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  1. #21

    Registriert seit
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    849

    AW: Angst um die Kinder

    Guten abend zusammen,

    moonbeam, ich denke auch, es ist deine eigene Entscheidung. Aber wie ich schon geschrieben hatte, kenne ich das von meiner eigenen Mutter sehr gut, dieses Katastrophendenken, und es hat mich in meinem Leben sehr behindert. Um Schulangelegenheiten hat sie sich auch nicht so gekümmert. Sei hat sich schon bemüht, ihre Ängste nicht immer offen zu zeigen. In der Realität hat sie oft ganz pragmatisch reagiert und nicht so überbesorgt, die Ängste haben sich oft gar nicht in ihrem Handeln niedergeschlagen, aber sie waren spürbar und es waren eben ihre Phantasien, die dann letztlich wirksam waren, so ein diffuses Gefühl, nicht wirklich ins Leben vertrauen zu können und eine Orientierungslosigkeit in dem Sinne, was gilt nun eigentlich. Das habe ich natürlich alles erst als Erwachsene verstanden, als Kind war es eine große Unsicherheit, die ich dann auch oft versucht habe zu überspielen, so wie ich es eben von ihr kannte.

    Mir ist aus dem Studium ein Experiment sehr gut in Erinnerung geblieben: Das Experiment ging so, dass man Kinder im Krabbelalter über eine Holzbahn krabbeln liess, an einer Stelle war ein Stück Glas eingefügt, was die Kinder natürlich irritiert hat - sie konnten aber eigentlich problemlos darüber krabbeln, also es bestand keine reale Gefahr, dass sie abstürzen könnten. Die Mutter der Kinder stand jeweils daneben und in der einen Gruppe sollte die Mutter das Kind zuversichtlich mit einem Blick, ist schon ok, du kannst weiter krabbeln, anschauen, in der anderen Gruppe, mit dem Blick, Vorsicht, ob das wohl gut geht. In der ersten Gruppe sind die Kinder nach Blickkontakt mit der Mutter zuversichtlich weiter auf sie zugekrabbelt, in der zweiten Gruppe haben sie angefangen zu weinen und verunsichert Halt gemacht. Es war allein die innere Haltung der Mutter und der Blick, der diese ausdrückt, die die Kinder in die eine bzw. andere Richtung gelenkt hat. Als ich von dem Experiment erfahren hatte, habe ich nochmal viel über meine Erziehung und mein Leben verstanden. KInder spüren alles sehr genau.

    Ich will dich jetzt nicht unter Druck setzen und Angst ist manchmal ja auch ein guter Ratgeber, das Fehlen von Angst ist ja ebenso eine Katastrophe wie ein zuviel an Angst, aber da musst Du selbst entscheiden. Sich in Katastrophenszenarien reinzusteigern ist meiner Meinung nach schon bedenklich, da würde ich mir professionelle Hilfe suchen, habe ich dann auch getan und es wurde so viel besser.

    Lieben Gruß und alles Gute Dir!

    Evelyn
    Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte sein
    Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Taten sein
    Achte auf Deine Taten, denn sie werden Deine Gewohnheiten
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    Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal
    Geändert von Evelyn09 (26.11.2012 um 19:45 Uhr)

  2. #22
    Avatar von mmoonixx
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    245

    AW: Angst um die Kinder

    Hallo allerseits,
    ich stimme Evelyn09 zu.
    Liebe moonbeam - Kinder haben ganz feine Atennen - man wundert sich was sie so alles mitbekommen haben; das erfährt man wenn man nachfragt (meine sind schon über 30).

    Es muss nicht unbedingt eine langwährige Therapie sein, ein Fachmann kann Dir klar sagen ob Deine fast ständige Angst und Katastrophen Gedanken im normalen Bereich liegen oder nicht.

    Bin selbst vom Fach und habe so manche Nacht wachgelegen bis mein ältester wieder zu Hause war wenn er mit dem Auto unterwegs war - das ist normal; was Deine Lebensqualität beeinträchtigen kann ist dass Du diese Gedanken und dieses Empfinden (fast) ständig hast. Dass hat aber nichts mit 'Übermutter' zu tun sondern mehr mit den eigenen, nicht verarbeiteten Ängsten.
    Da würden Dir ein paar Gesprächsstunden bei einer/em geignetem Therapeuten Klarheit und Sicherheit bringen.

    LG
    mmoonixx
    Das eigene Leben ist wie eine Pflanze : so wie man sie pflegt gedeiht sie -oder auch nicht...

  3. #23
    Was-immer-es-gibt
    gelöscht

    AW: Angst um die Kinder

    Liebe moonbeam,
    Angst um seine Kinder zu haben finde ich normal.
    Diesbezüglich habe ich oft Kinderlose beneidet.

    Man muss mit den Ängsten leben.

    In irgend einem Film hörte ich mal einen ganz tollen Satz von einer Therapeutin - und zwar zu einem Vater der sich schuldig fühlte weil seiner Tochter Schlimmes widerfuhr.

    "Wir können nicht verhindern dass den uns Nahestehenden nie was passiert. Wir können ihnen aber beim Wiederaufstehen helfen."

    Das fand ich soo tröstlich.
    Ja, stlmmt, ich würde mir immer zutrauen meinen Kindern helfen zu können, ihnen Trost zu spenden.
    Es gab auch Zeiten, da fühlte ich mich zu schwach.

    Also, muss man das Richtige auch für sich kennen.
    Und, nicht alles für so selbstverständlich halten.
    Ja, ich finde Dankbarkeit hilft gegen Angst.

    Alles Gute für dich

  4. #24

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    374

    AW: Angst um die Kinder

    Danke euch allen. Ich habe mich entschlossen, eine Therapie zu machen, nicht hauptsächlich wegen meiner Ängste, sondern weil es mir ganz allgemein seelisch und emotional im Moment extrem schlecht geht. Da werde ich die Ängste sicher auch zur Sprache bringen. Ich hoffe dass ich bald einen Termin bekomme. Ich habe wirklich das Gefühl, dass der Winter sonst die Hölle wird.

    Der Therapeut tut mir jetzt schon leid...lol. Ich weiss gar nicht, wo anfangen.

  5. #25
    Sesam
    gelöscht

    AW: Angst um die Kinder

    Therapeuten sind sehr überlaufen. Wartezeiten bis zu einem halben Jahr sind durchaus üblich. Von daher glaube ich nicht so recht, dass Du so schnell (noch diesen Winter) einen freien Platz finden wirst.
    Wünsche Dir viel Glück bei Deiner Suche.

  6. #26

    Registriert seit
    22.05.2009
    Beiträge
    849

    AW: Angst um die Kinder

    Liebe Moonbeam,

    viel Glück und ich wünsche Dir, dass es Dir bald wieder besser geht. In einer akuten Krisensituation findet sich oft auch relativ schnell Hilfe und Unterstützung - es muss nicht immer ein halbes Jahr wartezeit sein ...

    Lieben Gruß

    Evelyn
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  7. #27
    Avatar von Chaoshexe
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    4.727

    AW: Angst um die Kinder

    Zitat Zitat von Sesam Beitrag anzeigen
    Therapeuten sind sehr überlaufen. Wartezeiten bis zu einem halben Jahr sind durchaus üblich. Von daher glaube ich nicht so recht, dass Du so schnell (noch diesen Winter) einen freien Platz finden wirst.
    Wünsche Dir viel Glück bei Deiner Suche.
    Doch es ist durchaus möglich das Moonbeam schneller Hilfe bekommt. In Krisensituationen gibt es das Angebot sogen. Krisenintervention und da kann dann schon mal ein Termin innerhalb von ein paar Wochen oder sogar schneller möglich sein. Alledings zu Beginn sind erstmal nur 5 Gespräche möglich.

    Moonbeam ich finde es sehr gut das du dich so entschieden hast. Für dich und für deine Kids.
    Der Verstand ist wie ein Fallschirm, um zu funktionieren muss er geöffnet sein

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