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  1. #41
    Avatar von Kupferschwein
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    AW: Nähe und Distanz. Vorstellungen in einer Beziehung

    Zitat Zitat von Rotweinliebhaberin Beitrag anzeigen


    Das würde mich auch mal interessieren!
    Da gibt es eine ganze Menge. ;)
    Zum einen muss ich zugeben, dass mich von Beginn an seine Leichtigkeit im Leben fasziniert hat und mir selbst, die ich eine Person war, die sich zu sehr unter Druck gesetzt hat, sehr geholfen hat, auf meine Fähigkeiten zu vertrauen und mehr auf das zu achten, was mir Spaß und Lebensfreude bringt.
    Zum anderen ist er ein sehr einfühlsamer Mann, der für mich da ist und mir ehrlich und authentisch seine Meinung beisteuert, sofern ich sie benötige.
    In vielen Dingen haben wir ähnliche Ansichten bzw. können wunderbar über Geschehnisse und Meinungen diskutieren.
    In Aspekten wie Humor, Musikgeschmack, Reisewünschen liegen wir auf einer Wellenlänge, wir sind in der Regel anhänglich, wenn wir uns sehen, sind im Prinzip beide auch darauf bedacht, viel Zeit miteinander zu verbringen, bekommen dies nur, s.o., nicht immer gut hin.

    Sexuelle Attraktivität und Kompatibilität ist ebenfalls gegeben. ;)

    Was ich wirklich absolut toll an ihm finde bzw. fand, ist seine hohe Empathie anderen Menschen gegenüber. Er ist unglaublich hilfsbereit und fürsorglich. Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich das tatsächlich etwas verringert hat, was mir auch von Freunden übermittelt wurde.
    Jetzt nicht absolut schlimm, aber schon so, dass auch anderen auffiel, dass er in letzter Zeit weniger gesprächig war oder weniger nachgefragt hat, wie es den Personen so ging.

    Ich denke, dass er einfach "überlastet" ist mit seinen vielen Kontakten und Unternehmungen und dass es -nicht nur in Bezug auf uns- wichtig wäre, dass er sich wieder mehr besinnt auf die Kontakte, die wirklich wichtig sind für ihn.
    Also seine engen Freunde, seine Familie und ich.
    Er legt im Grunde wirklich viel Wert auf diese Menschen, das weiß ich, das wissen wir alle. Nur lebt er derzeit extrem auf dem Trip, es allen recht zu machen und teilweise die oberflächlichen Party- und Sportkontakte teilweise den engen zu bevorzugen.
    Ich glaube, das war auch der ausschlaggebende Punkt, an dem ich gedacht habe "bis hierher und nicht weiter.".
    Ich finde freundschaftliche und familiäre Kontakte enorm wichtig, aber sobald ich mich als Partnerin permanent hinter eine Schar Bekannter zurückziehen muss, bin ich verletzt.
    Ich halte es für wichtig, mal genauer darüber nachzudenken, wie auch die eigene Zukunft aussehen soll und welche Menschen dann eine Rolle spielen werden.
    M.M.n. nämlich nicht mehr die Kommilitonen, mit denen man Spaß hatte, aber nie ernsthaft reden konnte.


    brighid- Damit bringst du es auf den Punkt.
    Es klingt so einfach. Wenn da nicht das aber wäre: Vielleicht in ein paar Jahren.


    @horus: Ein Glück ist das Ausmaß nicht so, dass er sich übergebender und stinkenderweise zu mir legen würde. ;)
    Ich pers. denk auch, dass eine kleine Rücksichtnahme nicht zu viel verlangt wäre. Sprich- 1,2 Bier weniger und am nächsten Tag einfach mal den Hintern hoch bekommen. Ist keine Frage des Nichtkönnens, sondern des Nichtwollens. Gut, muss ich dann scheinbar akzeptieren.

    Das Thema Zusammenziehen habe ich für diesen Zeitpunkt auch abgehakt. Angedacht war ursprgl grob die Zeit nach dem Studium zum Referendariat. Auch wenn es, wie ihr es ebenfalls schreibt, wohl Sinn macht, diesen Schritt jetzt ohnehin nicht zu tun, hat es mich sehr verletzt, nach 2 Jahren so abgewiesen zu werden und mich zu fühlen, als sei ich in meinen Ansprüchen naiv und spießig zugleich.


    @nebenschauplatz:
    Also nach ein paar Minuten, in denen ich quasi kurz vorm Einschlafen war. Nicht direkt fertig und weg. ;)
    Ich hab ihn auch am Tag darauf gesagt, dass ich das nicht möchte und dass es mir allg. kaum noch Spaß macht, ins Bett zu gehen, wenn ich denke, dass er ohnehin danach wieder abhaut. Er hat im Moment wieder (Semesterferien) einen Rhythmus, der ihn bis mittags schlafen lässt und dann aber bis morgens um 6 Uhr wach sein. Das passt mit meinem nicht überein und ich verstehe,d ass er sich langweilt, wenn ich "Schon" um Mitternacht einschlafe.
    das Verhalten fand ich trotzdem mies, was er auch verstanden und sich entschuldigt hat. Wird aber erstmal trotzdem nichts daran ändern, weil er dann vll künftig hier übernachtet, aber dann stundenlang wachliegt und ich das Gefühl habe, er bleibt nur aus Gewissensgründen. verzwickt.

    Ja, tun wir.
    Ich brauche jetzt aber keine Bewertung auf Berufstauglichkeit in dem Zusammenhang. ;)
    Geändert von Kupferschwein (05.08.2012 um 16:28 Uhr)

  2. #42
    Avatar von brighid
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    AW: Nähe und Distanz. Vorstellungen in einer Beziehung

    mir hat vor jahren eine sehr erfahrene paartherapeutin etwas sehr wahres gesagt:

    dass was uns am andern zu anfang fasziniert- ist oft/meistens/in der regel etwas was uns selbst konträr ist--------------------und was uns zu anfang fasziniert- aber uns am ehesten auch wieder auf die palme bringt.

    die gegensätze die sich anziehen und irgendwann ist der gegensatz zur eigenen persönlichkeit doch zu gross und zu breit.- bieten damit die besten grundlagen für grabenkämpfe und glaubenskriege.
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

  3. #43
    Avatar von Kupferschwein
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    AW: Nähe und Distanz. Vorstellungen in einer Beziehung

    achso, vergessen: Er wohnt in einer WG mit 2 männlichen Studenten (Dauersingle).

  4. #44

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    AW: Nähe und Distanz. Vorstellungen in einer Beziehung

    wenn du es dir leisten kannst, ist ein auszug in deine eigene wohnung ggf. zu diesem zeitpunkt die beste lösung. es ist wichtig, sich abzunabeln und auch mal komplett allein und selbständig zu sein.

    ich persönlich kann gut nachvollziehen, dass dein freund als junger mann von 24 jahren noch keine so enge bindung und verpflichtung eingehen möchte. in diesen jahren entwickelt sich so viel, die welt ist spannend. allerdings zeigt sich jetzt eigentlich schon, dass ihr beiden sehr unterschiedlich seid. gegensätze ziehen sich zwar an, aber eigentlich ist ein gleichklang in essenziellen dingen eine bessere voraussetzung für eine stabile partnerschaft.

    ansonsten ist es wichtig, den partner so zu nehmen, wie er ist und sein anderssein zu akzeptieren, ohne eine anspruchshaltung zu entwickeln. wenn du das kannst solltest du bitte nicht darauf hoffen, dass er sich in deinem sinne ändert. das wird er nämlich eher nicht.

    vielleicht ist es entscheidend für dich, eigene lebensfreude bzw. mehr leichtigkeit zu entwickeln, weil dich das, wie er sich gibt, ja als sehr attraktiv betrachtest. nur - er kann das nicht für dich leben.
    Nicht die Schönheit entscheidet wen wir lieben,
    die Liebe entscheidet wen wir schön finden.

