Seit 1 1/2 Jahren habe ich (49) eine Art intensiv-platonische Beziehung zu einem Mann (51), der 200 km von mir entfernt wohnt. Wir haben uns über ein (anderes) Internet-Forum kennen gelernt. Er hat ein abgeschlossenes Studium und zwei abgeschlossene Berufsausbildungen, aber insgesamt nur wenige Jahre gearbeitet. Ist seit Jahren arbeitslos und lebt von Ersparnissen. Finde ich schon nicht so doll.
Andererseits hat er nach dem Tode seiner Eltern auch viele Jahre im ererbten Elternhaus allein gelebt und ebenso lange keine Freundin mehr gehabt. Daher dachte ich, er würde sich - motiviert durch unsere Bekanntschaft - nun einen Ruck geben und mehr tun, um beruflich Fuß zu fassen. Angeblich suchte er auch nach Möglichkeiten, sich in meiner Wohngegend als Heilpraktiker selbstständig zu machen, zumal er im letzten Jahr oft mehrere Wochen am Stück bei mir gewohnt hat. Die Selbstständigkeit hier hat mangels Findens eines geeigneten Praxisraumes aber bisher nicht geklappt. Nun wird er in den nächsten Tagen sein Elternhaus verkaufen und plant gleichzeitig eine Selbstständigkeit an seinem Wohnort, zumindest versuchsweise. Steht kurz davor, dort einen dilettantisch gefassten Mietvertrag für einen Praxisraum zu unterschreiben. Parallel dazu will er angeblich in meiner Gegend weitersuchen. Meine Appelle, die Sache systematischer anzugehen, haben bisher nichts genützt. Er hat sich auch bisher noch nicht um eine andere Wohnung für sich selbst bemüht - womöglich sitzt er Mitte nächsten Jahres, wenn die künftigen Eigentümer sein bisheriges Haus beziehen, auf der Straße. Aber er lässt sich nichts sagen und beharrt auf seinen spinnerten Ideen. Diese Traumtänzerei ärgert mich maßlos, und wahrscheinlich sind die Tage dieser "Beziehung" ebenfalls gezählt.
Ich habe genügend andere Probleme (siehe mein Thread "Total enttäuscht von der Verwandtschaft") und war daher froh, diesen Freund als Rückhalt zu haben, auch mit der Option, dass "mehr" (Zusammenziehen, vielleicht sogar eines Tages doch noch Heirat) daraus werden könnte. Angeblich bin ich für ihn seine "letzte Freundin", und er will auch "mit" mir "alt werden". Aber unter den gegebenen Umständen hat das Ganze doch keine Zukunftsaussichten, oder? Was meint ihr?












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