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  1. #1

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    Angst um die Kinder

    Ich habe einige Ängste , die ich nur schwer in den Griff kriege (generell Angst vor dem Tod, vor Autounfällen, Krebs, Schlaganfall...), aber die größte ist die Angst, dass einem meiner Kinder etwas Schlimmes passieren könnte. Manchmal steigere ich mich da regelrecht hinein. Es gibt ja soviele Horrorszenarien, auf die ich hier gar nicht näher eingehen will. Kann sich sicher jeder, der selber Kinder hat, ausmalen. Ich mache mir um eines meiner Kinder die meisten Sorgen, weil ich - zu Recht oder zu Unrecht - diese Kind als seelisch weniger stabil als die anderen betrachte. Bei diesem Kind gehen meine Sorgen hauptsächlich in die Richtung - was wenn sein Leben aus den Fugen gerät (Studium, Beziehung). Könnte dieses Kind damit umgehen? Ich habe einfach das Gefühl, dass dieses Kind etwas labil ist, und das macht mir Angst. Depressionen liegen bei uns auch ein wenig in der Familie, so dass ich speziell bei diesem Kind, auch davor Angst habe.

    Einerseits denke ich, dass alle Eltern sich um ihren Nachwuchs sorgen, aber sich sio reinzusteigern, scheint mir nicht ganz normal. Die Dinge, vor denen ich Angst habe, passieren aber nunmal vielen Menschen, so dass ich meine Ängste begründet und rational finde!

    Wie gehen andere Eltern mit diesen Ängsten um? Mann kann doch nicht ständig in Angst leben und sich die größtmögliche Katastrophe ausmalen? Was ist das für ein Leben??

  2. #2
    Avatar von twix25
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    AW: Angst um die Kinder

    Liebe moonbeam,

    ich hatte/habe EINE Hauptangst: Busfahrten mit Fernreisebussen......

    Die Kinder durften nicht damit fahren......ich hab ihnen und den engsten Freunden später den Unterschied zum Flugpreis erstattet.

    Allerdings wurde einmal Flugreise gebucht, der Flug fiel aus und sie wurde mit dem Bus von Bulgarien nach Hause gebracht

    Sie fahren nun nicht mehr mit Bussen, aber die Autofahrten von ihnen und ihrer Freunde sind etwas!!!!! leichter zu ertragen, weil sie ausgezogen sind

    Aber ich kenne das Gefühl sehr gut, habe mich aufgrund Megabaustellen an anderen Themen etwas davon lossagen können.

    LG twix

  3. #3

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    AW: Angst um die Kinder

    Liebe moonbeam,

    ich habe keine eigenen Kinder und kann Dir daher nicht so recht aus eigener Erfahrung berichten. Was ich Dir aber mit Sicherheit sagen kann ist, dass meine Mutter mir gegenüber ähnlich gefühlt und gehandelt hat. Immer in Sorge vor der Katastrophe, die vielleicht eintreffen könnte, dass ich mit meinem Leben nicht so gut zurecht kommen könnte wie meine Geschwister, weil ich eben sensibler und vielleicht auch labiler war als sie. Das hat mich sehr geprägt insofern, dass ich mich selbst auch wirklich immer schwächer wahrgenommen habe, mir nicht so recht etwas zugetraut habe und selbst sehr lange Jahre auch immer die vielleicht drohende Katastrophe vor mir gesehen habe. Das hat sowohl meine Lebensfreude als auch meine Risikobereitschaft stark ausgebremst. Die Ängste meiner Mutter haben sich eben auf mich übertragen, was glaube ich ganz natürlich ist, da man als Kind sehr stark darauf reagiert wie die eigene Mutter einen sieht und mit einem umgeht. Das hat mich sehr lange Zeit daran gehindert bzw. es mir sehr schwer gemacht, mein Leben zuversichtlich in beide Hände zu nehmen und auf mich selbst zu vertrauen.

    Ich möchte Dir jetzt nicht noch zu Deinen Sorgen auch noch sagen, Du machst das alles falsch, darum geht es mir nicht. Aber vielleicht fällt es Dir leichter, wenn Du das Ganze mehr aus der Sicht des Kindes siehst, was es bei ihm bewirkt, wenn du so ängstlich mit ihm umgehst? Und was es wirklich brauchen würde. Ich sehe es heute bei meinen Nichten wie wichtig das ist, Kinder darin zu bestärken, sich etwas zuzutrauen und auf das Leben mit Zuversicht zuzugehen. Shit happens, das ist klar, aber Vertrauen in sich selbst und das Leben sind so wichtig.

