Ich hatte aDeinen Gedankengang am Anfang dahingehen missinterpretiert, dass man fuer "wahre, romantische Liebe so richtig leiden und hart arbeiten muesse" (wie in so vielen Hollywoodfilmen, wo von Anfang an alles unrund laeuft und ploetzlich macht es plopp und alles ist super romantisch, quasi als Belohnung fuers Rumquaelen davor). Auf diese Theorien bin ich mittlerweile sowas von allergisch.
Diese halbherzigen Bequemlichkeitsbeziehungen, die Du tatsaechlich meinst, kenne ich auch aus meinem Umfeld. Das interessante ist, dass selbst bekennende FesthalterInnen und WeitersucherInnen, nicht begeistert sind, wenn man sie bittet, sich das ganze mal umgekehrt vorzustellen (was waere denn wenn Dein Partner grade irgendwo sitzt und einem Kumpel exakt das Gleiche ueber dich erzaehlt). Das fanden sie dann meistens gar nicht so toll, weil wir wohl alle irgendwo die Sehnsucht haben, als einzigartige Schneeflocke gesehen und gewollt zu werden.
Hast Du mal Erich Fromm's "Die Kunst des Lieben" gelesen? Ich glaube mich zu erinnern, dass Fromm schrieb, dass der Mensch immer als Zweck und nie als Mittel betrachtet werden wollte. Und das sich Lieben nicht im gepimpert werden erfahren laesst sondern als das Potenzial, Liebe zu fuehlen und mit-zu-teilen, das man in sich selbst erleben kann. Ich habe mir das gleich noch mal in der Bibliothek bestellt.
LGew









ew
Zitieren


Ich will so sehr lieben, dass sich die Frage für mich nicht stellt, was mehr zählt, oder wie insgesamt die Bilanz ausgeht.






