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  1. #1
    zonnebloem
    gelöscht

    Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Hallo ihr zusammen, bin mir nicht ganz sicher, ob ich in diesem Forum richtig bin.
    Vielleicht gehört es ja auch zu "Familiensache".
    Also mein Problem ist, ich bin mit meinem Freund ein Jahr zusammen. Nach einer 25 jährigen Ehe, einer eher mißglückten Beziehung, endlich wieder in einer relativ entspannten Partnerschaft.
    Aber, mein jüngster Sohn wird immer mehr zur Reibfläche in unserer Beziehung. Er lebt nicht mehr bei mir, ist ziemlich chaotisch . Mein Freund gibt mir unterschwellig zu verstehen, daß das Problem meines Sohnes hauptsächlich von mangelnder Autorität meinerseits, verursacht ist.
    Er, der nur Autorität kennengelernt hat, und hundertprozentig von ihr überzeugt ist, kann meine "Laschheit" überhaupt nicht nachvollziehen.
    Selbst wenn ich ihm bei manchem zustimmen muß, es reibt mich mittlerweile nur noch auf, ich habe ständig das Gefühl, mich verteidigen zu müssen.Er hat selber keine Kinder, schwört auf "Bootcamps" u.s.w.
    Ich fühle mich momentan überhaupt nicht mehr wohl in dieser Rolle, und es ist nicht so, daß ich keine Kritik vertragen kann, aber ich merke, das belastet unsere Beziehung, weil irgendwie das Gleichgewicht verlorengegangen ist. Vielleicht hat ja irgendwer einen guten Ansatz.

  2. #2

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    4.911

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    so einen unterschied in der einstellung habe ich auch erlebt... weiß nicht, ob ich dir da viel mut machen kann - wir sind nicht mehr zusammen, und die probleme wegen meines kindes haben eine rolle gespielt. meiner meinung nach hat mein ex über die konkreten fragen hinaus machtkämpfe ausgefochten, bei denen er nur den kürzeren ziehen konnte.

    abgesehen davon habe ich aber auch an mir festgestellt, dass ich mir gemeinsamkeit an dieser stelle mit ihm gewünscht habe und sie gesucht habe und ihn mit sicherheit auch ziemlich überfordert habe. (wobei er uns allerdings auch unbedingt zu dritt, als familie sehen wollte.) also, ich wollte einfach die freude und manchmal den (ganz normalen) stress mit ihm teilen. aber er ist nicht der vater, hatte keine liebesbeziehung zu meinem sohn (12) und eben andere vorstellungen von erziehung, und außerdem nahm mein sohn ihm aus seiner sicht viel aufmerksamkeit und zeit weg.

    meine lösungsversuche sahen so aus, dass ich das thema kind ausgeklammert und mir andere gesprächspartner dafür gesucht habe. damit bin ich in einem bestimmten rahmen dann auch ganz gut gefahren, und die lage hat sich entspannt. gereicht hat es trotzdem nicht, weil mein sohn ja noch bei mir lebt und präsent war und sich das thema dann nicht genug ausklammern ließ. aber vielleicht kommt ihr da weiter, wenn dein sohn schon ausgezogen ist?

    man kann halt nicht alles teilen, wenn jeder schon ein leben hat.

  3. #3
    zonnebloem
    gelöscht

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Zitat Zitat von ambiva Beitrag anzeigen
    meiner meinung nach hat mein ex über die konkreten fragen hinaus machtkämpfe ausgefochten, bei denen er nur den kürzeren ziehen konnte.

    Ja, aber mittlerweile habe ich das Gefühl, daß ich den kürzeren dabei ziehe. Es geht gar nicht so sehr um das, Recht haben wollen. Es geht doch vielmehr darum, daß da etwas mit unserer Beziehung passiert.
    Ich habe auch keine Lust ständig auf Verteidigungsposten zu sitzen, und insgeheim frage ich mich immer, ob es denn etwas zu verteidigen gibt.
    Er gibt mir klar zu verstehen, daß das Ergebnis meiner Erziehung diesen "mißratenen" Sohn hervorgebracht hat. Wahrscheinlich ist da schon eine Unsicherheit vorhanden und er tritt direkt ins Fettnäpfchen.
    Aber einige seiner Argumente sind mir auch zu "Schwarz- Weiß" gedacht, bloß kommen wir da nicht weiter.
    Fazit: Jedes Mal, nach endlosen Diskussionen, fühle ich mich ausgelaugt und klein. Und irgendwie kommt mir meine Liebe abhanden.