  5. #45
    Avatar von Horus
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    AW: Nähe und Distanz. Vorstellungen in einer Beziehung

    Ich pers. denk auch, dass eine kleine Rücksichtnahme nicht zu viel verlangt wäre. Sprich- 1,2 Bier weniger und am nächsten Tag einfach mal den Hintern hoch bekommen. Ist keine Frage des Nichtkönnens, sondern des Nichtwollens. Gut, muss ich dann scheinbar akzeptieren.
    Nein, musst du nicht.
    Ich ticke da ähnlich wie du: ich habe alkoholseligen Partys noch nie etwas abgewinnen können, nicht mal als Studentin. Und mit jemandem, der bis mittags pennt, bin ich auch nicht kompatibel. Ich bin von Natur aus Frühaufsteherin, meine innere Uhr tickt als "Lerche". Wenn sich eine Lerche mit einer genetischen "Eule" zusammentut, ist das immer schwierig. Nicht die eine oder andere Lebensart wäre richtig oder falsch, es gibt hier kein Richtig oder Falsch - sondern sie sind nur total unterschiedlich.
    Entweder findet man eine Lösung, einen Kompromis, wie es trotzdem funktionieren kann (das braucht aber Flexibilität, Toleranz und kreative Lösungen von beiden Seiten), oder man stellt fest: es geht nicht.

    Achtung, Lesen gefährdet die Dummheit!
    _____________________________________

    Mut ist nicht das Gegenteil von Angst. Sondern die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als die eigene Angst.

  6. #46
    Avatar von Rotweinliebhaberin
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    AW: Nähe und Distanz. Vorstellungen in einer Beziehung

    Zitat Zitat von Kupferschwein Beitrag anzeigen
    Was ich wirklich absolut toll an ihm finde bzw. fand, ist seine hohe Empathie anderen Menschen gegenüber. Er ist unglaublich hilfsbereit und fürsorglich.
    Ein netter Mann, scheint's! … und dann gibt er dir noch Lockerheit ab!

    Zitat Zitat von Kupferschwein Beitrag anzeigen
    Ich finde freundschaftliche und familiäre Kontakte enorm wichtig, aber sobald ich mich als Partnerin permanent hinter eine Schar Bekannter zurückziehen muss, bin ich verletzt.
    Ich halte es für wichtig, mal genauer darüber nachzudenken, wie auch die eigene Zukunft aussehen soll und welche Menschen dann eine Rolle spielen werden.
    M.M.n. nämlich nicht mehr die Kommilitonen, mit denen man Spaß hatte, aber nie ernsthaft reden konnte.
    Ich pers. denk auch, dass eine kleine Rücksichtnahme nicht zu viel verlangt wäre. Sprich- 1,2 Bier weniger und am nächsten Tag einfach mal den Hintern hoch bekommen
    Du bist sehr vernünftig, du hast einen Zukunftsplan, du weißt, was dir wichtig ist … und er spielt rum, hat ziellosen Spaß und taumelt ein wenig durch Tag und mehr noch durch Nacht.

    Beides legitim, beides sympathisch … aber z.Zt. nicht kompatibel.
    ************************************************** ******************

    „Wer das Leben anlacht, dem lächelt es zu, das ist ein einfaches Resonanzgesetz.“
    [Geliehen von chironex_fleckeri]

  7. #47
    Avatar von elli07
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    AW: Nähe und Distanz. Vorstellungen in einer Beziehung

    Zitat Zitat von Kupferschwein Beitrag anzeigen
    ...Was mich erstaunt ist, dass hier scheinbar viele Leute extrem viel Toleranz haben und meinen, als Mittzwanziger wäre man nur, weil man studiert, noch ein halbes Kind und ich mit meinen vermessenen Ansprüchen völlig fehl am Platz. Versteh ich ehrlich gesagt nicht. ......
    Mit "halbes Kind" hat diese Ansicht garnichts zu tun, sondern ich halte es immer für gewagt, sich zu binden, ohne zu wissen, was man mal beruflich so gebacken bekommt und eingermaßen sich vorstellen kann, wo die Reise hingeht.

    Ich war im Studium gewiss kein "halbes Kind" mehr, aber das letzte, was ich hätte brauchen können, wären Zusagen an einen Mann gewesen betreffend Haus und Hof und Kinder, möglichst noch an einem festgelegten Ort.

    Während eines Studiums stehen häufig andere Dinge im Mittelpunkt, aber da ist jede/r anders gestrickt. Es muss halt passen zwischen zwei Menschen.

    Deine Ansprüche sind nicht vermessen, aber es sind eben deine und keine allgemeingültigen (auch wenn du das möglicherweise so siehst) ! Ihr lebt zur Zeit in unterschiedlichen Welten. Werten möchte ich das ausdrücklich nicht.

