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  1. #1

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    Kontrastmittelallergie

    Guten Tag :-)

    Mein Problem ist seit längerem eine Kontrastmittelallergie. Durch einen Unfall musste ich an der Wirbelsäule operiert werden. Dabei hat man untersuchen müssen, ob der Rückenmarkkanal durchgängig ist. Leider reagierte ich allergisch auf das Kontratmittel. Nach einiger Zeit wurde mir schlecht, ich konnte kaum atmen, Kopfschmerzen... ein Druck als würde mein Schädel platzen...ich konnte nur noch verschwommen meinen Mann neben mir wahrnehmen, der mich immer wieder zum Trinken aufforderte. Essen konnte ich nicht.
    Ich bekam einen harten, steifen Nacken von der Schockreaktion. Konnte mich nicht flach legen. Sitzend war der Kopfdruck erträglicher. Die Rückenverletzung musste warten. Man gab mir eine Betäubung an diese Stelle.
    Man schickte mich in Reha. Wurde entlassen. Hatte aber die Auflage, mich sofort einliefern zu lassen, wenn die Schockzustände schlimmer werden. Ich musste alle 15 Minuten Wasser und Cola trinken. Bei Cola ging es mir wesentlich besser. Bin ich für 30 min eingeschlafen, wachte ich mit einem Schock auf. Zitterte am ganzen Körper und mein Nacken ... (ich darf gar nicht draran denken) Ich lagerte die Beine hoch, trank Cola u wartete auf Besserung. Es ging immer wieder besser. Bis ich nach 2 Monaten in Reha kam. Die Fahrt war die Hölle. Trank immer wieder Cola und kam dort an...schweißgebadet, zitternd und am ganzen Körper aufgeschwollen wie ein Gummibär. Man versuchte mich in einen Tagesplan zu bringen. Was kaum möglich war.
    Irgendwie wollte ich es schaffen... es hat sich eine Allergie gegen Schweinefleisch, Fisch und Schokolade eingestellt. Ich wurde hochempfindlich gegen Aromen, Geschmacksverstärker und Konservierungsmittel.
    Das Essen wurde mir, wegen dem niedrigen Blutdruck widerwillig ins Zimmer gebracht. Allerdings konnte ich selten etwas davon essen. Weil in der Küche nicht auf die Allergie geachtet wurde. 4 Wochen ... Wassergymnastik konnte ich immer halb mitmachen. Mein Kreislauf... Geholfen hat mir die Craniosakrale Therapie. Die Nähte am Schädel wurden durch leichte minimale Bewegung bewegt. Der Nacken massiert, damit das gestaute Gehirnwasser ablaufen kann. Das tat gut. Nur der Schwindel wurde schlimm. Zuhause ging es 6 Monate so weiter mit einer leichten Besserung. Ich konnte nachts 2-3 Stunden durchschlafen. Ansonsten galt immer noch alle 30 min. Cola. Nicht weil ich es gerne tat...sondern weil es das einzige war, was es erträglich gemacht hat. Und was ich von Ärzten in den Krankenhäusern, Hausarzt usw... zu hören bekam möchte ich hier nicht berichten. Ihr würdets nicht glauben!!! Als meine Niere dann schlapper wurde, operierten sie meine Unfallverletzung. Lendenwirbelsäule... 3 Dornfortsätze waren gebrochen u mussten entfernt werden somit ersetzt mit einer Stange u 6 Titanschrauben, die Wirbelkörper wurden zusammengeflickt mit Beckenspan und die Bandscheiben erhalten. Heilungszeit 2 Jahre. Liegen. Keine kleine OP. Immer noch allergische Reaktionen wegen dem Kontrastmittel. Irgendwie hat mein Lymphsystem das alles nicht mehr gepackt und alles ist hart geworden. Zur Zeit meine ich, es ist fast ganz abgebaut. Mich würde interessieren, ob es irgendwo einen Menschen gibt, der das kennt. Ich möchte auch ev. Tipps geben können, wenn jemand in dieser Lage ist.
    Anmerken möchte ich noch, dass ich ohne meinen Mann nicht die nötigen Kräfte gehabt hätte, um wieder fit zu werden.