  4. #4

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    4.911

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    aber warum besprichst du das denn mit ihm?

  5. #5
    zonnebloem
    gelöscht

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Hmmm, man bespricht doch so einiges, wenn man zusammen ist. z.B. sollte mein Sohn schon des Längeren sein Auto reparieren. Tut er nicht, mein Freund hat ihm halt mal geholfen, mein Sohn hat nichts weiter gemacht. Ja darüber redet man halt.

  6. #6
    zonnebloem
    gelöscht

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Magst du mir morgen vielleicht noch mal schreiben, muß leider weg, bin froh, daß sich jemand meines Problems animmt.

  7. #7

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    4.911

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    ich kann dir eigentlich nur raten, die dinge - die männer - auseinanderzuhalten

    deine liebe kannst du nicht teilen... und wenn es auch auf einer anderen ebene nicht klappt, fällt mir nur distanz ein. so aggressiv wie du deinen partner schilderst, ist er schon ziemlich überfordert.

    vielleicht fällt anderen usern ja noch was anderes ein, würde mich ja auch interessieren.

  8. #8
    Avatar von Joshuatree
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    Beiträge
    1.354

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Zitat Zitat von zonnebloem Beitrag anzeigen
    Er, der nur Autorität kennengelernt hat, und hundertprozentig von ihr überzeugt ist, kann meine "Laschheit" überhaupt nicht nachvollziehen.
    Selbst wenn ich ihm bei manchem zustimmen muß, es reibt mich mittlerweile nur noch auf, ich habe ständig das Gefühl, mich verteidigen zu müssen.
    Hallo Sonnenblume

    erstmal: Irgendwas hat euch aneinander angezogen.
    Ihn hat ja genau deine Art, deine Weichheit angezogen als Mann.

    nun wirft er sie dir vor-in Bezug auf deinen Sohn.

    Ich denke es herrscht hier vor allem ein Unsicherheitsproblem: Nämlich deins.

    Erste Regel im Streit: Verteidige dich NIEMALS

    Zweite Regel: Lass ihm seine Meinung, aber verlier dadurch nicht deine eigene.

    Reibungen sind erlaubt-alles was uns aber unsicher macht (und das liegt nie am anderen, die Unsicherheit haben wir selber) das wollen wir vermeiden.

    Ich denke das aller Beste wäre, du würdest zunächst daran arbeiten, dich von diesem Herrn nicht mehr verunsichern zu lassen.

    Er hat keinen Strich an dieser Erzeihung mitgeholfen-stellt sich aber nun als Schlaumeier hin.
    Ich finde das sehr übergriffig-und vielleicht beleuchtet es ja auch das Problem, welches du in Bezug auf deine Beziehungen hast: Dein schwaches Selbstbewusstsein.

    Es geht nicht darum deinen Freund zu bekämpfen. Je sicherer du dir selbst bist, um so weniger wirken seine Einstellungen bedrohlich.

    Was glaubst du was er sich durch seine Kritik an dir erhofft? Verbesserung? Nicht wirklich, oder?
    Es geht einzig und allein darum, das er sich beweist, es "besser " zu wissen und zu können.

    Er will sich groß fühlen und im Unkehrschluss musst du dich klein fühlen.
    Das geht irgendwann nach hinten los.

    Ihm und euch zuliebe: Beziehe Stellung. Stehe zu dir und deinen Gefühlen. Versuche nicht ihn zu dominieren, aber auch nicht, dominiert zu werden.

    Ihr habt beide ein Recht auf eure Gefühle und ihr habt beide euren Grund so zu sein wie ihr seid. Und dein Sohn auch.

    Ich denke ihr könnt euch sehr viel helfen in eurer Entwicklung, wenn ihr zunächst einmal das Anderssein akzeptiert und dann Erwarungen zurückschraubt aneinander.

    Und nochmal: Lass dich nicht abbringen von dem, was du glaubst und fühlst!!! Versöhne dich zuerst mit dir selbst!
    Dein Sohn ist ein Mensch mit dem er reden darf. Jeder darf eine Meinung vertreten.

    An deinem Partner kannst du nun lernen, dich eben nicht schwach und klein zu fühlen, sondern dich selbst klar und stark zu vertreten-liebevoll.

