhinein auch nicht mehr korrrigieren beispielsweise nach dem Motto "ich bin seelisch krank, hatte miese Eltern und kann garnix dafür, also verdien ich Verständnis".

    Sorry für meine etwas harschen Worte.

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)

  3. #73
    Avatar von punto30
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    AW: Ab wann ist eine Beziehung gescheitert? Bin traurig

    Zitat Zitat von ambiva Beitrag anzeigen
    punto, nochmal: und:


    Zitat Zitat von ambiva Beitrag anzeigen
    selbsterkenntnis ist nur die halbe miete... die zweite voraussetzung wäre die bereitschaft, sich mal nicht um sich zu kümmern.
    sich mal zurückzunehmen und auf einen anderen menschen eingehen.
    sich um sich selbst zu kümmern halte ich für völlig ok, aber eben dann wenn man es dem anderen auch zugesteht.
    das geht aber bei depressiven meist nicht. ihre kraft ist für sie da u. die des partners auch für sie. sie wissen sehrwohl dass dies ungerecht ist, aber sie haben ja ihre krankheit als rechtfertigung "ich würde ja wenn ich könnte".
    damit lässt sich das schlechte gewissen prima kaufen "wie kann er mir böse sein wenn er doch weiß dass ich es nicht absichtlich mache" u. schon sind die bedenken wiedermal weggewischt u. es kann wieder um sie gehen.

    dass es durchaus die krankheit ist die sie dazu treibt ist wohl richtig, richtig ist aber auch dass sie ein bewußtsein dafür hätten, allein der wunsch nach der opferrolle ist stärker u. natürlich auch einfacher als mal zu sagen "jetzt versuch ichs einfach mal anders u. schau was passiert". bei all dem angeblichen leiden dass sie durchmachen würds auf den versuch auch nicht mehr ankommen. manche schaffen dann den absprung od. zumindest eine verbesserung u. sind im nachhinein froh darüber ein völlig neues leben gewonnen zu haben wo freude u. zufriedenheit mehr platz einnimmt als traurigkeit u. schmerz.

    Zitat Zitat von ambiva Beitrag anzeigen
    nicht alles nur in bezug auf die eigenen bedürfnisse zu instrumentalisieren, z.b "ach, wie schön, du hattest einen schönen abend im kino - für mich ist das ja zur zeit nichts, mir geht es so schlecht
    die einfache frage dahinter ist immer "und was ist mit mir?"
    ich habe als erstes gefühl, wenn mir z.b. jemand sagt "ich war gestern mit xy im kino", ein positives in bezug auf die person, also denke mir "das war sicher schön". der gedanke "und ich war nicht dabei" kommt mir da nicht. klar kommt dann der gedanke "ich möcht auch mal wieder ins kino" auf, aber losgelöst von dem ereignis u. ohne negative assoziation.

    bei depression ist es wohl anders gelagert. als erstes kommt wohl obiger gedanke "und was ist mit mir?", also die direkte assoziation "x ist mit y ins kino gegangen u. ich war nicht dabei. mich wollen sie wohl nicht dabei haben. keiner will mich dabei haben...." die spirale dreht sich, gespeist von erfundenen gedanken die nicht der realität entsprechen sondern einfach zum "alle sind gegen mich" schema passen müssen.



    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    nach dem Motto "ich bin seelisch krank, hatte miese Eltern und kann garnix dafür, also verdien ich Verständnis".
    der ersten teil des mottos mag durchaus stimmen, die schlußfolgerung aber nicht, da hast du recht
    denn sie lautet genau genommen dann ja "alle anderen sollen nun busse tun für die ungerechtigkeit die mit wiederfahren ist"
    der kleine umstand dass alle anderen daran keine schuld tragen fällt dabei unter den tisch.

    es sollte also heißen "ich bin seelisch krank, hatte miese Eltern und kann garnix dafür, also wünsche ich mir verständnis um mein problem aufarbeiten zu können"
    Männer haben für jede Lösung ein Problem!

  4. #74
    Avatar von elli07
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    AW: Ab wann ist eine Beziehung gescheitert? Bin traurig

    Zitat Zitat von punto30 Beitrag anzeigen
    ...es sollte also heißen "ich bin seelisch krank, hatte miese Eltern und kann garnix dafür, also wünsche ich mir verständnis um mein problem aufarbeiten zu können"
    Aber auch diese Unterstützung kann nicht ein Partner/eine Partnerin alleine dadurch geben, indem er/sie jedes Verhalten des/der anderen kommentarlos, geduldig und auf ewige Zeiten zu ertragen hat. Das macht auf Dauer schlichtweg nur kaputt.

