+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 14
  1. #1

    Registriert seit
    30.10.2017
    Beiträge
    9

    Schwangerschaft und Sozialhilfe

    Guten Tag,

    ich bin neu hier und benötige einen Rat.
    Ich beziehe Erwerbsunfähigkeitsrente und dazu Sozialhilfe. Nun bin ich unerwartet und nicht geplant schwanger geworden. Muss ich das dem Amt mitteilen? Ich kann keinerlei Angaben zum Vater machen, deswegen.

  2. #2
    Avatar von Scheibenhonig
    Registriert seit
    10.10.2013
    Beiträge
    255

    AW: Schwangerschaft und Sozialhilfe

    Zitat Zitat von Krebsjuni Beitrag anzeigen
    Guten Tag,

    ich bin neu hier und benötige einen Rat.
    Ich beziehe Erwerbsunfähigkeitsrente und dazu Sozialhilfe. Nun bin ich unerwartet und nicht geplant schwanger geworden. Muss ich das dem Amt mitteilen? Ich kann keinerlei Angaben zum Vater machen, deswegen.
    Willkommen hier und herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft.

    Wenn Du Sozialhilfe beziehst, müsstest Du m.E. einen Anspruch auf einen Mehrbedarfszuschlag ab der (ich glaube) 13. Schwangerschaftswoche haben, sowie auf Zuschuss zur Erstausstattung...wieviel das monatlich ausmacht und was sonst noch möglich ist, wird dir dein zuständiges Sozialamt sagen können.

    Dafür müsstest du deine Schwangerschaft natürlich bekannt geben, ganz klar.

    Für die Erwerbsunfähigenrente ist deine Schwangerschaft m.W. nicht relevant (ohne Gewähr, auch in diesem Fall würde ich an deiner Stelle einfach mal bei der Dt. Rentenversicherung nachhaken).

    Wie ist das mit dem Vater gemeint? Möchtest Du ihn nicht angeben oder weißt Du nicht, wer der Vater ist? Grundsätzlich hat das Kind zukünftig ja Anspruch auf Unterhalt vom Vater.

  3. #3

    Registriert seit
    30.10.2017
    Beiträge
    9

    AW: Schwangerschaft und Sozialhilfe

    Danke, Scheibenhonig!
    Ich möchte keinen Mehrbedarf beim Amt beantragen, ich möchte einfach nicht, dass sie wissen, dass ich ein Kind bekomme. Aber bin ich nicht dazu verpflichtet es anzugeben?
    Genau das ist der Punk, ich weiß nicht, wer der Vater ist und möchte damit nicht bei der Behörde hausieren gehen, weil ich nicht gerade stolz darauf bin.

  4. #4
    Avatar von Scheibenhonig
    Registriert seit
    10.10.2013
    Beiträge
    255

    AW: Schwangerschaft und Sozialhilfe

    Zitat Zitat von Krebsjuni Beitrag anzeigen
    Ich möchte keinen Mehrbedarf beim Amt beantragen, ich möchte einfach nicht, dass sie wissen, dass ich ein Kind bekomme. Aber bin ich nicht dazu verpflichtet es anzugeben?
    Puh, gute Frage...ich meine, dass in den Bescheiden eine allg. "Klausel" steht, lt. der man als Leistungsempfänger Veränderungen (sinngemäß) persönlicher und finanzieller Art dem Amt zeitnah mitzuteilen hat, schau da doch mal in deinen letzten Bescheid. Natürlich kannst du nicht gezwungen werden, zusätzliche Leistungen zu beantragen, aber das bedeutet noch nicht zwingend, dass du deine Schwangerschaft (die - wenn dein Kind erst mal da ist - ja doch eine tiefgreifende Veränderung deiner persönlichen Verhältnisse bedeutet) nicht anzugeben bräuchtest.

    Zitat Zitat von Krebsjuni Beitrag anzeigen
    Genau das ist der Punk, ich weiß nicht, wer der Vater ist und möchte damit nicht bei der Behörde hausieren gehen, weil ich nicht gerade stolz darauf bin.
    Das Jugendamt wird über die Geburt deines Kindes (da du vermutlich nicht verheiratet bist (?)) irgendwann vom Einwohnermeldeamt informiert werden, und spätestens dann wird nach dem Erzeuger gefragt....hat wieder mit Unterhalt (vom Vater) oder ersatzweise Unterhaltsvorschuss (vom Jugendamt) zu tun. Also wirst Du diese Info nicht dauerhaft vor den Behörden verheimlichen können.

    Mach dir aber doch bitte nicht zu große Sorgen deswegen. Du bist sicher nicht die erste Schwangere, die zum Vater keine Angaben machen kann...außerdem steht es den Sachbearbeitern vor Ort nicht zu, diesen Umstand moralisch irgendwie zu bewerten. Für die Behörde sind lediglich die nüchternen Fakten zur Errechnung der Höhe der Leistungen relevant.
    Geändert von Scheibenhonig (30.10.2017 um 15:43 Uhr) Grund: Nachtrag

  5. #5
    Avatar von GuteLaune
    Registriert seit
    21.03.2005
    Beiträge
    6.678

    AW: Schwangerschaft und Sozialhilfe

    Wie schon erwähnt: Anmelden musst du das Kind ja. Wenn du beim Standesamt keinen Vater angibst und nicht verheiratet bist, tritt automatisch das Jugendamt auf den Plan. Nicht, um dich zu maßregeln oder die moralische Vorhaltungen zu machen. Sondern um für dein Kind einzutreten, das einen Anspruch auf Unterhalt bzw. Leistungen nach dem Unterhaltsvorschuss-Gesetz hat. Dieser Unterhalt steht ja nicht dir zu, sondern dem Kind.