    Er hat seine Autoritäre Art, du hast eine weiblich-einfühlsame Art. Zusmmen kann das etwas werden was euch beide sehr bereichert.
    Die Dummen verwerfen, was sie sehen, nicht was sie denken.
    Die Klugen verwerfen, was sie denken, nicht was sie sehen. (Huang-po)

  9. #9
    zonnebloem
    gelöscht

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Zitat Zitat von Joshuatree Beitrag anzeigen



    Ich denke es herrscht hier vor allem ein Unsicherheitsproblem: Nämlich deins.

    Erste Regel im Streit: Verteidige dich NIEMALS

    Zweite Regel: Lass ihm seine Meinung, aber verlier dadurch nicht deine eigene.

    Reibungen sind erlaubt-alles was uns aber unsicher macht (und das liegt nie am anderen, die Unsicherheit haben wir selber) das wollen wir vermeiden.

    Ich denke das aller Beste wäre, du würdest zunächst daran arbeiten, dich von diesem Herrn nicht mehr verunsichern zu lassen.

    Er hat keinen Strich an dieser Erzeihung mitgeholfen-stellt sich aber nun als Schlaumeier hin.
    Ich finde das sehr übergriffig-und vielleicht beleuchtet es ja auch das Problem, welches du in Bezug auf deine Beziehungen hast: Dein schwaches Selbstbewusstsein.













    .
    Danke Joshuatree, das trifft es wohl auf den Punkt.
    Aber, wenn ich mir meine Beziehung so anschaue, sind viele Themen in denen wir konträr denken, kein Problem in Diskussionen.
    Wobei es mir schon manchmal sprichwörtlich "die Haare aufstellt".
    Nur bei der Geschichte mit meinem Sohn ist es momentan schwer für mich, selbstbewußt zu kontern. Erstens ist es wohl tatsächlich so,daß ich mich konsequenter hätte verhalten müssen. Dies ist zwar nicht der einzige Grund, warum mein Sohn sich so verhält, dann müssten meine beiden anderen Kinder auch so sein, aber es ist halt wie ein Stachel in mir, der mir bestätigt etwas versäumt zu haben.
    Kritik trifft einem immer an den wundesten Punkten, wenn sie ganz unberechtigt weäre, würde sie an mir abprallen.
    Mein Freund hat keinen Bereich, in dem er mich gelassen hätte, um seine Schwächen aufzustöbern. Wahrscheinlich würde ich auch nicht darauf rumstochern.
    Ich finde dies in einer Beziehung eher kontraproduktiv. Noch dazu, wo jeder schon eine Menge Erfahrungen sowohl mit sich als auch mit der Welt aufgetürmt hat.
    Vielleicht stimmt das, was ambiva geschrieben hat, ich hätte gar nicht mit diesem Thema bei ihm ankommen sollen. Aber irgendwie hab ich mir auch ein bißchen Hilfe erhofft, und die sieht nicht so aus für mich, daß mein Freund alles besser weiß.

  10. #10

    Registriert seit
    15.02.2007
    Beiträge
    2.743

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    zonnebloom,
    ich finde das Verhalten Deines Freundes dir gegenüber respektlos und das ist das, was mich am meisten stören würde in der Situation. Mit so einer "Streitkultur", bei der der andere gezielt provoziert und Schwächen sucht und ausnutzt, würde ich nicht leben wollen.

    Wir kennen weder dich noch dein Kind - die Tatsache, dass Du 3 Kinder hast und es mit einem Probleme gibt, spricht ja dafür, dass Du nicht alles durchgehend falsch gemacht haben kannst. Warum es nun Reibungen mit dem einen gibt, wissen wir nicht. Mag sein, dass du konsequenter hättest sein müssen, mag sein, dass Du schon zuviel Druck ausgeübt hast. Wir wissen es nicht. Und ich fürchte, Dein Freund hat auch KEINE Ahnung. Bleibt sein Verhalten dir gegenüber, das für mich ein Ausschlusskriterium wäre.

    Ich glaube übrigens nicht, dass Menschen, die sich respektlos gegenüber anderen Menschen verhalten, Kinder zu Respekt erziehen können.

    Ich verstehe auch nicht, was Dein Freund will - wenn Dein Sohn eh nicht mehr bei Euch wohnt (wie alt ist er denn?), ist ja "Erziehung" nun eh hinfällig. Worüber diskutiert ihr also genau - über (vermeintliche?) Fehler der Vergangenheit?

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