    Die "Hauptarbeit" hat der Betroffene zu leisten, indem professionelle Hilfe geholt wird, falls er alleine aus der Abwärtsspirale nicht rauskommt.

    Mit dem "wünschen" ist es halt so ne Sache. Denn wenn dem anderen irgendwann die Kräfte ausgehen, hat er möglicherweise wieder den Schwarzen Peter: "ich habe mir Unterstützung gewünscht, ja, nicht gefordert , jetzt lässt er mich doch hängen". Inzwischen bin ich der Meinung, dass man sich Probleme anderer erstmal nicht zu eigen machen sollte.

    Paartherapie halte ich in Fällen wie den TE für reichlich fraglich. Habe ich mit meinem Ex auf seinen Wunsch hin auch angefangen, er(!) hat sie nach wenigen Sitzungen abgebrochen, weil man nicht genügend auf ihn(!) eingegangen sei.

    Gruß, Elli
    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
    Geändert von elli07 (23.02.2013 um 10:54 Uhr)

  5. #75

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    AW: Ab wann ist eine Beziehung gescheitert? Bin traurig

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Die "Hauptarbeit" hat der Betroffene zu leisten, indem professionelle Hilfe geholt wird, falls er alleine aus der Abwärtsspirale nicht rauskommt.
    klar - aber zu den paar-problemen gehören dann wieder zwei dazu. der partner muss auch lernen, dass er nicht allmächtig ist zum beispiel. ist ja erstmal sehr toll, helfen zu können! dann laugt es allmählich aus und die inneren und äußeren konflikte beginnen - da ist dann auch viel einsicht in die eigene begrenztheit erforderlich um das zu leisten, was die aufgabe des nicht-depressiven partners ist: abgrenzen, hände heben, auf abstand gehen.
    das geschieht oft zu spät und führt dann zu aggressiven ausbrüchen, wie flowerpower ja jetzt auch erlebt hat. das kann man natürlich nicht alles auf den partner schieben, so verständlich es auch ist.

    ich finde übrigens, es gibt parallelen zu suchterkrankungen: indem man immer wieder beistand leistest, stabilisiert man das elend; die einzige chance auf besserung ist verweigern...
    wobei das ja dann eher eine therapeutische maßnahme ist und die partnerschaft/freundschaft in ihrer eigentlichen form in so einem moment unterbrochen oder zuende ist.

  6. #76

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    AW: Ab wann ist eine Beziehung gescheitert? Bin traurig

    Zitat Zitat von FlowerPower2012 Beitrag anzeigen
    Was bei uns noch (erschwerdend) dazu kommt, sind Impulsivität und großes Temperament.
    Er sagt dann wieder, wie schwer er es mit mir hat - ich reagiere darauf und dann beginnt das große Geheule (so wie gestern). Dann sind wir wieder kurz vorm Beenden, reden und merken beide, wie sehr wir uns lieben. Dann kommt meist eine Phase der Harmonie. Jeder ist zurückhaltend und liebevoll. Auch ich bemühe mich sehr.
    Wenn ich oder auch er dann wieder gereizt sind (durch Stress im Job oder meine Phobien) wirds wieder schwierig.

    Ich weiß dann eben nicht, wie viel Streit und Rebereien "normal" sind und wann es zu weit geht....
    Wie sehen denn der Streit und die Reibereien aus? Streit und Reibereien haben ja immer ihre Ursache, die oftmals auch mit einem Selbst zu tun haben, das eigene Leben, die Lebensumstände oder der Partner funktionieren gerade nicht so, wie man es möchte. Ich persönlich finde ja aber das ist nur meine ganz eigene persönliche Meinung, dass man in einer Beziehung oder generell auch in freundschaftlichen, familiären, beruflichen Beziehungen, nicht streitet. Gibt es ein Problem, wird darüber gesprochen. Streit empfinde ich als Schwäche. Oftmals hört man ja, in einer guten Beziehung müssen manchmal die Fetzen fliegen. Ich bin nicht der Meinung. Ich bin der Meinung, dass man Unstimmigkeiten sachlich ausdiskutieren sollte, schon alleine aus dem Respekt dem anderen Menschen gegenüber. Mit einem Menschen, der gerne streitet, käme ich nicht klar oder besser gesagt, es würde mich auslaugen, weil ich jedes Wort auf die Goldwaage legen müsste.
    Geändert von Verwunderte (23.02.2013 um 11:22 Uhr)

  7. #77
    Avatar von punto30
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    AW: Ab wann ist eine Beziehung gescheitert? Bin traurig

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Aber auch diese Unterstützung kann nicht ein Partner/eine Partnerin alleine dadurch geben, indem er/sie jedes Verhalten des/der anderen kommentarlos, geduldig und auf ewige Zeiten zu ertragen hat. Das macht auf Dauer schlichtweg nur kaputt.