    Dann wird das Kind ja auch eine Krankenversicherung brauchen. Ich nehme an, du bist in einer gesetzlichen Versicherung. Zahlst du die Beiträge selbst - oder geht das übers Amt? Da wirst du auch erklären müssen, warum da auf einmal eine Familienversicherung besteht.

    Steuern wirst du nicht zahlen. Aber mit Kind wirst du automatisch in einer anderen Steuerklasse eingruppiert. Auch dann ist das Kind "amtsbekannt".

    Du kannst ein Kind schlichtweg nicht verheimlichen. Und wenn du es versuchst und der Behörde die Änderung deiner persönlichen Lebensumstände nicht mitteilst, verwirkst du unter Umständen sogar deinen Anspruch auf Hilfe!

    Was du machen kannst: Mach frühzeitig einen Termin beim Jugendamt. Lass dich beraten - mit Kind gibt es allerlei zu regeln, wobei du Hilfe brauchen kannst. Schildere der Sachbearbeiterin, warum du dich scheust, dem Sozialamt deine Schwangerschaft bekannt zu geben. Vielleicht kannst du dich bei Gang zum Sozialamt begleiten lassen.

    Ein bisschen kann ich deine Bedenken nachvollziehen. Und ganz auszuschließen ist es natürlich nicht, dass dich mal jemand im Sozialamt blöd von der Seite anredet. Stell dich auf diesen Fall ein. Und beschwer dich unverzüglich, wenn so was passieren sollte. Im Amt haben sie deinen Fall den Gesetzen entsprechend zu bearbeiten. Aber sie haben nicht zu werten!

  6. #6

    Registriert seit
    21.04.2014
    Beiträge
    6.369

    AW: Schwangerschaft und Sozialhilfe

    Dem Sozialamt wird es erstmal egal sein müssen, wer der Vater ist. Du lebst allein, also keine bedarfsgemeinschaft, fertig.
    Ist das Kind da, sei gegenüber dem Jugendamt einfach ehrlich, ungeklärte Vaterschaften sind da Tagesgeschäft. Mach dir nicht zu viele Sorgen.

  7. #7

    Registriert seit
    16.01.2017
    Beiträge
    3.146

    AW: Schwangerschaft und Sozialhilfe

    Aus dem Post geht jetzt nicht eindeutig hervor, ob Du das Kind überhaupt bekommen/behalten wirst?

  8. #8

    Registriert seit
    29.07.2010
    Beiträge
    667

    AW: Schwangerschaft und Sozialhilfe

    Wenn du dich nicht um finanzielle Unterstützung für Dein werdendes Kind kümmerst, könnte Dir auch vom (Jugend)amt unterstellt werden, dass Du nicht in der Lage bist Dein Kind angemessen rechtlich zu vertreten und somit könnte Deine Erziehungsfähigkeit angezweifelt werden.
    Dass Du bereits berentet bist, könnte fürs Amt auch Indiz dafür, dass auch Deine gesundheitlichen Belastungsgrenzen eng gesteckt sind, sein.
    Um Deine persönliche Situation zu stärken, könntest Du Dir bei einer nicht staatlichen Familienberatungsstelle Unterstützung holen. Alleinerziehend zu sein, ohne finanzielle Absicherung und Unterstützung durch geeignete Freunde oder Familie, bringt häufig schon gesunde junge Mütter an die Belastungsgrenze.
    In jedem Fall solltest Du Dich daran gewöhnen Dich auch in u.U unangenehmen Situationen beharrlich für Deine Interessen, und dann auch die des werdenden Kindes einzusetzen.
    Hattest Du im Laufe Deines Lebens bereits Gelegenheit das Alltagsleben mit Baby oder Kleinkind Kennenzulernen, oder kennst du nur "Theorie" ?
    Ich frage das nicht, weil ich unverschämt sein will,
    sondern um nochmal auf Bedeutung und Tragweite, der auf Dich zukommenden Verantwortung zu verweisen. Ich wünsche Dir alles Gute und gesundes Selbstbewusstsein für deine Aufgaben.
    "Is it my fault if belief in Divinity has become a suspected opinion; if the bare suspicion of a Supreme Being is already noted as evidence of a weak mind; and if, of all philosophical Utopias, this is the only one which the world no longer tolerates? Is it my fault if hypocrisy and imbecility everywhere hide behind this holy formula?"

    J.P Proudhon

  9. #9

    Registriert seit
    30.10.2017
    Beiträge
    9

    AW: Schwangerschaft und Sozialhilfe

    Da habt ihr Recht, ein Kind kann man nicht verheimlichen und eigentlich bin ich auch ein ehrlicher Mensch und will mit offenen Karten spielen. Die Wahrheit kommt sowieso ans Licht.
    Ich möchte das Kind auf jeden Fall behalten. Es kann ja nichts dafür, dass ich so dumm war.
    Ich habe ihn auf einer Party kennen gelernt in einer Disco im Urlaub. Ich kenne nur seinen Vornamen und weiß, dass er gar nicht in Deutschland wohnt. Wir haben verhütet, schon alleine wegen etwaiger Krankheiten, aber trotzdem ist wohl was daneben gegangen. Ich fühle mich wie 15 und das ist mir peinlich. Als wüsste ich nicht wie man sich vorm schwanger werden schützt.
    Meint ihr, das Kind kann mir aufgrund meiner Erwerbsunfähigkeit entzogen werden???

  10. #10

    Registriert seit
    16.01.2017
    Beiträge
    3.146

    AW: Schwangerschaft und Sozialhilfe

    Welchen Krankheitshintergrund hat Deine EU?

+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •