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  1. #11
    Avatar von brighid
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    AW: Reduzierter Kontakt zu den Schwiegereltern

    ella- du schreibst selbst- dass seine eltern sich landestypisch verhalten. das es dort so üblich ist.

    stecke deine grenzen an deiner tür und lasse sie bitte so sein, wie sie in ihrem land eben sind.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

    es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist. nelson mandela

    auf grosser kaperfahrt für kleine piraten

  2. #12

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    AW: Reduzierter Kontakt zu den Schwiegereltern

    Liebe Brighid,

    mit landestypisch meine ich, daß von mir erwartet wird, Verletzungen zu schlucken. Selbstverständlich sitze ich nicht in deren Haus und streite mich mit ihnen, aber weil ich auf Dauer auch nicht mehr alles schlucken kann, bleibe ich ihnen fern. Rückzug statt Konfrontation - aber das ist auch nicht richtig in ihren Augen und eben landesuntypisch.

    Erwartet wird, daß ich da sitze mit einem Lächeln, obwohl ich weiß, wie über mich gesprochen wird, obwohl meine eigenen Grenzen nicht akzeptiert werden. (Ich wohne in einem skandinavischen Land, mehr möchte ich dazu in einem öffentlichen Forum nicht schreiben...)

    Liebe Grüße,

    Ella

  3. #13
    Avatar von brighid
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    AW: Reduzierter Kontakt zu den Schwiegereltern

    du hast den kontakt zu ihnen bereits reduziert.

    sie können ja von dir erwarten was sie wollen- du bist nicht verpflichtet dahin zu gehen. dich dahin zu setzen.

    rückzug mag in ihren augen nicht richtig sein und landesuntypisch.

    warum willst du mit aller gewalt, dass sie sich dir anpassen und dich mögen? sie wollen es nicht. sie wollen dass du dich ihnen anpasst. es ist ihr land. so lange wie du dich nicht anpasst- fühlen sie sich im recht.

    es ist ein glatter machtkampf- wer hat recht- wer hat die besseren nerven- wer hält die trotzreaktion länger durch?

    du wirst sie nicht ändern. und sie werden dich nicht ändern. und doch meinst du, dass sie sich doch ändern sollen. und sie erwarten das von dir.

    ihr könnt nicht zusammen kommen.

    das einzige was ich an dem punkt mit meiner schwiegermutter und dem rest der familie des kindsvater gemacht habe: er ist hingefahren wenn er wollte. und ich habe ein gastgeschenk mitgegeben. fertig.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

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  4. #14

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    AW: Reduzierter Kontakt zu den Schwiegereltern

    Liebe Brighid,

    da habe ich mich falsch ausgedrückt. Mir ist mein Mann wichtig, ich habe nicht seine Familie gewählt, sondern ihn. Natürlich haben mich etliche ihrer Handlungen verletzt, aber eben weil ich eingesehen habe, daß ich sie nicht ändern kann, möchte ich keinen Kontakt. Ich umgebe mich gerne mit Leuten, denen ich vertrauen kann, die ich mag und die mich mögen, aber ich brauche den Kontakt nicht zu Menschen, die mir nicht guttun. Mein Problem ist eher, daß sich mein Mann, obwohl er sagt, daß er grundsätzlich zu mir steht, eben doch zwischen den Stühlen fühlt und ich deshalb wissen wollte, wie andere in ähnlichen Situationen damit umgehen, und zwar als Paar. Ich halte es so wie Du, ich fahre nicht mit, gebe aber aus Höflichkeit ein Geschenk mit. Mehr nicht.

    Ella

  5. #15

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    AW: Reduzierter Kontakt zu den Schwiegereltern

    Zitat Zitat von Ella1979 Beitrag anzeigen
    Ich halte es so wie Du, ich fahre nicht mit, gebe aber aus Höflichkeit ein Geschenk mit. Mehr nicht.
    Das ist schon mal gut!

    Mich erinnerte diese Situation, mit einem gequälten Lächeln zwischen Menschen zu sitzen, von denen ich weiß, dass sie mich ablehnen, an eigene Erfahrungen, die ich sehr unschön fand, die mich auch sehr geschwächt haben, bis ich mich aufgerafft habe, eine ganz andere Haltung einzunehmen.

    Zitat Zitat von Ella1979 Beitrag anzeigen
    Mein Problem ist eher, daß sich mein Mann, obwohl er sagt, daß er grundsätzlich zu mir steht, eben doch zwischen den Stühlen fühlt ...
    An seinen Gefühlen kannst Du da nicht wirklich was ändern. Ich würde wohl ihm zuliebe, damit er sieht, dass Du Dich für ihn einsetzt und nicht einfach konsequent Dein Ding durchziehst, das ein oder andere "unnötige" Mal mitgehen und gute Miene machen.
    Viele Grüße

    Massashi

  6. #16
    Avatar von brighid
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    AW: Reduzierter Kontakt zu den Schwiegereltern

    Zitat Zitat von Massashi Beitrag anzeigen
    An seinen Gefühlen kannst Du da nicht wirklich was ändern. Ich würde wohl ihm zuliebe, damit er sieht, dass Du Dich für ihn einsetzt und nicht einfach konsequent Dein Ding durchziehst, das ein oder andere "unnötige" Mal mitgehen und gute Miene machen.
    zu anfang meiner ehe habe ich das auch noch getan.

