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  1. #11
    Moderation Avatar von frangipani
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Ich glaube auch, dass bei der Generation Frauen, die im 2.WK junge Frauen oder Teenager waren, noch einige andere Dinge dazu kamen - Männermangel, z.B.

    Dass man sich als Kriegswitwe oder Verlobte, deren Freund im Krieg fiel, später einen jüngeren Mann suchte - wie oft gab es das? Zumindest auf dem Land, wo ich aufgewachsen bin, nicht so sehr. Da gab es eher die Frauen, die dann allein blieben.
    Ich kenne eine Frau, deren Verlobter 'im Felde blieb', die dann den Haushalt ihres Bruders geführt hat, inklusive 4 Kinder und Landwirtschaft. Die Ehefrau hatte repräsentative Pflichten.


    Heute haben wir wohl mehr Möglichkeiten, nicht ungewollt allein zu bleiben. Wir sind mobiler und auch digital unterwegs.

    @ Wildwusel, deinen letzten Satz finde ich sehr treffend!
    "It is not our differences that divide us. It is our inability to recognise, accept, and celebrate those differences." Audre Lorde

    Perhaps people ought to feel with more imagination.”
    Elliot Perlman, Seven Types of Ambiguity

    Moderatorin beim Gebrauchten Mann und Eifersucht, bei den Selbständigen, Arbeiten im Ausland und im Kunstforum.

  2. #12
    Avatar von Ute1502
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Das ist traurig!
    Aber deine Tante lebte ja vielleicht in einer Zeit, in der ihre freie Entfaltung als liebende Frau nicht so einfach war!?!
    Warum ging es nicht? Warum konnten die Lieben nicht gelebt werden?

    Weil sehr viele Männer in dem entsprechenden Alter dem 2. Weltkrieg zu Opfer gefallen sind und sie keine Beziehungen zerstören wollte.
    Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

    Pearl S. Buck

  3. #13
    Avatar von meta1
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Auch wenn Frauen verheiratet sind oder waren, so heißt das oftmals nicht, dass es ihre Liebe war, es ist leider auch so manchesmal so, dass eben geheiratet wurde, damit man nicht alleine ist, weil ein Kind kam, oder....

    Da finde ich die Entscheidung der Tante mutiger, zu warten, bis bzw. ob der Richtige kommt.
    strickenmachtspaß heißt metas blog und nicht meta's blog, den Genitiv Apostroph gibt es im Deutschen nicht, der Apostroph ist ein Auslassungszeichen


    carpe diem


    Alles wird gut


    BVB

    Cuba oder Kuba

  4. #14
    Was-immer-es-gibt
    gelöscht

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von schuetzin1965 Beitrag anzeigen
    "Menschen wie deine Tante halte ich für feige.
    Sie hatte nie den Mut sich "zum Horst" zu machen."

    Was-immer-es-gibt, das ist doch nicht Dein Ernst, oder?

    Warum sollte eine Frau sich freiwillig "zum Horst" machen?????
    Ich schreib doch aus der Retroperspeptive.

  5. #15
    Was-immer-es-gibt
    gelöscht

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von meta1 Beitrag anzeigen
    Auch wenn Frauen verheiratet sind oder waren, so heißt das oftmals nicht, dass es ihre Liebe war, es ist leider auch so manchesmal so, dass eben geheiratet wurde, damit man nicht alleine ist, weil ein Kind kam, oder....

    Da finde ich die Entscheidung der Tante mutiger, zu warten, bis bzw. ob der Richtige kommt.
    Na ja, der Richtige kam ja nun nicht.
    Ehrlich gesagt finde ich den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach manchmal praktischer.

    Hier wurden ja schon oft die Umstände erwähnt.
    Man hatte sich arrangiert, es gab z.B. die Onkel-Ehen.
    Finde ich alles besser als nie zu Potte gekommen zu sein.

    Wobei ich natürlich voraussetze, dass man sich nicht dem Erstbesten an den Hals schmeisst.
    So nun wieder auch nicht.
    Schönen Sonntag noch

  6. #16
    schnellschnell
    gelöscht

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Was-immer-es-gibt Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt finde ich den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach manchmal praktischer.
    Kann man so sehen, muss man aber nicht. Für andere passt es halt besser dann lieber allein zu leben.

    Was ich aber daraus ableite ist eben, dass es eine aktive Entscheidung ist, eben lieber nix zu haben als den Spatzen - den den nahezu jeder finden könnte. Insofern gibt es für mich kaum "ungewollte" Singles, denn wenn sie Beziehung wirklich wichtig fänden hätten sie eine. Solange ich aber immer noch sage, ja, aber nur wenn... dann ist mir eben das wenn wichtiger, und das kann ich frei entscheiden.

    Wobei es natürlich in der Generation tatsächlich einen realen Männermangel gegeben hat.

  7. #17
    Avatar von Julifrau
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Auch wenn's kurz vor knapp ist, auch mit 86 ist es noch nicht zu spät. Wenn sie jetzt die Bereitschaft für eine Beziehung gewinnt.

    Ich glaube nicht, das 'Beziehungsglück' von Zufällen abhängt, zumindest nicht so, wie wir Zufall per se definieren, als ein Umstand, der ohne unser Zutun geschieht.

    Eher glaube ich, dass die innere Bereitschaft dann Zufälle lenkt. Wenn ich also bereit bin für etwas, mich mental damit auseinandersetze, fällt es mir zu. Im Alltag erleben wir Frauen das doch häufig bei recht profanen Dingen ... z. B. Kleidung oder Schuhen ;-). Wenn der Wunsch und die Vorstellung zu sehr verhakt sind, dann passiert's zwar häufig nicht (gleich), doch bei lockerem Herangehen kommt da schon in's Haus, was gewünscht war.

    Wenn eine Frau von 86 nie eine Beziehung hatte, die auf Beidseitigkeit beruhrte, dann liegt da meines Erachtens etwas anderes dahinter. Nämlich eine große Angst vor Bindung. Worauf diese beruht, hätte unter Umständen eine Psychotherapie klären helfen. Doch das ist eben wirklich erst eher jetzt das Zeitalter, wo wir den Luxus leben, uns mit diesen Fragen substantiell auseinandersetzen zu können.

    Ich würde dieser Frau wünschen, dass es irgendwie noch 'rund' wird für sie. Dass sie sich noch einmal verliebt. Es gibt auch im Altersheim, schöne und attraktive Männer. Leider allerdings proportional unterbesetzt. Frauen werden nunmal häufiger älter.
    ************************************************** **
    Juli I.

    War is over if you want it.

  8. #18
    Avatar von Lebensliebe
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Was-immer-es-gibt Beitrag anzeigen
    Na ja, der Richtige kam ja nun nicht.
    Ehrlich gesagt finde ich den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach manchmal praktischer.

    Hier wurden ja schon oft die Umstände erwähnt.
    Man hatte sich arrangiert, es gab z.B. die Onkel-Ehen.
    Finde ich alles besser als nie zu Potte gekommen zu sein.
    Auweia - da stehen mir die Haare zu Berge. Wie furchtbar ist so eine Ansicht. Aus meiner Sicht zeugt sie auch von Angst vor dem Alleinsein und wenig Selbstbewußtsein, das Leben auch alleine meisterhaft hinzubekommen.

    Wofür brauche ich denn den Spatz in der Hand? Zum Handwerken am Haus - da gibt es genügend Handwerker. Zum Autofahren - kann Frau mittlerweile wohl auch gut alleine lernen. Zum nicht einsam sein - das sollte sich rumgesprochen haben, dass das nicht funktioniert. Aus gesellschaftlichen Gründen - Frau wird heute auch alleine nicht ins Kloster abgeschoben.

