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  1. #21

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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von schnellschnell Beitrag anzeigen
    Mir hat diese Erkenntnis, im Grunde ein durchaus gewollter Single zu sein, sehr geholfen.

    Die Alternative ist ja nicht die glückliche Beziehung, die würde ich ja gerne eingehen, sondern eben aller Wahrscheinlichkeit nach eine lauwarm-irgendwiefunktionierende. Und da bin ich froh dass ich in der nicht lebe - jeden Tag. Denn die könnt auch ich haben. Will ich aber nicht.

    Und, nein, es ist auch nicht die Frage des überhöhten Anspruchs an die automatische Glückseligkeit die sofort und immerdar vorhanden sein soll- ich glaube nur nicht dass man nur lang genug in einer BAN-Beziehung ausharren muss um dann irgendwann deren Früchte zu ernten...
    100% unterschreib.*

  2. #22
    Avatar von Lebensliebe
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Ich glaube, wenn die alte Dame ihre radikale Einstellung bis 86 so konsequent durchziehen konnte, wird sie ein hochaltriger Greis ganz sicher nicht mehr bekehren können. Man kann schon sagen, dass es irgendwann vorbei ist und das vermutlich schon viel früher als mit 80.
    Nein, da habe ich das beste Beispiel in der eigenen Familie. Der Verlobte meiner Tante starb in der Nazizeit und sie blieb alleine. Mit 82 Jahren hat sie einen Mitbewohner des Altersheims "geheiratet" - in Anführungsstrichen, weil wir nie rausbekommen haben, ob die 2 wirklich geheiratet haben oder "nur" Ringe getauscht haben. Auf jeden Fall waren sie ein unzertrennliches Paar, als solches auch im Haus bekannt und akzeptiert, bis er dann 5 Jahre später starb.

    Diese Tante, die auch ihr Leben alleine verbracht hat, war eine glückliche und zufriedene Frau, die ihr Leben prima alleine gelebt hat und viel Liebe gegeben und empfangen hat - dazu brauchte sie keinen Ehemann. Sie ist 3 Monate vor ihrem 100. Geburtstag zufrieden und mit ihrem Leben im Reinen gestorben.
    Der Sinn des Lebens ist das Glück.
    Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.

    Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe-?

  3. #23
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von schuetzin1965 Beitrag anzeigen
    Warum sollte eine Frau sich freiwillig "zum Horst" machen?????
    Ich denke, was-immer-es-gibt meint eher die Bereitschaft zum Risiko?

    Um Simon and Garfunkel zu zitieren, "if I never loved I never would have cried".

    Allerdings würde ich das, anders als was-immer-es-gibt nicht als feige werten. Das Leben ist nichts für Feiglinge. Irgendwas riskiert man immer.
    ** Moderatorin in Sparforum, Freundschaftsforum, und "Fit und Sportlich"**
    ** ansonsten niemand besonderes **

  4. #24
    Avatar von LaRimbecca
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Das Leben ist nichts für Feiglinge. Irgendwas riskiert man immer.


    (<-- Eigentlich finde ich "Bestätigungs-Postings" überflüssig. Aber diese Aussage hat es wirklich in sich: Auch wenn man "nichts" tut, ist das eine Entscheidung mit Konsequenzen und bedarf der Reflexion, ob man damit dem dient, was man wirklich möchte.)
    Mache das sichtbar, was ohne dich vielleicht nie gesehen werden würde.

    - Robert Bresson -

  5. #25
    JCL
    gelöscht

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von LaRimbecca Beitrag anzeigen


    (<-- Eigentlich finde ich "Bestätigungs-Postings" überflüssig. Aber diese Aussage hat es wirklich in sich: Auch wenn man "nichts" tut, ist das eine Entscheidung mit Konsequenzen und bedarf der Reflexion, ob man damit dem dient, was man wirklich möchte.)
    Das ging mir auch so beim Lesen. Also jetzt eine Bestätigung des Bestätigungspostings.

    Ich glaube, man tut nichts, ohne es zu wollen, so oder so. Irgendeinen Vorteil hat man, sonst würde man es tun oder eben nicht tun.

    LG JCL

  6. #26
    Avatar von Blueserin
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von schnellschnell Beitrag anzeigen
    Ein Leben lang ungewollt alleine - das gibt es für mich nicht. Jeder könnte irgendeine Beziehung haben, und vielen reicht das ja auch.

    Ich denke, nie jemanden finden heißt übersetzt nur: die Vorzüge des Alleinbleibens schienen immer größer als die einer Beziehung. Also hat man sich doch durchaus gewollt gegen viele potentielle Beziehungspartner entschieden.
    Nein, das denke ich nicht. Angst ist wirklich eine sehr mächtige Kraft, die auch ihre an sich nützliche Signalfunktion verlieren und pervertieren kann- dann ist sie stärker als die Vorteile des Alleine-Lebens, OHNE dass es gewollt ist.
    Das Wort "Bindungsangst" finde ich da auch zu allgemein- es sind ja viele verschiedene Ängste, die (zu) stark erlebt werden können: Verlustangst, Angst vor Vereinnahmung, vor Überforderung, vor der eigenen Destruktivität usw...

    Zitat von JCL Ich glaube, man tut nichts, ohne es zu wollen, so oder so. Irgendeinen Vorteil hat man, sonst würde man es tun oder eben nicht tun.

    LG JCL
    Der Vorteil beim Nicht-Eingehen einer Beziehung ist dann wohl eine gewisse Ruhe und stabile Sicherheit, die man der Aufregung des Liebens vorzieht.
    Schade nur, wenn dies getan wird, ohne die (erwiderte) Liebe zu kennen, denn so bleibt immer der fahle Beigeschmack, ob man nicht "falsch" gelebt hat.