    in dem masse wie sich unsere ehe verschlechtert hat- habe ich es gelassen.

    aber: zum zeitpunkt als er mir noch sehr wichtig war, ich sein leid sah- habe ich durchaus das eine oder andere mal meinen stolz heruntergeschluckt und mir gedacht: what shalls. das geht vorbei.
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  7. #17

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    AW: Reduzierter Kontakt zu den Schwiegereltern

    Massashi und Brighid,

    ich habe ja jahrelang meinen Stolz runtergeschluckt. Geholfen hat es mir nicht. Klar wünsche ich mir für ihn (nicht für mich, mir bringt der Kontakt nichts), daß ich da ab und an mit dabei bin. Momentan kann ich das aber nicht. Selbst wenn ich mich dazu zwingen würde - mit Magenschmerzen und Brechreiz im Auto zu sitzen und schon an der Tür zu zittern, ist nicht so das Wahre, da zeigt mir ja mein Körper deutlich, wo die Grenze ist.

    In Bezug auf das Weihnachtsessen habe ich gesagt, daß es der denkbar ungünstigste Moment sei, den Kontakt wieder aufzunehmen, weil Erwartungen zu dieser Zeit des Jahres oft doch unrealistisch hoch sind und ich vermeiden möchte, daß am Schluß einer heult (entweder ich oder die Schwiegermutter oder beide). Da packe ich lieber etwas Nettes zusammen und er fährt allein hin. Ich sehe diese Entscheidung sogar für einen besseren Kontakt, nicht dagegen, weil sich zu Weihnachten alles noch mehr hochschaukeln würde (befürchte ich, aber da kann ich mich ja auch irren).

    Lieben Gruß,

    Ella

  8. #18

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    AW: Reduzierter Kontakt zu den Schwiegereltern

    Puh, Ella, Du standst bzw. stehst wahrscheinlich unter enormem Anpassungsdruck.

    Wenn einem ständig vermittelt wird, dass man so, wie man ist, nicht angenommen wird, dann ist das auch für starke Naturen zermürbend.

    Das liest sich jetzt so, als hättest Du gar keine Wahl. Wenn Du krank wirst, dann musst Du Dich um Dich selber kümmern. Ist Deinem Mann eigentlich klar, wie sehr diese Situation Dir zusetzt?

    Und: Schluck Deinen Stolz jetzt nicht runter. Du bist nicht in der seelischen Situation, auch noch selber Raubbau, Substanzabbau an Dir zu betreiben.

    Als ich Dein erstes Post las, fand ich darin so einige mehr oder weniger versteckte Überheblichkeit ("die sind konfliktscheu, ich hingegen offen"), die wahrscheinlich mit Abwehr zu tun hat. Mach aus dieser versteckten Abwehr eine richtige Wut! Das stärkt Dich und diese Stärke kannst Du brauchen!
    Viele Grüße

    Massashi

  9. #19
    Avatar von brighid
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    AW: Reduzierter Kontakt zu den Schwiegereltern

    Zitat Zitat von skirbifax Beitrag anzeigen
    Auch wenn es unüblich ist - bei euch ist es so. Und je selbstverständlicher er das auch lebt, desto sebstverständlicher wird es auch von der Umwelt angenommen.



    Gar nichts. Wir machen das, was wir wollen. Wir erklären und rechtfertigen uns nicht. Mein Mann hofft nicht, dass wir ein "gutes" Verhältnis bekommen.
    ich glaube, ella- wie du dich dabei fühlst und es lebst- ist sekundär. letztendlich kann es bei seinen leuten nur dann ankommen- wenn er auch wirklich zu dir und eurer beziehung steht.

    und es auch wie im zitierten text: dein mann eben nicht hofft, dass ihr ein gutes verhältnis bekommt.
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  10. #20

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    AW: Reduzierter Kontakt zu den Schwiegereltern

    Liebe Massashi,

    vielen Dank für Deine offenen Worte. Ich möchte nicht überheblich klingen, aber vielleicht ist da eine Spur Überheblichkeit, ja. Am Anfang war es nicht so, aber ich kann es mir nicht verkneifen, daß ich inzwischen Verachtung spüre für das Verhalten seiner Familie. Ich verstehe nicht, wie man schlecht über Verwandte reden kann (untereinander), aber dennoch lächelnd ein Stück Torte über den Tisch reicht. Das ist für mich falsch und bereitet mir Bauchschmerzen (wenn ich selbst betroffen bin und sehe, daß andere betroffen sind). Wenn es ein Problem gibt, dann kann ich doch denjenigen darauf ansprechen, damit das Problem gelöst werden kann. Dadurch zeige ich der Person ja auch, daß sie mir wichtig ist.

    Mein Mann weiß, wie ich körperlich reagiere. Vor unserer Trennung im letzten Jahr hat er mir aber vorgehalten, das bewußt einzusetzen. Ein bißchen Unwohlsein in bestimmten Situationen kennen sicher die meisten. In der Form habe ich es bei mir vorher aber auch noch nicht erlebt. In meinem Beruf habe ich viel mit Menschen zu tun, denen ich helfe, zugunsten einer klaren und respektvollen Kommunikationihre eigenen Bedürfnisse besser zu formulieren.

    Ich merke zum ersten Mal, wie schwierig es ist, das dann im Privaten in die Tat umzusetzen, weil Kommunikation ja immer ein Wechselspiel ist. Deshalb die Abwehr...

    Liebe Grüße, Ella

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