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  1. #1
    Avatar von bea23
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    Methode gegen Panikattacken (Beschreiben)

    Hallo,

    ich habe gerade dieses Panikforum hier entdeckt und möchte diesbezüglich mit euch über ein Thema sprechen bzw. euch etwas berichten/fragen. Vor etwa 10 Jahren wurde ich selbst Opfer von Panikattacken (wirklich wirklich WIRKLICH schlimmen............). Zu dieser Zeit habe ich irgendwann, erst nach Monaten, eine Psychologin aufgesucht und von ihr en Tipp bekommen, dass man sich auf einen Gegenstand konzentrieren udnd iesen bis ins Detail beschreiben soll. Bei mir hat das echt geholfen, als ich gemerkt habe, dass die Attacke ausbricht und ich dann mit der Beschreibung angefangen habe. Sie wurde nicht schlimmer und hat sich verflüchtigt.

    Kanntet ihr diese Tipp schon? Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Beschrieben gemacht?

  2. #2
    Avatar von Fanta01
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    AW: Methode gegen Panikattacken (Beschreiben)

    Ich leide auch unter Panikattacken und war bis vor 1 Monat in einer 6 wöchigen Gruppentherapie!

    Da wurde uns gesagt, dass wir uns während einer Panikattacke mit nichts ablenken sollen, auch nicht aufschreiben!

    Man soll einfach ruhig stehen, ruhig sitzen, ruhig liegen und die Angst spüren!
    Wie sie stärker wird, das aushalten und erleben wie die Angst wieder abflaut!

    Uns wurde gesagt, wir müssen erleben ohne Ablenkung wie die Angst von selbst wieder weg geht, das aushalten, das rings rum vergessen. Nur auf sich und die Angst schauen!

    Zusammen gefasst wird später!

    Viele Grüsse
    Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann sind es diese 4 Worte:
    DAS LEBEN GEHT WEITER!

    Setze kein Fragezeichen,
    wo das Schicksal schon längst einen Punkt gemacht hat.

    © unbekannt

  3. #3
    Avatar von bea23
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    AW: Methode gegen Panikattacken (Beschreiben)

    Tut mir leid, das meine ich jetzt natürlich keineswegs persönlich, aber: ich finde diese Ansicht höchst mangelhaft, eigentlich sogar schrecklich! ICH hätte das damals nie ausgehalten. Wie soll man während eine Panikattacke ruhig sitzen bleiben, während man Todesängste erleidet? Was hältst du von dieser Methode?

  4. #4
    Avatar von Francesca_V
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    AW: Methode gegen Panikattacken (Beschreiben)

    Bea
    ich glaube, bei diesen Attacken muss jeder seine eigene Methode finden, damit umzugehen.

    Die Idee, sie auszuhalten, finde ich gar nicht so schlecht, denn dabei lernt man, dass sie von allein verschwindet.

    Meine Panikattacken atme ich weg bzw betrachte sie als "Wesen": ich merke ja, wie sie ankommt ... das Herzklopfen, die Angst, der Schweiß ... sie überrollt mich schier. Inzwischen bin ich so weit, sie wahrzunehmen, wenn sie kommt, und ihr dann ein "Stop" zu geben ... "Stop - nein, ich will dich jetzt nicht". Parallel dazu atme ich schön tief und gleichmäßig, atme schön lange aus und suche mit den Füßen Kontakt zum Boden (=Erdung).

    So langsam kapiert sie es (sie==die Panik) und verkrümelt sich, wenn ich ihr einfach keinen Raum gebe. "Ich bin stärker als die Panik" ist für mich eine ganz wichtige Erfahrung.
    Willst aber du die Meinung beherrschen, beherrsche durch Tat sie, nicht durch Geheiß und Verbot.
    Johann Wolfgang von Goethe (28.08.1749 - 22.03.1832)

  5. #5
    Avatar von Fanta01
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    AW: Methode gegen Panikattacken (Beschreiben)

    Zitat Zitat von bea23 Beitrag anzeigen
    Tut mir leid, das meine ich jetzt natürlich keineswegs persönlich, aber: ich finde diese Ansicht höchst mangelhaft, eigentlich sogar schrecklich! ICH hätte das damals nie ausgehalten. Wie soll man während eine Panikattacke ruhig sitzen bleiben, während man Todesängste erleidet? Was hältst du von dieser Methode?
    Meine Therapeutin in der Klinik hat genau das gesagt!

    Man soll sich nicht ablenken, man soll die Angst fühlen wie sie steigt, den Höhepunkt erreicht aber dann auch wieder abnimmt!

    Das Ablenken ist Vermeidungsverhalten und absolut kontraproduktiv

    Ist natürlich hart in Todesangst nichts zu tun, aber genau das ist der Krack!
    Eigentlich tut man ja was, die Angst fühlen wie sie kommt und auch wieder geht und genau das soll man erleben - sie bleibt nicht, man fällt nicht tot um!
    Wenn ich eines in meinem Leben gelernt habe, dann sind es diese 4 Worte:
    DAS LEBEN GEHT WEITER!

