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  1. #31
    zonnebloem
    gelöscht

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Zitat Zitat von Beobachter2009 Beitrag anzeigen




    . Andererseits sollte er von dem ganz hohen Ross allerdings auch mal herunterkommen. Denn wer keine Kinder hat, hat einfach nur begrenzte Möglichkeiten die Probleme richtig nachvollziehen zu können.
    Ich habe in einer für mich äußerst problematischen Lebenssituation, und jeder der eine Trennung hinter sich hat , weiß das, so viel um die Ohren gehabt, war sehr mit mir selbst beschäftigt, zwangsläufig, daß ich nicht mehr genügend Kraft aufgebracht hätte, meinen damals pubertierenden Sohn, in die Schranken zu weisen. Was mir ja bei meinen anderen Kindern in einer geregelten Lebenssituation gelungen ist. Die waren ja da schon ällter. Ebenfalls, fiel von einem Tag auf den anderen der Vater weg. So, daß klingt jetzt arg nach Rechtfertigung, wahrscheinlich versuche ich das ja auch für mich schon die letzten fünf Jahre, und dies bringt weder mich, noch meinen Sohn weiter, aber um das geht es ja auch nicht.
    Ich könnte meinen Sohn schon loslassen, aber da ist uns einfach was im Weg. Er wohnt in meiner Eigentumswohnung, mehr oder weniger mit seiner Großmutter, die über ihm wohnt, zahlt mehr recht als schlecht Nebenkosten und ich muß ihm immer hinterherlaufen. Bekannte und Freunde, und natürlich mein Partner, raten mir ihn hinauszuwerfen.
    So, ich bewundere Menschen, die so taff sind und das können, ich kann es NICHT.
    Mein Partner, wirft mir vor, ich verhindere, daß mein Sohn erwachsen wird, weil ich ihm immer wieder Türen offenlasse.
    Mag sein, wahrscheinlich hat er sogar recht.
    Bei Menschen, die mir nicht so nahe stehen, kann ich nachvollziehen, daß dies der einzige Rat für mich ist. Aber bei einem Menschen, der mich vermeintlich liebt, bleibt mir das fremd.
    Er sagt, ich täte ihm leid. Das muß es nicht. Ich erzähle es ihm halt, weiß auch um mein Fehlverhalten, möchte aber letztendlich, die Dinge trotzdem so regeln, wie ich es kann.
    Was mir am meisten schadet, ist das Gefühl, da ist einer, der kann und weiß es besser. Und er läßt auch keinen Zweifel zu, daß er es besser gemacht hätte.

  2. #32
    zonnebloem
    gelöscht

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Und noch was, meine Frage richtet sich an Beobachter: Hat euch diese Situation nicht ganz viel Leichtigkeit und Freude in der Beziehung gekostet? Kannst du deine Frau noch so annehmen wie am Anfang? Respektieren?
    Das würde mich schon interessieren, den eigentlich liebe ich diesen Mann.

  3. #33

    Registriert seit
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    3.485

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Zitat Zitat von zonnebloem Beitrag anzeigen
    So, daß klingt jetzt arg nach Rechtfertigung, wahrscheinlich versuche ich das ja auch für mich schon die letzten fünf Jahre, und dies bringt weder mich, noch meinen Sohn weiter,
    Erstmal klingt das - für mich - nicht nach Rechtfertigung. Sondern nach einer Erklärung dafür, warum die Dinge nicht so ideal gelaufen sind.

    Zonnebloom, tappe nicht in die Schlechtes-Gewissen-Falle. Das schlechte Gewissen ist ein äußerst schlechter Ratgeber.

    Zitat Zitat von zonnebloem Beitrag anzeigen

    So, ich bewundere Menschen, die so taff sind und das können, ich kann es NICHT.
    Dies nun klingt überhaupt nicht nach Bewunderung, sondern nach reinem Trotz. Du bewunderst keine Menschen, die so "tough" sind.

    Vielleicht sind andere Menschen überhaupt nicht so tough, sondern frei. Du hingegen bist in Deine Schuldgefühle verstrickt und von daher extrem ambivalent, das fällt mir bei Dir am meisten auf.
    Viele Grüße

    Massashi

  4. #34
    zonnebloem
    gelöscht

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Massashi, erklär mir das, wo du Ambivalenz siehst, ich empfinde es nicht so.

  5. #35

    Registriert seit
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    3.485

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Du bezeichnest Dein Verhalten als "Fehlverhalten", machst aber trotzdem genau so weiter, weil Du nicht anders "kannst". Damit schwächst Du Dich sehr.
    Viele Grüße

    Massashi

  6. #36
    zonnebloem
    gelöscht

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Ja, stimmt, aber die Lösung die andere parat haben, ist einfach nicht meine.

  7. #37
    zonnebloem
    gelöscht

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Nein, ich merk das immer wieder, wenn ich im Forum schreibe. Wir müssen jetzt mal einen imaginären Punkt machen. Wir entfernen uns einfach vom Thema weg. Was mich beschäftigt hat, war etwas anderes.

  8. #38

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    80

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    @zonnebloem:
    natürlich belastet das eine Beziehung! Immer wieder bringt der Alltag Situationen mit sich, die ich nicht positiv für die Entwicklung des Jungen finde. Ich bin aber nicht der leibliche Vater und habe aufgehört mich dazwischen zu stellen. Ich teile meiner Frau mit, dass ich gewisse Verhaltensweisen nicht ok finde...und das auch von Ihrem Verhalten aus falsche Signale bei dem Kind ankommen. Dann kann sie entscheiden, ob sie Konsequenzen zieht oder nicht. Ich will aber eigentlich gar nicht den "Oberlehrer" spielen...sehe aber die Probleme vielleicht aus einer anderen Sicht.

