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  1. #51
    Avatar von Latona
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    @ Rachel

    Ich fürchte, es gibt keinen Anspruch darauf, mit passenden Männern eine gegenseitige Liebe zu erleben.

    Wobei man sich dabei auch selbst im Weg stehen kann:

    Manche Frauen haben ein Muster, dazu sie dazu bringt, sich immer nur für Männer zu begeistern, die kein Interesse an ihnen haben. Solche Frauen haben oft entsprechende Väter gehabt. Schaffen sie es nicht, dieses Muster zu durchbrechen, kann durchaus so etwas als Lebensbilanz herauskommen. In der Regel vergeht so ein Muster nicht von selbst, man braucht psychotherapeutische Hilfe, um es aufzubrechen.

    Die andere Möglichkeit besteht darin, dass man sich selbst nur in sehr wenige Männer verliebt. Damit sinkt natürlich auch die Wahrscheinlichkeit, dass es mit einem von diesen klappen kann!
    Solche Frauen sollten nach Möglichkeit versuchen, den Sinn und das Glück ihres Lebens nicht allein in einer Partnerschaft zu suchen, sonst werden sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Leben betrogen fühlen. Sie müssen lernen, dass das Gesetz der Wahrscheinlichkeit nichts über ihre Liebenswürdigkeit aussagt.

    Aber Frauen, die sich nur selten verlieben, haben oft auch ein ausgefülltes Leben - es sei denn, sie sind überzeugt davon, dass eine Frau nur mit einem Mann wirklich glücklich sein kann (d.h. sie haben zu viele schlechte Liebesromane gelesen). Solche Frauen verschwenden dann ihr ganzes Leben damit, vergeblich auf den Richtigen zu warten. Nicht selten hängen sie jahrelang irgendeinem nur mäßig interessierten Kandidaten hinterher, auf den sie ihre ganzen Hoffnungen bauen.
    Liebe keinen, der nicht auch Dich liebt!
    Geändert von Latona (13.11.2012 um 16:18 Uhr)

  2. #52
    Uli_F-2009
    gelöscht

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zur Ausgangsfrage:
    Ja, das ist möglich. Und da muss man gar nicht so sehr nach Ursachen suchen und psychologisch tief graben. Ein gewisser Anspruch, der nicht überzogen ist, nie zur rechten Zeit am rechten Ort, ein großes Herz und eine unpassende Umgebung. Und ein Mensch ist ein Leben lang alleine, obwohl er es nicht will.

    Was ist Liebe? 7 Milliarden Menschen und 7 Milliarden Ansichten.

    Merkt euch mal eines: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Auch, dass ein Mensch ein ganzes Leben auf dieser Erde verbringt und nie auf einen Menschen trifft, der ihn liebt, wie er liebt.

    Was deine Tante erleben musste, ist sehr traurig.
    Aber es gibt sehr traurige Lebensläufe.

  3. #53
    Avatar von Buckeye
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Latona Beitrag anzeigen
    [...]
    Aber Frauen, die sich nur selten verlieben, haben oft auch ein ausgefülltes Leben - es sei denn, sie sind überzeugt davon, dass eine Frau nur mit einem Mann wirklich glücklich sein kann (d.h. sie haben zu viele schlechte Liebesromane gelesen). Solche Frauen verschwenden dann ihr ganzes Leben damit, vergeblich auf den Richtigen zu warten. Nicht selten hängen sie jahrelang irgendeinem nur mäßig interessierten Kandidaten hinterher, auf den sie ihre ganzen Hoffnungen bauen.
    Vielleicht ist dies eine arg männliche Sicht, aber es gibt “den Richtigen” oder “die Richtige” meiner Meinung nach nicht. Wie haben alle unsere Macken, und mit zunehmendem Alter werden diese nur noch ausgeprägter. Alle Frauen in meinem Leben waren Menschen, die ich nach einer anfänglichen Verliebtheit lieben lernen mußte.