    Es gibt vieles, was zu Zweit netter zu erleben ist, als alleine. Aber muss ich mich da wirklich mit einem Kerl rumquälen, mit dem ich mich arrangieren muss? Es gibt Freunde/Freundinnen, Bekannte - so viele Menschen, mit denen man etwas unternehmen und erleben kann. Und für's Bett? Na ja, ob in den Ehebetten nach einiger Zeit wirklich noch so der Punk abgeht, bezweifele ich. Da ist bei Bedarf der liebevolle Lover doch eine gute Alternative.

    Mich erschreckt es ehrlich gesagt, wenn ich lese, dass Frau alles besser findet, als nie zu Potte gekommen zu sein. Was für ein altertümliches Denken und wie wenig "moderne Frau" spricht daraus.
    Der Sinn des Lebens ist das Glück.
    Und wenn das Glück dich verlässt, lauf hinterher.

    Kranich-Frain-Schlamperl-Sternensammlerin-Lebensliebe-?

  9. #19

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    25.09.2009
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    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von Julifrau Beitrag anzeigen
    Wenn eine Frau von 86 nie eine Beziehung hatte, die auf Beidseitigkeit beruhrte, dann liegt da meines Erachtens etwas anderes dahinter. Nämlich eine große Angst vor Bindung. Worauf diese beruht, hätte unter Umständen eine Psychotherapie klären helfen..
    Ich sehe mich ehrlich gesagt auch mit 86 in derselben Situation sitzen wie die Tante, weil ich einfach nicht mehr dran glaube, dass das nochmal was wird, und ich bin genauso gestrickt wie diese Frau. Ich glaube keinesfals, dass das in jedem Fall mit Bindungsangst zu erklären ist.
    Ich würde mich schon gerne binden, aber halt nicht mit jedem, sondern je nach Zeitabschnitt eben nur mit einer ganz bestimmten Person. Für mich kommt ein bestimmter Mensch zu erst und daraus folgend deer Wunsch nach einer Beziehung (mit ihm und nur mit ihm). Bei vielen ist es ja umgekehrt. Ich sehe auch nicht, wie eine Psychotherapie da helfen sollte.

    Was ich aber anders machen möchte als diese Frau, ist später verbittert zu sein. Das ist nämlich eine Frage der Einstellung. Ich weiß, dass ich ein wenig traurig sein werde, weil es nie so geklappt hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Dennoch war es ja eine Entscheidung, die ich bewusst getroffen habe und daher sollte es ok sein.

    Zitat Zitat von Julifrau Beitrag anzeigen
    Es gibt auch im Altersheim, schöne und attraktive Männer.
    Haha, hier musste ich lachen. Ich glaube, wenn die alte Dame ihre radikale Einstellung bis 86 so konsequent durchziehen konnte, wird sie ein hochaltriger Greis ganz sicher nicht mehr bekehren können. Man kann schon sagen, dass es irgendwann vorbei ist und das vermutlich schon viel früher als mit 80.
    Geändert von farrah79 (11.11.2012 um 13:13 Uhr)

  10. #20
    schnellschnell
    gelöscht

    AW: Ein Leben lang ungewollt alleine, wie ist das möglich?

    Zitat Zitat von farrah79 Beitrag anzeigen
    Dennoch war es ja eine Entscheidung, die ich bewusst getroffen habe und daher sollte es ok sein.
    Mir hat diese Erkenntnis, im Grunde ein durchaus gewollter Single zu sein, sehr geholfen.

    Die Alternative ist ja nicht die glückliche Beziehung, die würde ich ja gerne eingehen, sondern eben aller Wahrscheinlichkeit nach eine lauwarm-irgendwiefunktionierende. Und da bin ich froh dass ich in der nicht lebe - jeden Tag. Denn die könnt auch ich haben. Will ich aber nicht.

    Und, nein, es ist auch nicht die Frage des überhöhten Anspruchs an die automatische Glückseligkeit die sofort und immerdar vorhanden sein soll- ich glaube nur nicht dass man nur lang genug in einer BAN-Beziehung ausharren muss um dann irgendwann deren Früchte zu ernten...

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