    Die "Hauptarbeit" hat der Betroffene zu leisten, indem professionelle Hilfe geholt wird, falls er alleine aus der Abwärtsspirale nicht rauskommt.
    vielleicht sollte man auch akzeptieren dass es menschen gibt die zeitlebens niemals raus kommen od. anders werden, die daher auch nie wirklich langfristige od. stabile partnerschaften führen können. manches lässt sich vielleicht nicht heilen/ändern sondern nur eine gewisse zeit ertragen.
    partner kommen u. gehen, halten eine gewisse zeit durch, irgendwann geben sie auf od. werden durch andere ersetzt. der kranke selbst akzeptiert diesen ablauf irgendwann u. sieht es als normalen fluß des lebens, welcher hald so ist. die menschen sind eben schlecht, partnerschaften nicht von dauer... wie sollte man solchen menschen helfen od. bewußt machen dass dies nicht der normalzustand ist.

    ich denke so traurig es ist, von manchen menschen muß man einfach die finger lassen u. sich nichtmal mehr fragen ob u. warum. sie mögen ein leben haben dass uns vielleicht traurig erscheint, aber sie haben es selbst i.d. hand, sich jedoch entschlossen es so zu leben.

    der partner als therapeut (es sei denn er ist dies wirklich beruflich) ist ein nicht zu stemmender trugschluß, die gut gemeinte hilfe (vielleicht sogar aus liebe) ist eigentlich keine, sie ist im gegenteil oft noch beihilfe ins verderben.
    ambiva hat es schön verglichen mit einem suchtkranken. manche müssen erst fallen u. ganz unten aufschlagen bevor sie sich vielleicht wieder hocharbeiten können, solange sie immer im netz des partner "weicher" landen, sehen sie keinen grund was zu ändern, der innere schweinehund jauchzt u. sagt "fein, wenn andere mich abferdern kann ich mich zurücklehnen u. muß selbst nicht ackern"
    Männer haben für jede Lösung ein Problem!

  8. #78
    Avatar von brighid
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    AW: Ab wann ist eine Beziehung gescheitert? Bin traurig

    Zitat Zitat von punto30 Beitrag anzeigen
    der partner als therapeut (es sei denn er ist dies wirklich beruflich) ist ein nicht zu stemmender trugschluß, die gut gemeinte hilfe (vielleicht sogar aus liebe) ist eigentlich keine, sie ist im gegenteil oft noch beihilfe ins verderben.
    ambiva hat es schön verglichen mit einem suchtkranken. manche müssen erst fallen u. ganz unten aufschlagen bevor sie sich vielleicht wieder hocharbeiten können, solange sie immer im netz des partner "weicher" landen, sehen sie keinen grund was zu ändern, der innere schweinehund jauchzt u. sagt "fein, wenn andere mich abferdern kann ich mich zurücklehnen u. muß selbst nicht ackern"

    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

    es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist. nelson mandela

    auf grosser kaperfahrt für kleine piraten

  9. #79
    Igraine12
    gelöscht

    AW: Ab wann ist eine Beziehung gescheitert? Bin traurig

    Zitat Zitat von FlowerPower2012 Beitrag anzeigen
    Was bei uns noch (erschwerdend) dazu kommt, sind Impulsivität und großes Temperament.
    Er sagt dann wieder, wie schwer er es mit mir hat - ich reagiere darauf und dann beginnt das große Geheule (so wie gestern). Dann sind wir wieder kurz vorm Beenden, reden und merken beide, wie sehr wir uns lieben. Dann kommt meist eine Phase der Harmonie. Jeder ist zurückhaltend und liebevoll. Auch ich bemühe mich sehr.
    Wenn ich oder auch er dann wieder gereizt sind (durch Stress im Job oder meine Phobien) wirds wieder schwierig.