  2. #2
    Moderation Avatar von Ravina
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    AW: Kontrastmittelallergie

    ach du liebe güte, du arme!was eine geschichte?


    weisst du zufällig ob dieses Kontrastmittel jodhaltig war?


    das gibt es oft, das man darauf mit den geschilderten Symptomen reagiert. und ich kenne das auch.
    kopfweh, herzrasen und harndrang.
    aber nach 48 std war das ganz weg.


    warum gab man dir keine Medikamente gegen den allerg. schock?
    cortison und ein antihistamin?


    welche allergien hast du ausserdem?
    und wie geht es dir heute? jetzt?


    du hast eine schlimme zeit zu verarbeiten! evtl. suchst du dir psychologische Hilfe?
    das würde ich machen!!
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  3. #3
    Moderation Avatar von Ravina
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    AW: Kontrastmittelallergie

    diese medikamente solltest du besorgen oder besprechen mit einem arzt!

    Was ist ein Notfallset?


    Das Notfallset besteht in Deutschland je nach Symptomatik aus drei bis vier Medikamenten:


    Notfallmedikament der Wahl ist Adrenalin in Form eines Autoinjektors.
    Bei akuter Atemwegsproblematik kann ein ß2-Mimetikum, ein Spray, das bronchienerweiternd wirkt, eingesetzt werden.
    Um die allergische Reaktion zu bekämpfen, wird ein Antihistaminikum gegeben.
    Spätreaktionen im Rahmen des biphasischen Verlaufes werden mit Cortison vorgebeugt.


    Nehmen Sie die Medikamente wie mit Ihrem Allergologen in Ihrem Notfallplan besprochen. Die Einnahme ersetzt nicht den Arztbesuch.
    ( aus Home: DAAB)
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  4. #4

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    AW: Kontrastmittelallergie

    Guten Abend
    Selten, dass mich jemand ernst nimmt. Danke
    Lange Rede ... wollte nur mal zum allgemeinen Thema Allergie etwas sagen.
    Gerade auch, wenn mir Krankenhäuser, Hausazt usw... begenen, die noch nie etwas davon gehört haben. Ganz ausschließen sollten sie es trotzdem nicht!!!
    Ja, 48 h steht im Buch... oder haben Ärzte so gelernt oder sowas... aber ich rege mal an, zu überdenken, ob es nicht auch aus der Situation heraus auch anders sein kann.
    Patienten, bei denen der Körper anders reagiert, wie es "allgemein" üblich ist, sind echt mies dran. Vor allem, wenn der Arzt nicht mal flexibler darüber nachdenkt, ob es Gründe dafür geben kann. Mal nachfragen...oder sowas...vielleicht das Schlimmste als erstes ausschlißen. Ich kann ja verstehen, was Ärzte erleben... Nicht jeder geht bewusst mit seinem Körper um. Wenn ich an Betrunkene denke auf Festen oder Fans bei Fußballspielen...Komasaufen...es gibt sicher Ärzte, die den Glauben an die Menschheit verloren haben... Man wird automatisch eingeteilt... vielleicht haben sie gedacht ich wäre Alkoholikerin.. ?? Was ich nicht bin. Das wäre noch irgendwie verständlich...doch ich habe Sachen von Ärzten gehört, die unerkärlich beleidigend waren!!! Aber natürlich gab es auch welche mit Herz und Verstand!
    Warum sie mich nicht so behandelt haben, wie es sein sollte?? Ich wollte auch zum Allergologen, um zu erfahren, ob man mit einer Blutuntersuchung herausfinden kann, ob es das Kontrastmittel noch ist. Oder woher die Schocks sonst kommen könnten. Der schickte mich wieder nach Hause, weil seine Sprechstundenhelferin schon Feierabend hatte. Gab mir einen Termin für in 2 Monaten. Im Krankenhaus schickten sie mich 2 mal wieder nach Hause, mit der Begründung, es könnte nicht das Kontrastmittel sein... aber dass es mir schlecht ging.. interessierte nicht. Warum??? Die einzige, die mir half war meine Physiotherapeutin. Mit Craniosakraler Therapie am Schädel. Das half sofort. Innerhalb von 25 min. war der Spuk vorbei. Zittern am ganzen Körper, Nackenkrämpfe, Kopfschmerzen u dieser Druck, Kreislauf u Atemprobleme, Brechreiz. Mein Zahnarzt verschrieb das Rezept. Mein Hausarzt verweigerte es, weil er der Meinung war, ich könnte mir alleine zu Hause diese Kopfmassage selbst machen...ich hätte ja gesehen, wie es geht. Sie hat auch die Lymphbahnen frei massiert.
    Und ist der Meinung, es wäre eindeutig eine Reaktion auf das Kontrastmittel.
    So sieht es momentan aus. Ich habe nun selbst mit der Massage leicht die Lymphbahnen so weit ich kann bearbeitet, als würde man kirschgroße Kugeln in Richtung Niere schieben. Aus den Armen heraus. Mit Wärme in der Badewanne. Es wird gerade auch schneller abgebaut, als vorher. Ich spüre es mit einem Brennen, wie bei einer Blasenentzündung. Es wird immer weniger. Ich bin übern Berg!!! Das ist mir wichtig!! Unbeschreiblich gutes Gefühl!!
    Der Sommer kann kommen
    Geändert von Colapeana (22.02.2013 um 10:38 Uhr)