    Gruß, Elli
    §1:
    Wer etwas zu wissen glaubt, oder etwas zu wissen sich anschickt, oder Dritten gegenüber mittelbar oder unmittelbar erworbenes Wissen als sein eigen geltend macht, weiß nicht genug.
    (H.K)

    Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)

    Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
    Geändert von elli07 (05.08.2012 um 16:58 Uhr)

  8. #48
    Avatar von 100wasser
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    AW: Nähe und Distanz. Vorstellungen in einer Beziehung

    Zitat Zitat von elli07 Beitrag anzeigen
    Ich war im Studium gewiss kein "halbes Kind" mehr, aber das letzte, was ich hätte brauchen können, wären Zusagen an einen Mann gewesen betreffend Haus und Hof und Kinder, möglichst noch an einem festgelegten Ort.
    Och naja, ich hab im Studium mein erstes Kind bekommen und während der Promotion mein zweites. Wenn beide das wollen ist das toll und absolut machbar (ich finde es sogar sehr empfehlenswert ).

    Allerdings finde ich tatsächlich dass du etwas sehr kontrollfreakig rüberkommst in deinen Beiträgen, Kupferschwein. Mit 24 schon Pferd und Hund zu versorgen, daneben Studium und Job. Und jetzt willst du auch noch zusammenziehen. Ist das nicht ziemlich viel?

    Es liest sich ein bisschen als würdest du einem Idealbild nach aussen hinterherrennen.

    Hast du auch mal Zeit zum ziel- und sinnlosen Abhängen?

  9. #49
    Avatar von Rotweinliebhaberin
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    AW: Nähe und Distanz. Vorstellungen in einer Beziehung

    Zitat Zitat von 100wasser Beitrag anzeigen
    Es liest sich ein bisschen als würdest du einem Idealbild nach aussen hinterherrennen.
    … und ihm am liebsten auch noch aufoktroyieren, weil es doch am vernünftigsten so ist!
    ************************************************** ******************

    „Wer das Leben anlacht, dem lächelt es zu, das ist ein einfaches Resonanzgesetz.“
    [Geliehen von chironex_fleckeri]

  10. #50
    Avatar von Kupferschwein
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    AW: Nähe und Distanz. Vorstellungen in einer Beziehung

    Klar hab ich Zeit dafür, 100Wasser. ;)
    Mein Pferd kann ich - im Gegensatz zu einem Kind bspw.- 2-3x pro Woche auch von wem anders versorgen lassen.
    Ist zwar ein teurer Spaß, aber im Grunde verschlingt es am Tag auch "nur" 2-4 Std Zeit, das ist nicht viel mehr als in den meisten anderen Hobbys.

    Was das mit dem Idealbild von aussen zu tun haben soll, ist mir auch nicht ganz klar. Ich würde sogar von mir behaupten, relativ wenig Wert auf die Meinung anderer zu legen, solange ich selbst glücklich bin mit dem, was ich tue. Heißt im Umkehrschluss aber auch, dass ich viel Wert drauf lege, mit wem ich meine Zeit verbringe.
    Das, was ich tue, tue ich intensiv und ich denke, das ist derzeit der Casus Knacktus, weil er das nicht in dem Maße möchte, sondern (noch) lieber auf 100 Hochzeiten gleichzeitig tanzt.

    Rotweinliebhaberin, hätte ich das vor, hätte ich hier nach Erziehungsmaßnahmen gefragt. ;) Ich habe nicht vor, ihn zu verändern. ich möchte herausfinden, ob wir einen Weg finden können bzw. ob wir zumindest zukünftig dasselbe anstreben und was dafür notwendig wäre.
    Andernfalls bin ich bereit, zugunsten unser beider Persönlichkeiten, auch eine Trennung in Erwägung zu ziehen, so schwer es mir auch fällt. Ich finde nicht, dass ich ihn damit zwinge, so zu werden wie ich.
    Ist vll. falsch rüber gekommen.

    Ich habe ihm vorhin eine lange eMail geschrieben, pers. sehen wir uns frühestens am Fr wieder und dann haben wir beide vll schon mal Zeit, darüber nachzudenken.

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