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  1. #1
    Christinchen
    gelöscht

    Soziale Arbeit im Ausland

    Hallo zusammen!

    Nächstes Jahr schließe ich mein Studium ab und möchte dann für mindestens ein Jahr ins Ausland. Es ist mir wichtig, dort nicht sinnlos herumzutingeln sondern etwas zu tun. Ich möchte gern im Bereich Sozialarbeit/Jugendarbeit/Entwicklungshilfe oder Ähnliches tätig werden. Mein Traum wäre Südafrika. Ich bin aber nicht festgefahren..wichtiger ist es mir, die Erfahrung dieser Arbeit zu haben.

    Nun versuche ich durch den endlosen Wust von Hilfsorganisationen, Workcamps und Jobangeboten durchzusteigen und habe ein bisschen die Übersicht verloren. Oft ist mir aufgefallen, daß man ein Heidengeld bezahlen soll und dann allerhöchstens für 3 Wochen oder 6 Wochen eingesetzt wird.

    Ich möchte mich weder verschulden (obwohl ich schon ein ordentliches Polster für diesen Plan angespart habe ) noch für 6 Wochen weg sein. Ich möchte schon ein paar Monate bleiben..es geht mir auch nicht darum zu verdienen, sondern einfach Erfahrungen zu sammeln und in einer seriösen Organisation beschäftigt zu sein.

    Habt Ihr Erfahrungen, wo ich mich schlau machen kann? Habt Ihr von guten Einsätzen gehört? Könnt Ihr mir Tipps zur Infosammlung geben? Ich wär Euch dankbar!

    Gruß Tine

  2. #2

    Registriert seit
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    Re: Soziale Arbeit im Ausland

    Hallo Christinchen,

    ich bin an meine Praktika bei NGOs und einer UN-Organisation über Initiativbewerbungen drangekommen. Geld verdient habe ich dort keins, aber ich musste außer meinen normalen Lebenshaltungskosten auch keins ausgeben, sprich keine horrende Gebühr bezahlen, wie das einige Organisationen so handhaben. Vielleicht gibt es ja bestimmte NGOs, die Dich interessieren? Anfragen kostet da nichts. Ich habe da immer einen Lebenslauf und ein Schreiben mitgeschickt und bekam dann einiges angeboten.

    Ich weiß allerdings, dass z.B. hier in England (und ich glaube auch Australien/Neuseeland) viele social worker gesucht werden. Hier brauchst Du dafür Dein Diplom und musst ein zeitaufwendiges Formular ausfüllen um es anerkennen zu lassen (hat eine griechische Freundin von mir gerade durch), und dann kannst Du Dich auch schon bewerben. Hilfreich ist immer ein Führerschein, da viele Jobs von dir fordern zu den Leuten nach Hause zu fahren, so denn sie nicht in Einrichtungen untergebracht sind.

    Hoffe die Anregungen helfen. Du hast ja auch noch massig Zeit Dich darum zu kümmern. Nur eins: lass Dich bloß nicht auf eine Org ein, die von Dir Geld verlangt! Dann pack lieber Deinen Rucksack und wende Dich vor Ort and einschlägige Organisationen, denn die freuen sich immer über helfende Hände. Aber wie gesagt, das lässt sich auch vorab leicht per EMail organisieren.

    LG

    SarahMiller

  3. #3

    Registriert seit
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    6

    Re: Soziale Arbeit im Ausland

    hallo sarah,
    gerade las ich, dass auch sozialpädagogen in australien bzw. neuseeland gesucht werden. ich bin schon 42 jahre und da meine tochter aus dem haus ist und ich nicht in einer beziehung bin, hätte ich die möglichkeit und die lust mich zu verändern.
    weisst du an wen ich mich wenden muss, wenn ich beispielsweise in australien arbeiten möchte?
    vielen dank und schönes wochenende wünscht dir
    marion

  4. #4

    Registriert seit
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    Re: Soziale Arbeit im Ausland

    Hallo 4mano,

    tut mir Leid, da habe ich leider keine Ahnung. Aber ich glaube, dass man oft über die Botschaftsseiten schauen kann, wofür sie gerade Einreisevisa vergeben.

    Viel Glück in jedem Fall!

    LG

    SarahMiller

  5. #5
    Avatar von Edelherb
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    Re: Soziale Arbeit im Ausland

    Hoffe die Anregungen helfen. Du hast ja auch noch massig Zeit Dich darum zu kümmern. Nur eins: lass Dich bloß nicht auf eine Org ein, die von Dir Geld verlangt! Dann pack lieber Deinen Rucksack und wende Dich vor Ort and einschlägige Organisationen, denn die freuen sich immer über helfende Hände. Aber wie gesagt, das lässt sich auch vorab leicht per EMail organisieren.
    Hier möchte ich heftig widersprechen, was das Geld angeht, bzw. bitten, genauer hinzusehen.

    Zuerst allgemein: man kann auf eigene Faust ins Ausland gehen und direkt bei einer Organisation arbeiten oder durch eine hiesige Organisation. Ich habe ersteres gemacht und würde letzteres empfehlen.

    Ich habe wie gesagt direkt bei einem sozialen Projekt angeheurt und bin in einem ziemlich Selbstausbeutungs-Laden gelandet. Betonung auf "selbst", d.h. das galt nicht nur für die Freiwilligen, sondern für alle Mitarbeiter dort. Und es gab Freiwillige, die konnten sich sehr gut abgrenzen und haben deswegen diesen Druck nicht so gespürt, hatten alles in allem eine gute Zeit, und es gab Freiwillige, die das nicht so gut konnten. Dazu gehörte ich. Wie ich auch erst in diesem Jahr gelernt habe. Und bitter gelernt habe, es war wirklich keine einfache Zeit.

    Mit einer Organisation hast Du vielleicht auch keine einfache Zeit, gehst aber betreuter durch den ganzen Prozess. Es gibt normalerweise Vorbereitungsseminare, Zwischenseminare, wo man sich mit anderen austauscht und auch Rückkehrerseminar. Letzteres finde ich auch sehr wichtig, denn auch wenn man das so nicht erwartet, rückkehren ist wesentlich schwieriger, als weggehen. In einer Situation wie der meinen, wäre ich darin bestärkt worden, dass es *nicht* richtig war, wie es gelaufen ist. Stattdessen habe ich munter an mir selbst gezweifelt. Da hätte ein Betreuer mit der Organisation gesprochen und klar gemacht, dass man Freiwillige nicht zu diesen Bedingungen arbeiten lassen kann. Ich hätte mich mit Leuten austauschen können, die durch ähnliche Phasen gehen.

    Da ich später bei einer Organisation gearbeitet habe, die auch Freiwillige entsendet, habe ich da viel mitbekommen, wenn ich auch nicht direkt in diesem Bereich gearbeitet habe.

    Natürlich sollte man schauen, dass man an eine seriöse Organisation gerät, das läßt sich aber nicht daran festmachen, ob sie Geld verlangt oder nicht. Es gibt auch Organisationen, die verlangen nicht, dass Du selbst Geld bezahlst, aber dass Du einen Kreis aufbaust, der für Dich spendet. Dabei wird auch Hilfestelleung geleistet, wie dies am besten passiert.

    Eine Übersicht über Möglichkeiten findest Du z.B. hier .

    Viel Glück bei der Suche,
    Edelherb
    Geändert von Edelherb (29.08.2008 um 12:33 Uhr)

  6. #6

    Registriert seit
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    1

    Re: Soziale Arbeit im Ausland

    Hallo Christinchen,
    ich habe gerade mal so unter dem Stichwort "Soziale Arbeit im Ausland" gegoogelt und da stand ich gleich hier. Ich mach momentan ein freiwilliges soziales Jahr und bevor ich studiere, will ich auch ins Ausland. ich habe mich lange mit den Kosten und der Dauer des Aufenthaltes rumgeschlagen und war nicht bereit soviel zu zahlen. Jetzt habe ich aber einen anderen Weg gefunden, da mein Freund sowieso Nigerianer ist, hat er sich für mich gekümmert.
    Aber versuch es doch mal über das IJGD dort gibt es Sachen, die auch einige Monate bis hin zu einem Jahr dauern. Wäre das nichts für dich? Und ich finde, dass sie im Vergleich zu anderen Sachen nicht so teuer sind.

    Liebe Grüße
    Sarah

  7. #7

    Registriert seit
    12.04.2006
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    1

    Re: Soziale Arbeit im Ausland

    Hi 4mano, bin auch Sozialarbeiterin und 38 Jahre. Möchte nächstes Jahr für ca. 1 Jahr nach Neuseeland gehen. Wollte Fragen, ob Du bei der Jobsuche weitergekommen bist? Gruß Ulrike

  8. #8

    Registriert seit
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    51

    AW: Soziale Arbeit im Ausland

    Hallo,

    ich bin auch sehr daran interessiert, nochmal ins Ausland zu gehen, und am liebsten eine sinnvolle, soziale Tätigkeit zu verrichten (anstatt meinen dicken Hintern am Bürostuhl breit zu drücken).
    Leider ist das mit Neuseeland nicht so einfach. Es gibt wohl ein Work & Travel Visum, mit dem man 1 Jahr lang durch´s Land reisen und arbeiten kann. Allerdings darf man dafür nicht älter als 35 Jahre (glaub ich) sein.
    Ich suche schon lange eine Möglichkeit, habe aber bis jetzt nichts gefunden. In Neuseeland darf man schwarz nicht arbeiten, da hat man also kaum eine Chance.

    Viele Grüße

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