    Dennoch finden wir nach einem "reinigenden" Gewitter immer wieder zueinander...aber dazwischen liegen auch schon öfter mal ein paar Tage mit mehr oder weniger hitzigen Diskussionen. Und ja, es gibt dann auch langfristig positive Entwicklungen, die natürlich erst nach einiger Zeit sichtbar werden...

    Daher solltest du konstruktive Kritik auch annehmen..ich denke, wenn dein Freund sieht, dass du etwas von ihm annimmst, dann ist auch er wieder bereit ein Stück weit auf dich und deine Probleme und Bedürfnisse einzugehen. Viel Glück wünsch ich Dir. Es ist ein langer Kampf....
    Das Leben ist stets lebensgefährlich !

  9. #39

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    3.074

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Ich denke Dein Sohn kann es gut gebrauchen daß Du ihm so langsam Deine Grenzen aufzeigst. Dir gehts nicht gut damit wie die Situation ist aber ändern willst Du auch nichts. Zum Dampfablassen beklagst Du Dich bei Deinem Partner (ausgerechnet!) dem das Ganze sowieso ein Dorn im Auge ist. Er sagt Dir das was Du eigentlich schon selbst weißt und dann sitzt Du da mit Deinem Talent weil Du eine echte Auseinandersetzung mit Deinem Sohn fürchtest.

    Ganz ehrlich finde ich - nachdem was Du bisher geschrieben hast - daß eher Dein Partner Grund zur Trennung hätte als Du selbst. Ich hätte an seiner Stelle überhaupt keinen Bock mehr mir immer und immer wieder das Gleiche anzuhören, zu erleben wie Du einen Lösungsweg - KOnsequenzen ziehen für Deinen Spätpubertierenden, den auch andere Menschen Dir aufgezeigt haben - verwirfst und mir dann gleichzeitig verbal oder nonverbal attestierst ich dürfte ja eigentlich nichts sagen weil ich mich nicht selbst reproduziert habe.

    Kannst Du Dir vorstellen wie wenig partnerschaftlich das ist? Kannst Du sehen wohin Dein Sohn abdriftet wenn Du ihm wie eine Glucke immer alles hinterherräumst und Dich ärgerst? Wie soll der denn erwachsen werden? Eure Geschichte in Deiner Trennungszeit war - grmpf - alles andere als perfekt. Aber ich glaube daß Du Deine Fehler nicht dadurch korrigierst daß Du Deinem Sohn jetzt geben möchtest was er viel früher gebraucht hätte. Er ist nicht mehr Kind, Du brauchst nicht mehr die Vollversorgung stellen.

    Ich lebe selbst im Patchwork und mir wäre anstelle Deines Partners so langsam aber sicher die Geduld ausgegangen. Daß Du "es nicht kannst" lese ich sehr trotzig. So als wäre es schlicht unmöglich daß Du notwendige Änderungen nicht hinbekommen kannst als hättest Du es in den Genen sitzen. Dein Mann soll Dich aber bitteschön verstehen, Dein immergleiches Genöle anhören, mitansehen daß Du Dir schwach alles gefallen läßt... Boa, ich finde schon daß Du Deine Partnerschaft ganz schön belastest.

    Hast Du Angst Menschen zu verlieren die Du liebst wenn Du zu Dir stehst? Ganz klar kommunizierst was (nicht mehr) geht? Solange Deine Angst Dein Motor ist bleibt alles beim alten, bzw verändert sich weiter zu Konditionen die eigentlich nicht lebbar sind, die Dir Lebensqualität nehmen und Dich lähmen.

    Sorry wenn ich sehr direkt bin.

    Woltera
    Das Leben hat keine Generalprobe, wir sind mitten im Auftritt!!

  10. #40
    Uli_F-2009
    gelöscht

    AW: Unterschiedliche Einstellung zum Thema Autorität

    Mmmhhh, ich lese hier, daß Du deinen Freund zu Themen über deinen Sohn befragst und er Dir dann sagt, wie er es machen würde. Und dann kommst Du dir belehrt vor und meinst Dich rechtfertigen zu müssen. ????

    Ich finde, als Partner, der das Kind nicht mit erzogen hat, hat man es so dann ja auch nicht leicht. Er hätte es anders gemacht. Weil er nicht Du ist. Sagt er das, siehst Du es als Kritik an Dir an. Eigentlich manövrierst Du deinen Partner in die "ungerechte" Rolle rein. Ihm macht es bestimmt keinen Spaß, die Probleme, die Du mit dem jungen Mann hast, zu sehen. Und wenn Du fragst, will er verständlicherweise "reparieren". Warum solltest Du ihn sonst deshalb ansprechen? Frage ihn doch besser nur, wenn Du die Antwort auch gut verkraften kannst. Ich kann mir schon denken, dass er einen wunden Punkt bei Dir trifft, wenn er Dir sagt, was hätte anders laufen sollen. Und Du das selbst ja auch weißt, du aber deine Gründe hattest, warum es eben nicht so war. Und sei es nur, dass Du nicht der Typ Mensch bist, der das kann. Trotzdem bekommt er die Rolle des Kritikers zugeschoben. Dabei wollte er Dir vielleicht nur andere Wege des Handelns aufzeigen.

    Ja, er hat den Jungen nicht miterzogen. Aber das ist ihm wiederum auch nicht vorzuwerfen.

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