    Setze kein Fragezeichen,
    wo das Schicksal schon längst einen Punkt gemacht hat.

    © unbekannt
    Geändert von Fanta01 (18.07.2012 um 18:20 Uhr)

  6. #6

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    AW: Methode gegen Panikattacken (Beschreiben)

    Zitat Zitat von Fanta01 Beitrag anzeigen
    Ist natürlich hart in Todesangst nichts zu tun, aber genau das ist der Krack!
    Eigentlich tut man ja was, die Angst fühlen wie sie kommt und auch wieder geht und genau das soll man erleben - sie bleibt nicht, man fällt nicht tot um!
    Und diese Gewissheit, die das wichtigste erste "Lernziel" ist, kommt eben erst mit der Zeit.
    Gutes und bewußtes Atmen ist aber keine "Ablenkung", sondern hilft, dass man nach der Attacke nicht ganz so geschlaucht ist.

    Diese Attacken auszuhalten ist auch deshalb wichtig, weil Vermeiden und panikartig in andere Strategien zu verfallen, nur die Angst vor der Angst schafft. Die werden Patienten oft viel langsamer wieder los als die PA selbst.

    Panikattacken tauchen im Leben eines Menschen nicht grundlos auf. Also immer auch schauen, was im eigenen Leben so grundlegend schief läuft, dass Todesangst aufkommen kann. Letztendlich hilft nur die Beseitigung der Ursachen, Attacken dauerhaft loszuwerden.
    Wenn einem die Worte ausgehen, warum wirft man sich dann nicht einfach in Schale und geht mit? Piet Klocke

  7. #7
    Avatar von lapoupeequiditnon
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    AW: Methode gegen Panikattacken (Beschreiben)

    Letztendlich hilft nur die Beseitigung der Ursachen, Attacken dauerhaft loszuwerden.
    ..mit solchen Aussagen würde ich vorsichtiger sein---da manche Ursache nicht zu beseitigen ist, da manche Ursache in der Vergangenheit liegt...

    Missbrauch, Tod eines Menschen, Misshandlungen in der Kindheit oder einer Partnerschaft... etc.. vielfältige Ursachen gibt es...

    Man sollte Menschen, die solches als Ursache zugrunde liegen haben, nicht die Hoffnung nehmen, die Panikattacken doch loszuwerden... !
    Ich bin selbst nicht betroffen : aber zwei gute Freunde..
    non

    oui


    “Fashion is not something that exists in dresses only. Fashion is in the sky, in the street, fashion has to do with ideas, the way we live, what is happening.” Coco Chanel

  8. #8

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    AW: Methode gegen Panikattacken (Beschreiben)

    Hallo zusammen,

    ich habe seit 11 Jahren immer wieder Panikattacken - wurden damals ausgelöst durch ein Umfallen bei einem Konzert.

    Ich war auch in Therapie und dort wurde mir auch gesagt, dass man sich nicht ablenken sollte und nicht aus der Situation flüchten, sondern sich bewusst machen soll, dass der Körper diesen Adrenalinschub maximal 20 Minuten aufrecht erhalten kann. Wenn ich nun merke mich überkommt die Panik, denke ich daran und atme tief ein und aus. Das hilft mir.

    Lg

  9. #9

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    AW: Methode gegen Panikattacken (Beschreiben)

    ...
    Geändert von BRIGITTE Community-Team (10.10.2012 um 13:46 Uhr) Grund: Kommerziellen Link gelöscht

  10. #10
    Avatar von vanilla_cookie
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    AW: Methode gegen Panikattacken (Beschreiben)

    Ich hatte auch mit Panikattacken zu tun (heutzutage nur noch ab und zu mit Angstzuständen aber Gott sei Dank recht selten). Mir hat es geholfen,möglichst entspannt zu bleiben während einer Panikattacke. Sonst habe ich mich immer innerlich total versteift weil ich die Panikattacke ja nicht haben wollte aber ich habe gemerkt,je mehr ich es schaffe,entspannt zu bleiben,desto weniger schlimm war es. Es läuft dann quasi ins Leere. Da ich jetzt ziemlich panikattacken-frei bin aber immer noch in gewissen Situationen Angst habe,dass eine aufkommen könnte,sage ich mir "Eine Panikattacke hilft mir hier überhaupt nicht weiter,deswegen brauche ich jetzt auch keine haben". Das funktioniert ganz gut. Sicher,oft stellt sich stattdessen Nervosität ein,aber die ist viel leichter zu kontrollieren als Panik.

    Also denke ich,was auch immer euch hilft,zu entspannen (auf die Atmung konzentrieren oder auf einen Gegenstand),ist auch gegen eine Panikattacke hilfreich. Beim Zahnarzt funktioniert Ablenkung (mittels Bildschirm überm Kopf) ja auch ganz gut.

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