    Lieben Gruß

    Evelyn
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  4. #4

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    AW: Angst um die Kinder

    moonbeam, gesetzt den fall, es träte das befürchtete ein.
    dann zählt die zeit bis dahin doppelt.


    ich hatte nur ganz normale ängste, wie jeder. leise, fallweise.
    von einer sekunde auf die andere verlor ich alles materielle unwiederbringlich,
    und das kind wurde mir aus den augen gerissen.
    ich danke dem himmel für jedes lachen, jede freiheit, jedes vertrauen, jede sekunde unbelastetes leben, das ich ihm bis zu diesem tag schenken durfte.


    das leben ist jetzt in diesem augenblick.
    lg
    legrain
    Geändert von legrain (18.11.2012 um 15:51 Uhr)

  5. #5
    Sesam
    gelöscht

    AW: Angst um die Kinder

    Hallo Moonbeam,

    es sind die existenziellen Ängste Deines inneren Kindes, die Du auf Deine Kinder überträgst. Wenn Du etwas daran ändern möchtest geht es in erster Linie darum, dass Du Dich um dieses innere Kind kümmerst. Um das Ganze besser zu verstehen empfehle ich gerne das Buch von Richard Schwartz IFS Das System der inneren Familie Ein Weg zu mehr Selbstführung.

    Gruß Sesam

  6. #6
    Avatar von Chaoshexe
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    4.727

    AW: Angst um die Kinder

    Zitat Zitat von moonbeam10 Beitrag anzeigen
    Ich habe einige Ängste , die ich nur schwer in den Griff kriege (generell Angst vor dem Tod, vor Autounfällen, Krebs, Schlaganfall...), aber die größte ist die Angst, dass einem meiner Kinder etwas Schlimmes passieren könnte. Manchmal steigere ich mich da regelrecht hinein. Es gibt ja soviele Horrorszenarien, auf die ich hier gar nicht näher eingehen will. Kann sich sicher jeder, der selber Kinder hat, ausmalen. Ich mache mir um eines meiner Kinder die meisten Sorgen, weil ich - zu Recht oder zu Unrecht - diese Kind als seelisch weniger stabil als die anderen betrachte. Bei diesem Kind gehen meine Sorgen hauptsächlich in die Richtung - was wenn sein Leben aus den Fugen gerät (Studium, Beziehung). Könnte dieses Kind damit umgehen? Ich habe einfach das Gefühl, dass dieses Kind etwas labil ist, und das macht mir Angst. Depressionen liegen bei uns auch ein wenig in der Familie, so dass ich speziell bei diesem Kind, auch davor Angst habe.

    Einerseits denke ich, dass alle Eltern sich um ihren Nachwuchs sorgen, aber sich sio reinzusteigern, scheint mir nicht ganz normal. Die Dinge, vor denen ich Angst habe, passieren aber nunmal vielen Menschen, so dass ich meine Ängste begründet und rational finde!

    Wie gehen andere Eltern mit diesen Ängsten um? Mann kann doch nicht ständig in Angst leben und sich die größtmögliche Katastrophe ausmalen? Was ist das für ein Leben??
    Bitte um Deiner Kinder willen..begebe dich in eine Gesprächstherapie zwecks Bearbeitung DEINER Ängste. Bin jahrelang ein Opfer einer überprotektiven Mutter gewesen und benötigte dann als ganz junges Mädchen selbst therapeutische Hilfe um mit dieser kranken Erziehung klar kommen zu können. Bitte ..um deiner Kinder willen (die tun mir in ganzer Seele leid) Hole dir umgehend profesionelle Hilfe für deine Angsterkrankung.


    Sesam ich stimme dir aus ganzem Herzen zu.
    Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

  7. #7

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    AW: Angst um die Kinder

    Hallo,

    melde mich nochmal, weil ich Sesams Beitrag nur voll unterstützen kann. Wenn ich heute noch solche Ängste verspüre, dann weiss ich, das ist mein inneres Kind, das Angst hat und die einzige Möglichkeit, das zu ändern, ist, mich um das innere Kind zu kümmern. Ich halte das auch für den richtigen Ansatz ...

    @Chaoshexe: ja, da haben wir beide eine ähnliche Erfahrung - ich habe auch zig Therapiestunden hinter mir um mit dieser Erziehung klar zu kommen und finde es daher auch besonders schön und wertvoll, dass moonbeam sich Gedanken macht und hier postet.

    Lg, Evelyn
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    Geändert von Evelyn09 (18.11.2012 um 18:38 Uhr)

  8. #8

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    AW: Angst um die Kinder

    Ich denke, dass ein oder zwei von euch hier ihre Erfahrungen mit ihren Müttern in meinen thread herein projizieren. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich mich überprotektiv verhalte. Ich danke euch trotzdem für den Denkanstoss.

    Den anderen Danke für das Verständnis.

    @ twix, bei mir betreffen die Ängste hauptsächlich gesundheitliche Probleme (eines meiner Geschwister hatte in jungem Alter aus heiterem Himmel einen Schlaganfall). Aber Autofahrten bei Fahranfängern sind auch schlimm!
    Geändert von moonbeam10 (18.11.2012 um 20:54 Uhr)

  9. #9
    Avatar von Tulipali
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    AW: Angst um die Kinder

    Liebe Moonbeam,

    ich verstehe, dass Du erstmal abwehrend reagierst, wenn Du hier zwischen den Zeilen Vorwürfe liest, Du wärst nicht gut für Deine Kinder... Sicher bist Du der Meinung, dass Du Deinen Kindern die Angst ja nicht zeigst und vielleicht stimmt das ja auch.