  5. #5

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    AW: Kontrastmittelallergie

    Hallo Ravina,

    ich stelle es mir auch so oder so ähnlich vor... aber meine Ärzte haben davon keine Ahnung...
    das letzte mal, als ich beim Allergologen war, schickte er mich zu einem Internisten. Obwohl ich eine starke Allergie habe.
    Mit Schocks usw. Cetrizindihydrochlorid 10 mg aus der Apotheke helfen mir ruhig sitzen zu können. Man sieht es nicht auf den ersten Blick, wenn ich beim Arzt bin. Habe gerade wieder bei dem warmen Wetter stärkere Atemnot, usw.. Mein Mann massiert es wieder in Richtung der Niere. Fühle mich wie im Halbschlaf. Und das Tag u Nacht. Keiner hört mehr richtig hin, weil alle denken...es müsste ausgeschieden sein. Lymphknoten unterm arm, Axel und oberer Brustbereich, links, sind geschwollen, blaue Flecken, wo die Lymphknoten verstopft sind. Es soll eine jodhaltige, ölige Flüssigkeit sein. Jodhaltig bedeutet entzündungshemmend und es brennt u reizt das Gewebe beim massieren. Ölhaltig.. naja, es steigt eher nach oben in Richtung Kopf tagsüber. Es sammelt sich, wenn nicht massiert wird in allen Ecken. Besonders in der Sonne wird es gereizt. Es ist nun eine kleinere Menge. Geworden. Löst aber immer noch Schocks aus. Ich versuche nun den letzten Rest zu überstehen.
    Damit sehe ich aus, als wäre ich über Nacht im 9. Monat schwanger geworden. die Lymphdrüsen um den Darm arbeiten auf Hochtouren. Vorher sah ich in alle Richtungen so geschwollen aus. Ich spüre, wie die Lymphknoten mitarbeiten. So 1-2 Stunden nach der Massage, krampfen sie richtig nach. Das macht mich so unendlich müde. Ich muss mir die Zeit nehmen, um meinem Körper die Gelegenheit zu lassen, das zu verarbeiten. Zum Glück kann ich das auch u soll es sogar...mein Mann gibt mir die nötige Kraft dafür.
    So erkläre ich es mir.
    Ich hoffe, ich überstehe es auch ohne Arzt. Für komische Sprüche habe ich keine Kraft mehr!!! Denn mir ist es nicht langweilig!! Auch mache ich mich nicht damit wichtig! Oder bin wild auf Arztbehandlungen... oder was auch immer...
    oder will mich vor Arbeit drücken (Arbeit habe ich genug u tue sie auch, trotzdem!!) .. oder habe einen Dachschaden... oder bin psychisch nicht auf der Höhe...
    Wie redet man mit Ärzten? Was müsste ich sagen, um die angemessene Behandlung zu bekommen? Vielleicht drücke ich mich verkehrt aus???....!!!!! :-/

  6. #6
    Moderation Avatar von Ravina
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    AW: Kontrastmittelallergie

    ach herrje,
    du kämpfst immer noch, nach so langer zeit mit Symptomen?
    das ist wirklich selten! wirklich!
    aber ich denke immer, es gibt nichts, was es nicht gibt.
    jeder mensch ist eben ein unikat und hat andere beschwerden.