    Ansonsten hilft es m.E. ungemein, wenn man seine Mitmenschen ganz generell mag. Wirklich ungewollt einsame Menschen kenne ich nur, wenn der Wille zu einer Partnerschaft mit einer gleichzeitigen Ablehnung anderer völlig menschlicher Eigenschaften gekoppelt ist.
    „Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben, den Rest habe ich einfach verprasst.“ - George Best

  4. #54
    Avatar von Chaoshexe
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Rachel25 Beitrag anzeigen
    Liebes Forum,

    heute Mittag hab ich eine Tante von mir besucht, die schon eine Weile in einem Pflegeheim lebt. Sie ist meistens ziemlich schweigsam, heute war sie aber sehr gesprächig gewesen und hat von ihren Lieben erzählt.
    Von ihren Lieben, die allesamt unglücklich waren. Unglücklich deshalb, weil keine dieser Lieben gelebt werden konnte. Jede dieser Lieben ist einseitig gewesen, so dass es nie zu einer Beziehung gereicht hat.
    Heute ist meine Tante 86 Jahre alt und sagt ganz offen, dass sie sich aus diesem Grund nie richtig glücklich gefühlt hat und immer schrecklich darunter litt, auch wenn sie es nicht zeigen konnte.

    Ich frage mich, wie so etwas möglich ist, dass man nie in seinem Leben dem Richtigen begegnet ist? Ein Leben lang alleine. Bedarf das einer besonders starken Persönlichkeit oder ist es eher so, dass man die Hoffnung niemals aufgibt und einfach weiter lebt? Wieso passiert so etwas? Hat man das wirklich nicht in der Hand?

    Nachdenkliche Rachel
    Nun bin ich wirklich etwas schockiert. Denn mit Verlaub es ist nun zwar fast zu spät für die Tante aber nicht zu spät. Sie kann sich ja theoretisch im Altenheim nochmal verlieben und dann eine Partnerschaft eingehen.
    Sofern sie selbst sich das "erlaubt" denn ich vermute das es sich um eine schwer beziehungsgestörte Persönlichkeit handeln muss.
    Was Beziehungen angeht...meine eigne Mutter hat auch noch nie eine glückliche Beziehung erlebt, zumindest ihren Worten nach...es liegt meines Erachtens immer an der Person selbst wenn sie unglücklich mit ihrem Leben ist.
    Hat etwas mit Offenheit fürs Glück und mit Zufriedenheit zu tun.
    Meine Mutter z.B. war immer chronisch unzufrieden...auch mit meinem Vater...und allen die vor ihm da waren.
    Denke das deine Tante einfach immer viel zu hohe und von keinem menschlichen Wesen erreichbare Maßstäbe angelegt hat und deshalb nie den Partner gefunden hat.
    Eine Beziehung eingehen heisst auch Kompromisse eingehen.
    Aber natürlich für beide Partner
    Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

  5. #55

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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Das Schicksal Deiner Tante macht mich traurig. Da hat ein Mensch ein Leben lang nicht erfahren dürfen, was es heißt, eine glückliche Beziehung zu führen. Und entgegengesetzt anderer Meinungen bin ich der Ansicht, dass sie es auf den letzten Metern ihres Lebens auch nicht mehr erfahren wird, es sei denn, es gäbe eine 180° Drehung in ihrer Denk- und Gefühlswelt gepaart mit einer ganzen Ladung Selbsterkenntnis, sowie eine ziemlich große Portion Glück, mit 86 Jahren im Heim noch auf jemanden zu treffen, der ihr ein lieber (und geliebter) Weggefährte sein könnte.

    Ich wünsche ihr, dass sie die Zeit, die ihr noch bleibt, dafür nutzen kann, sich selbst und ihren Lebensweg ohne Gram anzunehmen und dafür umso mehr im Jetzt zu leben und zu erkennen, dass das Leben jederzeit (und auch mit 86 Jahren, gerade wenn man noch einigermaßen gesundheitlich "beieinander" ist) noch jeden Tag schöne Dinge bereithält (wie es z.B. der Nachbarstrang "Drei-schöne-Dinge" eindrucksvoll dokumentiert).

    Vielleicht kannst ja Du als ihre Nichte, wenn Du sie ab und zu besuchst, Teil ihrer "Schönen Dinge" werden.


    PS: Warum sie so gelebt hat, hat m.E. (s.o.) sicher auch mit ihrer Persönlichkeit zu tun, aber aufgrund der wenigen Informationen über sie ist alles, was wir über ihre Beweggründe (oder ihren Charakter/Persönlichkeit) hier schreiben, nur Mutmaßungen.

    Dem was Buckeye schreibt, kann ich allerdings vollumfänglich zustimmen!
    Geändert von bruennette_2 (13.11.2012 um 18:08 Uhr)

  6. #56
    Avatar von Lebensliebe
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Schreiben im Nachbarstrang 86-jährige mit?
    Der Sinn des Lebens ist das Glück.
    Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.

    Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe-?

  7. #57

    Registriert seit
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Lebensliebe Beitrag anzeigen
    Schreiben im Nachbarstrang 86-jährige mit?
    Nein, ich denke nicht.
    (Wobei, ich kanns ja auch nicht 100% ausschließen..wär irgendwie schön, wenn's so wäre, finde ich.) Ich erwähnte den anderen Strang auch nur, weil er m.M.n. eindrucksvoll dokumentiert, dass es in jedem Leben Schönes zu entdecken gibt, wenn man anfängt, darauf zu achten (habe ich zeitweise für mich selbst auch schon so gemacht, mir bewusst am Ende des Tages drei schöne Dinge in Erinnerung zu rufen, die ich an diesem Tag erleben durfte). Und dass ich das Rachels Tante ebenso wünschen würde: trotz eines Lebens, in dem es für sie keine wirkliche Erfüllung in Liebesdingen gab, zu entdecken, dass es nicht zu spät ist, die Augen für die "drei schönen Dinge des Tages" zu öffnen und sie zu entdecken. Wenn man das schafft, kann das sehr tröstlich sein, finde ich. - Naja.- is' grad ein bissl OT....

  8. #58
    Avatar von glaux
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Wenn drei Frauen auf zwei Männer kommen, dann ist es nicht weiter erstaunlich, daß dann Frauen ungewollt Single bleiben.

  9. #59
    Was-immer-es-gibt
    gelöscht

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Monsterpueppi Beitrag anzeigen
    Ich glaube so hart und allgemein hat Was-immer-es-gibt das gar nicht gemeint. Vermutlich eher, dass man anderen Menschen gegenüber etwas aufgeschlossener sein sollte. Klar gibt es Eigenschaften und Charakterzüge die der "Wunschpartner" unbedingt haben sollte und von denen man auch nicht abweichen möchte. Aber es gibt vielleich auch Sachen mit denen man, wenn man etwas aufgeschlossener ist, doch leben könnte.

    Ganz blödes Beispiel meinerseits: Ich würde jetzt z.B. steif und fest behaupten, dass ein Raucher absolut ganz und gar nicht für mich als Partner in Frage käme. Sollte ich jetzt aber einen Mann treffen der LEIDER Raucher ist, mit dem ich aber einen total witzigen, entspannten, interessanten Abend habe und bei dem sich vielleicht bei einem weiteren Treffen herausstellt, dass man total auf einer Welle liegt, sollte ich den dann gleich von der Liste streichen? Vielleicht gefällt ihm z.B. nicht, dass ich Fleisch essen. Möchte ich deswegen aussortiert werden oder kann man sich da nicht einfach arrangieren?! Blödes Beispiel, ich weiß, aber vielleicht trifft es das was Was-immer-es-gibt meint.
    Danke, haste gut für mich formuliert.
    Ich finde wirklich mit dieser Säge im Kopf macht man sich sehr unfrei.
    Vielleicht ist auch alles eine Frage der inneren Sicherheit. Ich hab das schon lange durch. Als junge Frau bezeichnete ich mal einen Mann als Schrankwandtypen. Voll daneben, aber so was.
    Ich denk mir Irre zu erkennen, komplett Arbeitsscheue auch.

    Ganz schlimm finde ich die Variante: wir können ja miteinander befreundet sein - mit manchmal bisschen mehr - aber feststehender Option: nicht mein Niveau!
    Geht dann meist so aus wie bei mir in frühen Jahren wenn ich mich zwischen Zweien nicht entscheiden konnte,.

    Aber, mal Ernst beiseite: mir ist einfach schon zu oft passiert, dass ich mich in einen Menschen total verschätzte - oder meinte zu wissen was unbedingt sein muss - dass ich es eben lasse...

    Ein paar Kriterien hab ich schon: 1. sollte nicht dem organisiertem Verbrechen angehören, 2. sollte mir nicht seine Religion aufdrücken wollen, sollte fließend mindestens in einer Sprache: reden, schreiben und lesen können...

    Ich wünsche dir eine entspannte Woche

  10. #60
    schnellschnell
    gelöscht

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Was-immer-es-gibt Beitrag anzeigen
    Danke, haste gut für mich formuliert.
    Ich finde wirklich mit dieser Säge im Kopf macht man sich sehr unfrei.
    Nochmal: wenn du die hast, die Säge im Kopf - ich hab sie nicht.
    Ich muss mich mit jemand wohlfühlen - das ist so oder eben nicht. Da kann man sich auch kaum verschätzen.

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