    Daher möchte ich die Perspektive lieber wieder auf Dich richten. Du hast ja gefragt, wie andere Eltern mit dieser Angst umgehen und hast sinngemäß gesagt, dass Du ständig in Angst lebst (in der Frage gipfelnd "Was ist denn das für ein Leben").

    Ich bin selbst Mutter, hatte auch mal eine Angsterkrankung, aber diese ständige Sorge um mein Kind kenne ich so nicht. Und ich wage zu behaupten, dass auch andere Eltern sich von ihren Sorgen nicht so sehr in ihrer Lebensqualität beeinträchtigen lassen wie Du es schilderst. Deshalb haben einige hier Dein Problem als eines bewertet, bei dem man sich helfen lassen sollte. Ob Du das selbst auch so einschätzt, bleibt natürlich Dir überlassen. Aber das ist ja nichts ehrenrühriges. Wenn Bücher Dir nicht helfen, dann vielleicht Gespräche. Gerade Ängste kann man sehr gut therapieren, da spreche ich aus eigener Erfahrung.

    Ich denke, Du weißt selbst, dass Du hier nicht den ultimativen Tipp bekommen wirst, der Dir weiterhilft und alle Ängste sind vergessen. Das ist ein langer Prozess, der Dir aber sicher auch in anderen Lebensbereichen weiterhelfen wird. Gerade mit fortschreitendem Alter werden Ängste ja oft nicht weniger. Insofern kann ich Dich nur ermuntern, diesen Prozess jetzt zu beginnen... aber wie gesagt, die Entscheidung darüber musst Du natürlich selbst treffen. Nur dann bringt das auch etwas.

    Alles Gute für Dich!
    Tulipali

  10. #10

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    AW: Angst um die Kinder

    Zitat Zitat von Tulipali Beitrag anzeigen
    Liebe Moonbeam,

    ich verstehe, dass Du erstmal abwehrend reagierst, wenn Du hier zwischen den Zeilen Vorwürfe liest, Du wärst nicht gut für Deine Kinder... Sicher bist Du der Meinung, dass Du Deinen Kindern die Angst ja nicht zeigst und vielleicht stimmt das ja auch.

    Daher möchte ich die Perspektive lieber wieder auf Dich richten. Du hast ja gefragt, wie andere Eltern mit dieser Angst umgehen und hast sinngemäß gesagt, dass Du ständig in Angst lebst (in der Frage gipfelnd "Was ist denn das für ein Leben").

    Ich bin selbst Mutter, hatte auch mal eine Angsterkrankung, aber diese ständige Sorge um mein Kind kenne ich so nicht. Und ich wage zu behaupten, dass auch andere Eltern sich von ihren Sorgen nicht so sehr in ihrer Lebensqualität beeinträchtigen lassen wie Du es schilderst. Deshalb haben einige hier Dein Problem als eines bewertet, bei dem man sich helfen lassen sollte. Ob Du das selbst auch so einschätzt, bleibt natürlich Dir überlassen. Aber das ist ja nichts ehrenrühriges. Wenn Bücher Dir nicht helfen, dann vielleicht Gespräche. Gerade Ängste kann man sehr gut therapieren, da spreche ich aus eigener Erfahrung.

    Ich denke, Du weißt selbst, dass Du hier nicht den ultimativen Tipp bekommen wirst, der Dir weiterhilft und alle Ängste sind vergessen. Das ist ein langer Prozess, der Dir aber sicher auch in anderen Lebensbereichen weiterhelfen wird. Gerade mit fortschreitendem Alter werden Ängste ja oft nicht weniger. Insofern kann ich Dich nur ermuntern, diesen Prozess jetzt zu beginnen... aber wie gesagt, die Entscheidung darüber musst Du natürlich selbst treffen. Nur dann bringt das auch etwas.

    Alles Gute für Dich!
    Tulipali
    Danke für deinen Beitrag. Du hast dich auf ein posting bezogen, das ich so wieder gelöscht habe, weil ich meinen eigenen Ton zu aggressiv und defensiv fand ;-) Aber sieht so aus, als hättest du's gelesen. ;-) Ich habe manchmal eine ruppige Art, aber es mir sehr wichtig, mir hier keine "Feinde" zu machen.

    Nein, ich denke nicht, dass ich meinen Kindern meine Ängste zeige, ich bin keineswegs ne Übermutter oder so. Da gibt's ganz andere, die beim Elternabend mit dem dicken Notizblock dasitzen und jedes Wort aufschreiben, während ich mir immer nur denke - gedacht habe!! - dass doch eigentlich die Schüler die Ansprechpartner wären, nicht die Mamis! Warum muss ich denn wissen, wie der Reli-Lehrer die Noten macht?? Klar kommen die typischen mütterlichen Ermahnungen vor langen Autofahrten... aber ich versuche sie mir zu verkneifen weil ich ja weiss, dass das nicht gut ist.

    Mein Hausarzt hält mich anscheinend für "normal". Ich weiss nicht genau, was man anstellen muss, um 'ne Überweisung zu einem Therapeuten zu bekommen. Aus eigener Tasche kann, will und werde ich das nicht bezahlen.

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