    wäre nicht eine kur für dich ideal?
    am besten zur see in eine allergieklinik!
    da triffst du Gleichgesinnte und kannst dich fallen lassen. die ärzte hören zu
    und testen alles ganz genau!

    ich wünsch dir alles gute
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  7. #7

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    AW: Kontrastmittelallergie

    Ja, danke!
    Ich werde es vielleicht versuchen. Ich finde gerade keinen Arzt, der mir da weiter helfen würde.
    Oder kommt man auch ohne Arzt in eine solche Reha? Ich habe von einem neuen jungen Arzt in unserer Gegend gehört, der ev. kompetenter ist. Keine Lust dahin zu gehen ist untertrieben... ich habe panische Vorstellungen von allen vorherigen...
    Naja, ich werde es versuchen. Mal sehen.

  8. #8
    Moderation Avatar von Ravina
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    AW: Kontrastmittelallergie

    es wäre schon besser, wenn dich ein arzt beraten würde und den kurantrag ausfüllt.
    da reicht auch der hausarzt!
    den rest muss dann die kk bewilligen. du musst evtl. zum medizinischen dienst, mit allen unterlagen
    aus deiner gesamten krankenzeit. das dürfte aber kein problem nach so einer op sein.

    man kann auch ohne einen antrag bei der kasse in eine kur gehen.
    kostet allerdings dann ne menge geld.
    die kosten fürs zimmer sind nicht so hoch, aber die behandlungen bei den ärzten sicherlich.

    drück dir die daumen...aber ist eine super sache, gerade als allergiker. alles tests, sport, frische luft,
    ernährungsschulung und die tun auch was für deinen rücken, all das hast du dann in 3-4 wochen nur für dich allein.
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  9. #9
    Avatar von Wyome
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    AW: Kontrastmittelallergie

    Hallo Colapeana,

    ich bin nach langer langer Zeit mal wieder in den Brigitte-Foren unterwegs, weil ich gerade überlegt habe, selbst einen neuen Thread zu starten oder aber den von "Leidensgenossen" ausfindig zu machen. Dabei bin ich durch Zufall bei Deinem Eintrag hängengeblieben. Ich reagiere NICHT allergisch auf Kontrastmittel, ABER ....just vor einer Woche hat jemand sehr Fähiges, der WIRKLICH Ahnung hat, dessen Meinung ich persönlich nach jahrelanger Ärzteodyssee jederzeit der eines Arztes vorziehen würde, mir erzählt, daß Kontrastmittel für HASHIMOTO-Patienten stumpf das Aus bedeuten können. Zu dem Zeitpunkt sind wir nicht näher auf dieses Thema eingegangen, aber vielleicht ist das ja nochmal ein kleiner Hinweis, der Dir weiterhelfen könnte. Bist Du jemals auf Hashimoto untersucht worden? :-/ Würde mich freuen, von Dir zu hören und ob es Dir besser geht.
    Lieben Gruß, Wyome

  10. #10

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    AW: Kontrastmittelallergie

    hallo erstmal, ich bin neu hier, und grüße euch alle.
    zur kontrastmittelallergie möchte ich auch etwas beitragen. im Juli hatte ich eine darm OP, vorher wurde ein CT mit KM gemacht ich bekam auch vorher Fenestil und Cortison. Ging auch alles gut. wieder zu hause bekam ich Fieber, dann Nachts keine Luft mehr und wurde ohnmächtig. Wieder Krankenh. Hier wieder ein CT vom Bauch mit KM,am nächsten Tag ein CT vom Brustkrb, wieder KM. Danach weiß ich nichts mehr. Ich wurde 4 Tage später auf der Intensiv wieder wach. Hatte ein komplettes Nierenversagen und Lungenoedem. Mußte an die Dialyse und beatmet werden. Trotzdem sagt der Radiologe ich hätte keine Allergie, das gäbe es nicht. Ich habe jetzt Angst vor jeder weiteren Untersuchung mit KM. Die nächste steht schon bevor wegen einer PAVK. Ich weiß nicht was ich machen soll, hoffentlich hat jemand von euch einen Rat für mich. Danke clarence

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