  7. #27
    Was-immer-es-gibt
    gelöscht

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von wildwusel Beitrag anzeigen
    Ich denke, was-immer-es-gibt meint eher die Bereitschaft zum Risiko?

    Um Simon and Garfunkel zu zitieren, "if I never loved I never would have cried".

    Allerdings würde ich das, anders als was-immer-es-gibt nicht als feige werten. Das Leben ist nichts für Feiglinge. Irgendwas riskiert man immer.
    Ja!
    Lassen wird das mit feige und nennen es Mut zu Gefühlen, zu Gefühle zeigen.
    Und zum Aktiv sein. Manchen mangelts ja wirklich daran.

    Irgendwas riskiert man immer - stimmt - im Zweifelsfall alleine zu bleiben.

    Verliebte Menschen sind schon was Besonderes. Oh Gott, wenn ich so zurück denke. Ich musste manchmal einfach was - das - sagen und schreiben. Ich wäre dran erstickt.
    Das war mir echt phasenweise peinlich.
    Zumal es dem Gegenüber nicht immer so ging. Hab ich ja umgekehrt genau so erlebt.

    Ich finde, so starke Gefühle erleben - oder so warme nette zu einem bestimmten Menschen ist mitunter das Schönste was es geben kann. Es verändert auch so viel, rüttelt den Körper und den Geist so richtig durch.

    Dafür hab ich mich eigentlich ganz gern zum Horst gemacht.
    Und werds auch wieder tun.

  8. #28

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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von frangipani Beitrag anzeigen
    Ich glaube auch, dass bei der Generation Frauen, die im 2.WK junge Frauen oder Teenager waren, noch einige andere Dinge dazu kamen - Männermangel, z.B.

    Dass man sich als Kriegswitwe oder Verlobte, deren Freund im Krieg fiel, später einen jüngeren Mann suchte - wie oft gab es das? Zumindest auf dem Land, wo ich aufgewachsen bin, nicht so sehr. Da gab es eher die Frauen, die dann allein blieben.
    Ich kenne eine Frau, deren Verlobter 'im Felde blieb', die dann den Haushalt ihres Bruders geführt hat, inklusive 4 Kinder und Landwirtschaft. Die Ehefrau hatte repräsentative Pflichten.
    War auch mein erster Gedanke. Ich habe auch zumindest schon von einigen Damen in dem Alter gehört, denen es ähnlich erging.

    Uly

  9. #29
    Avatar von Lebensliebe
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Blueserin Beitrag anzeigen
    Schade nur, wenn dies getan wird, ohne die (erwiderte) Liebe zu kennen, denn so bleibt immer der fahle Beigeschmack, ob man nicht "falsch" gelebt hat.
    Wieso immer?

    Aus meiner Sicht gibt es verschiedene durchaus liebenswerte Lebensmodelle, die man/Frau erfüllt ohne fahlen Beigeschmack leben kann. Das Lebensmodell Mann haben ist für mich ein Modell - ob es das erstrebenswerteste ist, bezweifele ich für die heutige Zeit.
    Der Sinn des Lebens ist das Glück.
    Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.

    Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe-?
    Geändert von Lebensliebe (11.11.2012 um 18:35 Uhr)

  10. #30
    Was-immer-es-gibt
    gelöscht

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Lebensliebe Beitrag anzeigen
    Auweia - da stehen mir die Haare zu Berge. Wie furchtbar ist so eine Ansicht. Aus meiner Sicht zeugt sie auch von Angst vor dem Alleinsein und wenig Selbstbewußtsein, das Leben auch alleine meisterhaft hinzubekommen.

    Wofür brauche ich denn den Spatz in der Hand? Zum Handwerken am Haus - da gibt es genügend Handwerker. Zum Autofahren - kann Frau mittlerweile wohl auch gut alleine lernen. Zum nicht einsam sein - das sollte sich rumgesprochen haben, dass das nicht funktioniert. Aus gesellschaftlichen Gründen - Frau wird heute auch alleine nicht ins Kloster abgeschoben.

    Es gibt vieles, was zu Zweit netter zu erleben ist, als alleine. Aber muss ich mich da wirklich mit einem Kerl rumquälen, mit dem ich mich arrangieren muss? Es gibt Freunde/Freundinnen, Bekannte - so viele Menschen, mit denen man etwas unternehmen und erleben kann. Und für's Bett? Na ja, ob in den Ehebetten nach einiger Zeit wirklich noch so der Punk abgeht, bezweifele ich. Da ist bei Bedarf der liebevolle Lover doch eine gute Alternative.

    Mich erschreckt es ehrlich gesagt, wenn ich lese, dass Frau alles besser findet, als nie zu Potte gekommen zu sein. Was für ein altertümliches Denken und wie wenig "moderne Frau" spricht daraus.
    Was du nun daraus liest.
    Das Leben ist voll von Geschichten von Frauen die auf den Richtigen warteten und Einigen hinter her weinen.
    Was du beschreibst hat nix mit modernem Leben zu tun.

    In letzter Zeit - seit ich alleine lebe - bin ich einigen Frauen begegnet die so stückchenweise denken.
    Treffen sich mit der fürs Wandern oder so und mit der fürs was weiß ich. Klingt ja ganz in Ordnung.

    Nur, für mich zählt irgendwie immer der ganze Mensch. Nicht so häppchenweise das was man miteinander machen kann.

    Es ist ja nun trotzdem nicht so, dass Frauen die immer alleine lebten unglücklich sein müssen.
    Ich brauche was an das ich mein Herz hängen kann - und altmodischerweise auch kümmern kann.
    Sind doch letzten Endes einfach soziale Eigenschaften die man leben will und muss.

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