hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.
das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern
jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi
Ich eher nicht.
Ich finde auch "Du brüllst mich nicht an" zu brüllen kein besonders gutes Beispiel. Was sollen Kinder daraus lernen? Sie machen Dinge ja eher nach als dass sie etwas übernehmen, was man ihnen sagt, oder? Ich finde sowieso, die ganze Erziehung ist eine reine Selbstdisziplinierungsmaßnahme. Vielleicht liege ich damit falsch, und man sollte viel öfter aus sich herausgehen, als es mir gegeben ist. Aber ehrlich gesagt, habe ich schon gedacht, wenn eine 8-Jährige brüllen muss, um sich auszudrücken, dann hat sie doch da schon länger unter Druck gestanden, oder irre ich mich da?
oder sie weiss, dass sie es ohne probleme zu bekommen kann und darf.
(achtjährige die schreit)
hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.
das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern
jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi
Liebe Fiella,
sicherlich steht das Mädel unter Druck.
Vielleicht ist sie auch einfach nur frech.
Man weiß es nicht.
Aber eines weiß ich aus Erfahrung: wenn man sich ständig als Patchworkmutter auf die Zunge beissen muss, dann liegen auch bei einem selbst die Nerven blank.
Denn der zitierte Satz von Brighid: Du bist nicht mein Vater, meine Mutter....
den kennt so ziemlich jedes Patchwork-Neu-Mitglied.
Pupsen am Tisch und das mehr als 1 x? Kommt mir nicht als Versehen vor. Kann es auch Provokation sein?
Und ich würde mich von einer 8jährigen auch nicht anbrüllen lassen.
Ich stelle es mir schwierig vor, zu einem eingeschworenen Dreiergespann dazuzustoßen, in dem man offensichtlich als Störfaktor gewertet wird. Und für mich wäre eine Beziehung auch zu Ende, wenn ich zum Auszug genötigt würde.
Die Beziehung zu der Mutter würde ich mich aber auch nicht verbieten lassen und mir spitze Bemerkungen dazu verkneifen.
Ja, so etwas ähnliches habe ich auch zu hören bekommen. Blanke Nerven kenne ich auch und wir haben auch diverse Probleme durch.
Allerdings habe ich als Stiefmutter meinem Mann immer meine Meinung über seinen Umgang mit seinen Kindern sagen dürfen. Meist wollte er sie gern wissen und war auch dankbar dafür und hat vieles von dem, was ich ihm im Laufe der Jahre gesagt habe, umgesetzt.
Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, zu warten, bis wir allein waren, und oft habe ich ihn sogar vorab gefragt, ob er meine Meinung hören möchte. Dann habe ich mich bemüht, einen wohlwollenden Vorschlag zu machen. Ich denke, wenn ich ihn unter Druck gesetzt hätte (wie kameys Partner das mit kamey tut), dann hätte es uns auseinandergerissen.
Ich möchte garnicht ins Detail gehen, sondern diesen Satz kommentieren. Nicht er muss seinen Platz finden, sondern ihr alle müsst euch neu sortieren. Unter Beteiligung aller, auch der Kinder.
Kompromisse müssen von allen gemacht werden, von manch alter Gewohnheit muss man sich verabschieden, auch die Kinder.
Wer antritt mit der Option "meine Kinder gehen in jedem Fall vor und sind immer im Recht", dann wird das nix.
Was den Umgang miteinander betrifft, da muss eine gemeinsame Linie der Erwachsenen her. Die diese gemeinsam, unter vier Augen, aushandeln und dann gemeinsam vertreten.
Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen das Gefühl, es gilt die Devise "wir waren zuerst da, du bist dazugekommen und hast dich gefälligst einzufügen".
Ich würde mir so ein Gezerfe an Stelle des Mannes nicht geben.
Gruß, Elli
§1:
Wer etwas zu wissen glaubt, oder etwas zu wissen sich anschickt, oder Dritten gegenüber mittelbar oder unmittelbar erworbenes Wissen als sein eigen geltend macht, weiß nicht genug.
(H.K)
Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen (F. de La Rouchefoucauld, 1613-1680)
Fürchte dich nicht vor einem großen Schritt. Mit zwei kleinen lässt sich keine Schlucht überwinden (David Lloyd George)
Liebe Elli,
wir sortieren uns alle neu bzw. haben das auch getan. Meine Kinder mögen und akzeptieren ihn auch.
Ich bin keine Glucken-Mutter, die ihre Kinder automatisch über alles stellt oder total schmerzfrei ist, was unakzeptables Verhalten anbetrifft (das mit dem Schreien der 8jährigen ist tatsächlich erst einmal passiert). Und der Satz "Du bist nicht mein Vater" ist (noch nicht) gefallen.
Was das Riesen-Problem ist, ist tatsächlich die Umsetzung seiner Erziehungsvorstellungen. Darüber eskalierte der Streit mit meinen Eltern, darüber hat seine Mutter ihm schon einen langen, sehr lieben aber auch kritischen Brief geschrieben, das haben mir andere Leute mehr oder weniger deutlich gesagt (ohne, dass ich das Thema aufgebracht hatte) und nicht zuletzt: das empfinde ich auch so.
Darüber, wieso er so ist wie er ist, kann man natürlich herrlich spekulieren....bringt mich aber leider nicht weiter.
Ich bin mit den besten Absichten in diese Beziehung gestartet und habe mittlerweile das Sch....gefühl zwischen sämtlichen Stühlen (siehe mein Eingangspost) zu sitzen![]()