Umfrage: Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

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  1. #1
    Administrator Avatar von BRIGITTE Community-Team
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    Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

    Liebe Userinnen und User,

    ein Urteil mit weitreichenden Folgen: Das Oberlandesgericht Hamm hat entschieden, dass durch Samenspenden gezeugte Kinder das Recht haben, den Namen ihres biologischen Vaters zu erfahren. Ein krasser Widerspruch zu der Anonymität, die den Spendern einst zugesagt wurde.

    Ein unfairer Rückzug der versprochenen Anonymität, auf die sich die Spender damals verlassen haben? Oder ein schönes Signal, dass das Recht darauf, die eigenen Wurzeln zu kennen, das höhere Gut ist? Was denken Sie?

    Gruß

    Das BRIGITTE Community-Team

    P.S. Einen ausführlichen Artikel zur Problematik finden Sie hier.
    Das BRIGITTE Community-Team ist Ihr Ansprechpartner bei Fragen, Wünschen oder Problemen rund um die Community. Schreiben Sie uns gerne eine PN oder eine E-Mail.
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (07.02.2013 um 11:27 Uhr)

  2. #2
    Avatar von brighid
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    AW: Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

    gerne eine veränderung im geltenden recht---------------- aber mit übergangsfristen!
    hinfallen ist keine schande, liegenbleiben schon.

    das leben ist kostbar, lasst uns jeden tag gebührlich feiern

    jeder denkt daran, die welt zu verändern. aber niemand denkt daran sich selbst zu verändern. tolstoi

    es erscheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist. nelson mandela

    auf grosser kaperfahrt für kleine piraten

  3. #3
    Avatar von Karla48
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    AW: Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

    Diese Entscheidung finde ich ein Unding.

    So sehr ich die Kinder verstehe, die ihren Vater gern kennen möchten.
    Ich habe mal gelernt, dass nicht rückwirkend auf einen Schlag eine Rechtslage derart verändert werden kann.
    Vielleicht ist es politisch gewollt, dass niemand mehr spendet.
    The original Karla
    est. 2006

    Achtung! Affe beißt und wirft mit Schmutz!
    ( Schild im Zoo)


  4. #4
    Avatar von Mailin
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    AW: Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

    Zitat Zitat von Karla48 Beitrag anzeigen
    Diese Entscheidung finde ich ein Unding.

    So sehr ich die Kinder verstehe, die ihren Vater gern kennen möchten.
    Ich habe mal gelernt, dass nicht rückwirkend auf einen Schlag eine Rechtslage derart verändert werden kann.
    Vielleicht ist es politisch gewollt, dass niemand mehr spendet.

    Ich bin ja gespannt wie die rechtliche Lage bezüglich Unterhalt, Erbrecht usw. geregelt wird. Wenn dies nicht geschieht, kann es leicht sein, das diese Kinder Unterhalt etc. einklagen. Man stelle sich vor: Plötzlich hat ein unbescholtener Familienvater xxxx Kinder!
    Nein, ich kann die Männer verstehen, wenn sie nicht mehr zur Spende bereit sind und der Kinderwunsch dann eben nicht mehr zu erfüllen ist.
    In der Mitte der Nacht beginnt ein neuer Tag!!

  5. #5
    Avatar von brighid
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    AW: Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

    Zitat Zitat von Mailin Beitrag anzeigen
    Man stelle sich vor: Plötzlich hat ein unbescholtener Familienvater xxxx Kinder!
    .
    im nachbarstrang kam ein gutes argument. xxxx kinder- die auch für sein pflegeheim aufkommen können.

    vielleicht ist das der hintergrund-gedanke- die sozialämter zu entlassten.
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  6. #6
    gesperrt Avatar von Sentenza
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    AW: Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

    -
    Geändert von Sentenza (14.02.2013 um 10:33 Uhr)

  7. #7
    VIP Avatar von xanidae
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    AW: Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

    Ich finde, Kinder haben ein Recht auf ihre Herkunft.

    Allerdings müsste deshalb auch eine Gesetzesänderung zum (finanziellen) Schutz der Spender passieren. So dass 'gespendete' Kinder kein Anrecht auf Unterhalt/Erbe haben.
    Worte kitzeln empfindlicher, als es die Finger je vermögen.
    Rafik Schami

  8. #8
    cornflake
    gelöscht

    AW: Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

    Ich kann mir zumindest Fälle vorstellen, in denen man eine Ausnahme machen könnte. Wenn das gezeugte Kind dringend eine Rückenmarkspende braucht, zum Beispiel.

  9. #9
    Avatar von brighid
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    AW: Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

    Zitat Zitat von cornflake Beitrag anzeigen
    Ich kann mir zumindest Fälle vorstellen, in denen man eine Ausnahme machen könnte. Wenn das gezeugte Kind dringend eine Rückenmarkspende braucht, zum Beispiel.
    du meinst vermutlich eine knochenmarksspende. und dann passen in aller regel die genetischen untergruppen eher von fremden als von einem elternteil.

    rückenmark transplantieren- kommt nur bei dr. house vor.
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  10. #10
    Avatar von Lucii
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    AW: Haben Samenspender ein Recht auf Anonymität?

    ich verstehe die kinder, die ihren biologischen vater kennenlernen wollen. dass den biologischen vätern jedoch erst anonymität zugesichert und diese nun gerichtlich aufgehoben wird, finde ich unmöglich.

    ungewollt kinderlose paare werden sich nun zukünftig im ausland behandeln lassen müssen (wie ungewollt kinderlose singlefrauen jetzt schon). es werden sich wohl kaum noch männer in deutschland für so eine spende finden lassen. das risiko ist für diese schließlich viel zu hoch.

    so gesehen eine völlig schwachsinnige entscheidung.

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