    Ich weiß dann eben nicht, wie viel Streit und Rebereien "normal" sind und wann es zu weit geht....
    Das klingt sehr nach Drama-Beziehung. Solche laufen meistens solange bis einer nicht mehr kann und beendet, was zum Wohle von beiden Beteiligten ist.

    Igraine

  10. #80
    Avatar von Elliot66
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    AW: Ab wann ist eine Beziehung gescheitert? Bin traurig

    Zitat Zitat von ambiva Beitrag anzeigen
    klar - aber zu den paar-problemen gehören dann wieder zwei dazu. der partner muss auch lernen, dass er nicht allmächtig ist zum beispiel. ist ja erstmal sehr toll, helfen zu können! dann laugt es allmählich aus und die inneren und äußeren konflikte beginnen - da ist dann auch viel einsicht in die eigene begrenztheit erforderlich um das zu leisten, was die aufgabe des nicht-depressiven partners ist: abgrenzen, hände heben, auf abstand gehen.
    das geschieht oft zu spät und führt dann zu aggressiven ausbrüchen, wie flowerpower ja jetzt auch erlebt hat. das kann man natürlich nicht alles auf den partner schieben, so verständlich es auch ist.

    ich finde übrigens, es gibt parallelen zu suchterkrankungen: indem man immer wieder beistand leistest, stabilisiert man das elend; die einzige chance auf besserung ist verweigern...
    wobei das ja dann eher eine therapeutische maßnahme ist und die partnerschaft/freundschaft in ihrer eigentlichen form in so einem moment unterbrochen oder zuende ist.
    ..da kann ich dir voll und ganz zustimmen, leider als selbst betroffene, die schon ein halbes leben an ängsten und depressiven schüben leidet..habe mich auch immer in die opferrolle begeben, meinen partnern viel zu viel abverlangt und wurde selbst dadurch letztendlich noch schwacher und kleiner..es war nie genug, was mir mein partner gab, immer wollte ich mehr liebe und anerkennung, als wenn ein großes loch in mir war udn alles gute einfach durchrutschte, mein leidensdruck war kaum noch zu ertragen und meines partners auch....vieles war mir ja nicht bewusst und anfangs habe ich immer die schuld beim partner gesucht,dachte wenn er nur richtig mit mir umgeht wäre ja alles viel besser und einfacher....vor ca 3 jahren wude ich aber entgültig wach und es kam der totale absturz in einer sehr kräftzerrenden beziehung...

    ich habe mir hilfe geholt, bin freiwillig in einer klinik, nehme leichte medikamente und mache gerade eine therapie..ich habe endlich begriffen wo mein anteil lag und was ich an mir verändern muss..ich bin jetzt über 2 jahre singel und auf einem sehr guten weg, auch wenn alte muster, verletzungen aus der kindheit mich immer wieder einholen..aber ich kämpfe, versuche mehr bei mir zu bleiben und hoffe, das ich irgendwann mal in der lage bin eine ganz normale beziehung zu führen...heute weiß ich, wie schwer das für meine partner gewesen sein muss, aber ich habe nur mich gesehen udn meine bedürfnisse..nicht aus böser absicht, mir war es einfach nicht bewusst...

    und ich bin heute der meinung, solange man seelisch so angeschlagen ist, sollte man keine enge beziehung führen, das klappt einfach nicht..kein partner kann einen therapieren, da muss man ganz alleine durch, sich reflektieren und therapeutische hilfe holen, das ist die einzige chance auf veränderung..ja und diese aggressiven wutausbrüche beim partner, kenne ich auch wo es dann letztendlich auch zu gewalt kam, weil viele grenzen überschritten wurden...

    ich sehe mich heute auch nicht mehr als opfer und weiß, das vieles nur in meinen händen liegt und ich für meine gedanken udn gefühle verantwortlich bin, ich kann sie lenken und zum positiven bringen, was natürlich viel übung und achtsamkeit erfordert..ich für mich persönlich, werde erst wieder eine partnerschaft eingehen, wenn ich etwas mehr meine mitte gefunden habe und meine psyche etwas im gleichgewicht ist..außerdem neigt man als erkrankter sich auch die falschen partner auszusuchen, jedenfalls habe ich das bei mir so erkannt, ein muster was sich immer wiederholte...

    ..alles das braucht seine zeit und geht nicht von heute auf morgen..und diese zeit sollte man sich nehmen, man hat nur ein leben
    Für Wunder kann man beten, an Veränderungen muss man arbeiten

    glg Elliot

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